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Für Einfallsreichtum belohnt

Wismar Für Einfallsreichtum belohnt

„Nur mit guten Noten bekommen wir Designer keinen Job.Stephan Löwe, dritter Preisträger

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Dank unzähliger Berechnungen bin ich auf die beste Lösung gestoßen für die Schiffspropellernabe. Nun will Schottel das auch umsetzen. Shannon Mesing, erste Preisträgerin

Wismar. . Ihre ersten Gitarren haben sie zersägt, die Design- und Mechatronikstudenten Stephan Löwe und Niklas Läsche. Sie wollten die Bühne rocken – frei und ohne am Effektpedal zu kleben. Also sägten sie ein Loch in den Gitarrenkorpus, platzierten Knöpfchen, koppelten die mit dem Pedal und brüteten weiter über ihrer Idee, Gitarristen die Freiheit zu bringen. Als sie am Mittwochabend im Foyer der Hochschule ihre Erfindung erklärten und vorführten, blieb die Gitarre heil. Statt eines Lochs nutzen die beiden nun nämlich den sogenannten Pickguard – das Stück Plastik unter den Saiten auf dem Korpus, das den Lack vor Kratzern durch ein Plektrum schützt. Mit Hard- und Software gespickt, lassen sich Soundeffekte für die Gitarre nun von dort überall auf der Bühne aktivieren, auch deren Tempo, Rhythmus und Lautstärke ist über den Touchcontroller zu regeln. Nach einem Duett mit dem Bassisten also muss der Gitarrist nicht zurück ans andere Ende der Bühne, um beim nächsten Song den richtigen Effekt einzuspeisen. „Das Ganze ist aus reinem Eigenbedarf entstanden“, sagt Niklas Läsche. Ende des Jahres soll der Prototyp fertig sein, dann werden sie das Patent anmelden. Mit Glück erhalten die beiden ein Gründerstipendium, und dann soll der Touchcontroller weiterentwickelt werden – finanziert mithilfe von Crowdfunding. 500 Euro gab es dafür schon mal zusammen mit dem Innovationspreis.

 

OZ-Bild

Die Auszeichnung ist eine große Ehre. Ich hoffe, dass damit die Zukunft von Vogels Warte gesichert ist und die Prerower dort gemeinsam Zeit verbringen. Anja Gaedcke, zweite Preisträgerin

Quelle:

Über 1250 Euro konnte sich Shannon Mesing freuen. Die Maschinenbaustudentin hat im Auftrag der Firma Schottel unzählige mathematische Gleichungen in Tabellen und Diagrammen verglichen, um am Ende diejenige zu finden, die eine Schiffspropellernabe so effektiv und so wirtschaftlich wie möglich macht. „Das war wie bei Aschenputtel“, erzählt die 25-Jährige. „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“ Shannon Mesings Arbeit könnte nun Grundlage für eine neue Schiffspropellergeneration wird.

Mit der ehemaligen Sommerresidenz des Berliner Gerichtsadministrators Vogel im Ostseebad Prerow beschäftigte sich Anja Gaedcke in ihrer Bachelorarbeit. Das 1910 erbaute Wohnhaus mit dem markanten Burgturm steht lange schon leer. Für ihre Idee, die Menschen der Gemeinde über eine Rum-Destillerie an diesem Ort zusammenzubringen, erhielt Gaedcke 750 Euro.

20 Jahre Innovationspreis

Der Innovationspreis an der Hochschule Wismar wird jährlich vergeben. Ausgelobt vom Förderkreis der Hochschule, soll er hervorragende Leistungen von Studierenden und Absolventen aller Studiengänge fördern und würdigen. Darüber hinaus soll durch eine Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft auch die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern vorangetrieben werden. Kriterien für die Teilnahme sind deshalb die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Technologie orientierten Einrichtungen oder eine potenzielle Verwertbarkeit für die Wirtschaft. In diesem Jahr sind acht Arbeiten eingereicht worden, die diesen Kriterien entsprechen. Die Jury bestand aus dem Vorstand des Förderkreises. Die Preissumme von 2500 Euro wird von der Hansestadt Wismar und der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest gestiftet.

Nicole Buchmann

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