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Fünfgeschosser am Kagenmarkt wird gestutzt

Wismar Fünfgeschosser am Kagenmarkt wird gestutzt

Wismarer Wohnungsgenossenschaft Union lässt zwei Stockwerke am Häuserblock in der Professor-Frege-Straße abnehmen / Fahrstuhl und Staffelgeschoss geplant

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Blick auf die lange, fünfgeschossige Häuserreihe in der Professor-Frege-Straße aus der Vogelperspektive. Durch den Rückbau der beiden oberen Geschosse bis zum Jahr 2019 soll das Wohngebiet seinen Plattenbau-Charakter verlieren und an Attraktivität gewinnen.

Quelle: Ulrich Jahr

Wismar. Am Kagenmarkt wird gebaut. Allerdings nicht nur auf-, sondern auch rückgebaut. Die Wismarer Wohnungsgenossenschaft Union (WGU) lässt von ihrem fünfgeschossigen Häuserblock in der Professor-Frege-Straße 33, 35 und 37 zwei Stockwerke abnehmen. „Wir wollen die lange Häuserreihe auflockern“, sagt Axel Burmeister, Vorstandsvorsitzender.

OZ-Bild

Wismarer Wohnungsgenossenschaft Union lässt zwei Stockwerke am Häuserblock in der Professor-Frege-Straße abnehmen / Fahrstuhl und Staffelgeschoss geplant

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Wir wollen die lange Häuserreihe auflockern.“Axel Burmeister,

Vorstandsvorsitzender

der Wohnungsgenossenschaft Union

Seit Anfang August sind die Rückbauarbeiten im Gange. Im Inneren der Wohnblocks wurden seit Mai die Versorgungsleitungen und die Heizung an die baulichen Veränderungen angepasst. „Wir bauen unter bewohnten Bedingungen zurück“, erklärt der Vorstandschef. „Dabei haben wir Glück, dass unsere Mieter mitziehen. Es sind noch viele Erstbezieher aus den Siebzigerjahren. Sie sind froh, dass sich ihr Wohnumfeld verbessert.“

Vereinbart ist, dass sich die Mieter von 7 bis 18 Uhr nicht zu Hause aufhalten. Einige sind berufstätig, andere bei Verwandten untergekommen, sie ziehen sich in ihren Garten zurück oder sind verreist. „Die Rückbauarbeiten sollen zwei bis drei Wochen dauern. Leider haben wir etwas Pech mit dem Wetter“, sagt Gunnar Schröder, Leiter der Technikabteilung. Die Baustelle werde bei Regen abgeplant. „Wir beide schlafen derzeit unruhig“, gesteht Axel Burmeister. „Wenn es ständig regnet, ist die Plane irgendwann voll.“ In dieser Woche gehen die Arbeiten zu Ende. Als Abschluss wird wasserdichter Estrich aufgebracht.

Für die Wohnungsgenossenschaft ist es der erste selektive Rückbau. Geplant und überwacht wird die Maßnahme durch die Wismarer MHB Planungs- und Ingenieurgesellschaft. Den Bauauftrag führt die Firma Hagemann aus Kölpinsee aus. „Die Arbeiten laufen sehr organisiert ab, das sagen auch die Bewohner in den Nachbarhäusern“, berichtet Gunnar Schröder. „Aber es gibt für die Großblockbauweise noch keine Erfahrungen im Rückbau. Wir können zwar viel vordenken, trotzdem kann Unvorhersehbares passieren“, erklärt der Technikchef. Geplant ist, dass die groben Arbeiten bis Ende Oktober beendet sind. Dazu gehört auch die Wiederherstellung des Daches und die Anpassung an die Hausfassade und die Balkone.

In einem zweiten Bauabschnitt soll vor das Treppenhaus der Prof.-Frege-Straße 35 ein Fahrstuhl gebaut werden, weil hier Staffelgeschosse geplant sind. Im vierten Stockwerk wird es zwei Wohnungen mit je 95 Quadratmetern geben und darüber eine 125 Quadratmeter große Wohnung. Alle drei sollen eine seitliche Dachterrasse erhalten, die den Blick zur Insel Poel beziehungsweise auf Wismars Altstadt ermöglicht. Es gebe eine Nachfrage nach großen Wohnungen, begründet Axel Burmeister das Vorhaben. Sobald der Bauantrag genehmigt ist, soll der Aufbau möglichst noch in diesem Jahr erfolgen. „Für unsere Mieter werden wir die Bestandsbalkone aufwerten sowie bislang nicht vorhandene nachrüsten“, informiert der Technikchef.

Das Land fördere zwar den Rückbau, gedeckt sei der Gesamtaufwand mit dem Zuschuss aber bei Weitem nicht.

Im Anschluss an die Rückbaumaßnahme der Union will die städtische Wohnungsbaugesellschaft die Nachbarblocks mit je drei Aufgängen auf drei Geschosse einkürzen. Gleiches hat auch die Wismarer Wohnungsgenossenschaft als drittes Unternehmen am Kagenmarkt vor.

„Wir haben gemeinsam eine Studie entwickelt, wie wir das Wohngebiet aufwerten können“, erklärt Axel Burmeister. Bis 2019 sollen die meisten Plattenbauten auf drei Geschosse rückgebaut sein. Dafür gibt es einen abgestimmten Zeitplan, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Seit 2005 wurden bereits sieben Neubaublocks komplett abgerissen.

Haike Werfel

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