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Wismar Sechsmal Traum vom festen Job erfüllt
Mecklenburg Wismar Sechsmal Traum vom festen Job erfüllt
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17:58 12.12.2018
Christian Struck (l.) vom Jobcenter Nordwestmecklenburg mit den Vertretern der Bildungsträger (v. l.) Birgit Grabner (Beruf und Bildung), Dagmar Timm (Berufsfortbildungswerk), Andrea Lehmann (Jugendförderverein), Katharina Dubois (bb), Jane Richter (Jfv) und Tino Schwarck (bfw). Auf dem Foto fehlen Peter Schröder und Andreas Siefke (Fortbildungsakademie der Wirtschaft). Quelle: Haike Werfel
Wismar

Drei Jahre Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsplatz gehen am 31. Dezember zu Ende. Die Träger.Gemeinschaft.Wismar zeigt sich zufrieden mit ihrer Arbeit. Vier ihrer Trainerinnen haben Frauen und Männer in ihrer öffentlich geförderten Beschäftigung begleitet, motiviert und qualifiziert. Von den anfangs 67 Teilnehmern haben sechs eine feste Anstellung erhalten. Sie sind vor allem im Dienstleistungsbereich tätig. 53 weitere haben das Programm erfolgreich beendet. „Wir hätten mit mehr Abbrüchen gerechnet“, sagt Christian Struck vom Jobcenter.

Ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis war das Ziel aller am Programm Beteiligten. Zehn Prozent der Teilnehmer, die zuvor mindestens vier Jahre lang arbeitslos waren, haben es erreicht. Einer von ihnen ist Andreas Lüder. Der 40-jährige Wismarer war im Ökologischen Schulort Wismar (ÖSW) tätig. „Er hat eine enorme Entwicklung in den drei Jahren gemacht“, lobt Dagmar Timm, seine Trainerin vom Berufsfortbildungswerk. „Ich ziehe den Hut davor, was er leistet.“

Der gelernte Koch hatte zum Garten- und Landschaftpfleger umgeschult. „Weil ich gerne an der frischen Luft arbeiten wollte“, erklärt er. Im Winter, wenn nichts zu tun ist, wurde er entlassen. In den drei Jahren im ÖSW hat Andreas Lüder nicht nur im Schulungsgarten gearbeitet, sondern auch die dort beschäftigten Teilnehmer in einer geförderten Arbeitsgelegenheit angeleitet. „Bei Veranstaltungen mit Kindergruppen helfe ich auch mit.“ Sein Engagement hat der Träger des ÖSW, die Protinus Projektentwicklungsgesellschaft, honoriert. Sie stellt Andreas Lüder ab 1. Januar ein.

Andreas Lüder hat ab Januar einen festen Job im Ökologischen Schulort Wismar. Quelle: Haike Werfel

21 der 53 Absolventen werden von ihren jetzigen Arbeitgebern – alle im sozialen Bereich tätig – weiterhin beschäftigt: auf der Grundlage des neuen Teilhabechancengesetzes. Es soll zu Jahresbeginn in Kraft treten. Insgesamt 23 Arbeitgeber aus dem Sozialbereich haben laut Christian Struck bereits Anträge auf Förderung gestellt. Darunter der DRK-Kreisverband. „Er war mit 22 Teilnehmern am Programm Soziale Teilhabe der größte Arbeitgeber“, berichtet Birgit Grabner von der Gesellschaft für Beruf und Bildung.

Neu ist, dass das Gesetz auch Unternehmen aus der freien Wirtschaft eine Förderung gewährt – die ersten zwei Jahre zu 100 Prozent –, wenn sie langzeitarbeitslose Menschen beschäftigen. „Zehn bis 15 Arbeitgeber haben bisher einen Antrag gestellt“, informiert Christian Struck.

Der stellvertretende Teamleiter im Jobcenter war für das Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsplatz zuständig. „Es war auch für jene Teilnehmer, die noch nicht wissen, wie’s am 2. Januar für sie weitergeht, ein Erfolg“, erklärt er. „Denn sie haben drei Jahre am Stück gearbeitet und Berufserfahrung gesammelt. Das ist fürs Selbstbewusstsein gut und auch für die Bewerbung beim Arbeitgeber.“ Bewerbungsmappen haben sie mithilfe ihrer Trainerinnen auf jeden Fall schon zusammengestellt.

Zur Träger.Gemeinschaft.Wismar haben sich 2015 das Berufsfortbildungswerk, die Gesellschaft für Beruf und Bildung, die Fortbildungsakademie der Wirtschaft und der Jugendförderverein Parchim-Lübz zusammengeschlossen. Sie decken alle Berufsfelder und unterschiedlichste unterstützende Angebote ab. Dazu gehören unter anderem die sozialpädagogische und psychologische Begleitung, individuelles Training, Beratung und Begleitung in Praktikums- und Arbeitsverhältnissen. „Wir sind reifer und stärker, unser Netzwerk ist größer geworden. Wir stehen für weitere Projekte bereit“, erklärt Andrea Lehmann vom Jugendförderverein.

Haike Werfel

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