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Wismar Für 3,6 Millionen Euro: Hornstorf bekommt neue Kläranlage
Mecklenburg Wismar Für 3,6 Millionen Euro: Hornstorf bekommt neue Kläranlage
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06:03 18.04.2018
Die neue Kläranlage der Gemeinde Hornstorf. Quelle: Michaela Krohn
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Hornstorf/Wismar

Es ist das aktuell größte Bauprojekt des Zweckverbandes Wismar – der Neubau der Kläranlage in Hornstorf. 3,6 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, mehr dürfen es nicht werden. „Zurzeit liegen wir gut darunter“, sagt Thomas Pfennigschmidt, Baubeauftragter beim Zweckverband. Die alte und marode Anlage, die inzwischen auch viel zu klein für die Gemeinde Hornstorf ist, stammt aus den 1990er-Jahren und sollte nie eine Dauerlösung sein. „Wir hatten auch vereinzelt Probleme mit undichten Stellen, die aufwendig geschlossen werden mussten“, sagt Pfennigschmidt. Nun wird sie durch eine neue, moderne Kläranlage ersetzt und anschließend zurückgebaut.

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Das Projekt des Zweckverbandes Wismar soll im Herbst fertig werden. Die neue Anlage kann sogar weiter ausgebaut werden - falls die Gemeinde Hornstorf wächst.

Neue Anlage ensteht neben maroden, rostigen Becken

Möglich sind für das Projekt in Hornstorf drei Ausbaustufen. Zurzeit wird die erste Stufe umgesetzt. Neben den drei alten Becken, die inzwischen marode und rostig sind, entsteht die neue Anlage – welche nach dem sogenannten SBR-Verfahren (engl. für Sequencing-Batch-Reactor-Verfahren) arbeitet und entsprechend aufgebaut ist. Dazu gehört der Vorspeicher, der bereits gebaut ist. „Er besteht aus Stahlbeton. Der ist sehr stabil und langlebiger als die alten Becken“, erklärt Thomas Pfennigschmidt. Bevor das Abwasser jedoch dort angelangt ist, muss es zunächst eine Rechenanlage durchfließen. Diese ist im bereits neu errichteten Rechengebäude installiert. Dort werden die Feststoffe – also alles, was in der Toilette landet und dort eigentlich nicht hineingehört – ausgesiebt, aussortiert und gesondert entsorgt.

„Vom Vorspeicher wird das gesammelte Schmutzwasser in das Reaktorbecken gepumpt und dort in einer bestimmten zeitlichen Abfolge soweit biologisch gereinigt, dass es die behördlichen Vorgaben für die Einleitung in das Vorflutgewässer erfüllt und bedenkenlos dorthin abgeleitet werden kann.“, erklärt der technische Leiter Sebastian Beetz.

Gesamtvolumen des Reaktors liegt bei 1650 Kubikmetern

Der Reaktor, in dem es später durch den erforderlichen Lufteintrag ordentlich blubbern wird, ist bereits fertig gestellt und besitzt ein Gesamtvolumen von 1650 Kubikmetern, die Wände aus Stahlbeton sind 5,50 Meter hoch. Zurzeit ist die beauftragte Baufirma mit dem Bau eines Schlammbehälters und diverser Schächte beschäftigt. Zudem steht bereits der Rohbau für das Gebäude, in dem sich später unter anderem der Analyseraum, die Schaltanlage und die sanitären Einrichtungen befinden werden. Ende des Sommers soll dann alles fertig sein.

Während die neue Anlage gebaut wird, läuft die alte nebenher weiter. „Eine solche Anlage, wie sie damals gebaut wurde, würde heute gar nicht mehr genehmigt werden“, sagt Thomas Pfennigschmidt.

Ist der Neubau fertig, wird „einfach umgeklemmt“. Dafür werden große Pumpen gebraucht. „Das werden wir zu einer Zeit machen, in der nur wenig Touristen da sind und in der wenig Abwasser entsteht“, erklärt Pfennigschmidt.

Anlage kann erweitert werden, wenn Gemeinde wächst

Generell sei das System so ausgefeilt, dass die Anlage drei Stunden lang ausfallen könne, ohne das etwas passiert – „wenn zum Beispiel zu viel Schmelzwasser nach einer Frostperiode anfällt“, erklärt Sebastian Beetz. Solche Vorfällen seien aber äußerst selten.Eine zweite und dritte Ausbaustufe der Kläranlage könnte umgesetzt werden, wenn die Gemeinde Hornstorf weiter wächst. „Es wäre möglich, auf dem Gelände einen weiteren Speicher zu bauen“, sagt Sebastian Beetz vom Zweckverband. Das könne aber entschieden werden, wenn es soweit ist.

Michaela Krohn

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