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Wismar Frisches Wasser aus guten Quellen
Mecklenburg Wismar Frisches Wasser aus guten Quellen
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00:05 05.05.2017
Blick auf das Wasserwerk Friedrichshof im Jahr 2011. FOTOS (2): STADTWERKE
Wismar

Am 5. Mai 1967, nunmehr vor 50 Jahren, wurde das neue Wasserwerk Friedrichshof am Flöter Weg übergeben. Die Geschichte der Wismarer Wasserversorgung ist genauso alt, wie die Stadt selbst.

Wasserwerk Friedrichshof vor 50 Jahren eingeweiht

Hier gibt es das Salzwasser der Ostsee, das Süßwasser aus dem Schweriner See bis in die Frische Grube und die Metelsdorfer Quellen. Zuerst schöpfte man das dringend gebrauchte Trinkwasser aus Brunnen, die in der Stadt angelegt waren, doch nachdem die Quellen bei Metelsdorf entdeckt waren, kommt am 29. September 1570 mit Hilfe von hölzernen Rohren und Pumpwerken das Wasser aus Metelsdorf nach Wismar. Zuerst in einem „Wassertrog“ in der Altwismarstraße und ab 1595 in die heute bekannte Wasserkunst mit dem Renaissance-Pavillon über den Brunnen. Der holländische Baumeister Philipp Brandin, der Erbauer des Wismarer Schabbellhauses, erklärte sich 1579 bereit, eine neue Brunnenanlage auf dem Markt zu schaffen, die letztendlich 1602 fertig war. Ab 1715 verband man den Wasserturm am Lindengarten mit der Wasserkunst auf dem Markt und schloss damit eventuelle Störungen aus. Erst 1854 wurden die alten hölzernen Leitungen in der Stadt und ab 1867 von Metelsdorf durch gusseiserne Rohre ersetzt. Der Behälter der Wasserkunst auf dem Markt reichte nicht mehr aus, und der Wismarer Architekt Heinrich Thormann nahm 1861 eine durchgreifende Restaurierung vor, wobei die Wasserkunst auf einem höheren Sockel steht.

Mit zunehmender Industrialisierung und steigenden Bevölkerungszahlen nahm der Wasserverbrauch drastisch zu. Daher wurden auch andere Quellen in der Region erschlossen. Dazu wurde der am 3.

November 1897 in Betrieb genommene 28 Meter hohe Wasserturm mit Pumpwerk und Enteisungsanlage am Turnplatz als neues Wismarer Wasserwerk erbaut.

Da es zu diesem Zeitpunkt keine Messanlagen für die Verbraucher gab, wurde Wasser wieder knapp. Nach Fertigstellung des Wasserwerkes am Turnplatz hörte die Wasserversorgung durch die Wasserkunst auf dem Markt auf.

Die Wasserversorgung aus Metelsdorf befriedigte kaum die steigenden Bedürfnisse der Wismarer und so wurden neue Quellen um die Stadt erschlossen. Seit 1929 sind die Brunnenanlagen in Friedrichshof am Flöter Weg in Betrieb. Sie und die anderen städtischen Brunnenanlagen geben die Garantie, auch steigende Bedürfnisse zu befriedigen. Durch die Erschließung weiterer Brunnen im Stadtgebiet konnte 1938 die Wasserversorgung von Metelsdorf eingeschränkt werden, zumal diese Leitung öfter große Störungen hatte.

Wismars Wasserverbrauch stieg nach 1945 rapide an. 1953 wurde mit dem Wasserwerk Wendorf begonnen. 1959 kam es zu Planungen für das neue Wasserwerk Friedrichshof, das am 5. Mai 1967 eingeweiht wurde. Pünktlich um 10.22 Uhr drückte Oberbürgermeister Herbert Fiegert den Knopf, und das Wasser floss in die Leitungen.

Bis 1990 gehörte die Wismarer Wasserversorgung zur Wasserversorgung Rostock, danach übernahm die Nordwasser GmbH bis 1992 die Leitung. Die am 15. August 1991 gegründete Stadtwerke Wismar GmbH war ab 1. März 1992 auch für die Wasserversorgung zuständig. Ein Umbau erfolgte zwischen 1996 und 1998, ehe am 5. Juni 1998 das neue Wasserwerk in Betrieb genommen wurde.

Was sonst noch geschah

6. Mai 1982: Schlüsselübergabe des Feierabend- und Pflegeheimes am Friedenshof mit insgesamt 448 Plätzen.

7. Mai 1993: Verabschiedungs-Veranstaltung für die sowjetischen Truppen in Wismar im Stadion und auf dem Haffeld.

8. Mai 2010: Die St.-Georgen-Kirche wird mit einem Festakt wieder der Öffentlichkeit übergeben.

9. Mai 1908: Gründung der Ingenieurakademie in Wismar.

9. Mai 2014: Eröffnung der Aussichtsplattform auf dem ehemaligen Turm von St. Georgen.

10. Mai 1989: Das endgültige Wahlergebnis der Kommunalwahl vom 6. Mai wird verkündet: Von 44244 Wahlberechtigten haben 43757 ihre Stimme abgegeben. 137 Abgeordnete und 46 Nachfolgekandidaten zur Stadtverordnetenversammlung Wismar wurden bestätigt. Im Nachhinein wurden zwölf Bürgereingaben gegen die Wahl und wegen Unregelmäßigkeiten abgegeben.

Detlef Schmidt

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