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Wismar Gabriele Richter bleibt Bürgermeisterin
Mecklenburg Wismar Gabriele Richter bleibt Bürgermeisterin
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19:56 04.11.2018
Gabriele Richter bleibt für weitere sieben Jahre Poels Bürgermeisterin. Quelle: Michaela Krohn
Kirchdorf

Aufatmen bei Gabriele Richter: Die 51-Jährige Parteilose hat die Bürgermeister-Wahl auf der Insel Poel für sich entschieden und bleibt für weitere sieben Jahre hauptamtliche Chefin der Insel-Verwaltung. Mit 62,21 Prozent der Stimmen hat sie sich sich gegen ihre Konkurrentin Aenne Möller (SPD) durchsetzen können. Die Mehrheit der Poeler hat so der bisherigen Amtsinhaberin ihr Vertrauen ausgesprochen.

Maik Triebess und Elisabeth Hinz kippen die Stimmzettel aus der Wahlurne. Gemeinsam mit anderen Helfern haben sie die Stimmen ausgezählt. Quelle: Michaela Krohn

Bis kurz vor 18 Uhr kamen noch letzten Wähler in das Wahllokal, um ihre Stimme abzugeben. Und es war kurz nach 19 Uhr, als Gemeindewahlleiterin Anja Kruse das vorläufige amtliche Endergebnis im einzigen Wahllokal der Insel in Kirchdorf verkündete: 62,21 Prozent der Wähler haben für Gabriele Richter gestimmt, 37,79 für Aenne Möller. „Die Wahlbeteiligung lag bei 63 Prozent, das ist etwas mehr als bei der letzten Wahl“, sagt Gemeindewahlleiterin Anja Kruse.

702 gültige Stimmen haben die Poeler am Wahlsonntag direkt im Wahllokal für Gabriele Richter abgegeben. Aenne Möller bekam 412 Stimmen. Hinzu kamen die Stimmen per Briefwahl. Einige wenige Wähler waren zur Verkündung des Ergebnisses am Abend noch einmal ins Wahllokal gekommen. 2210 von rund 2490 Insulanern waren wahlberechtigt. Letztendlich wurden 1384 gültige Stimmen abgegeben.

Zufrieden mit dem Wahlergebnis

Gabriele Richter scheint sichtlich erleichtert. Zwar habe sie auch vor dem Wahlsonntag ein gutes Gefühl gehabt. Doch letztendlich entscheidet der Wähler. „Ich freue mich über das Wahlergebnis und bin zufrieden damit“, sagte sie kurz nach der Bekanntgabe, als sie am späteren Abend noch einmal in das Gemeindezentrum kam, um ihren Mitarbeitern für Unterstützung zu danken. Dafür gab es herzliche Umarmungen, große Freude und auch einen Schluck Sekt zur gewonnen Wahl. „Ich will eigentlich mit so viel Freude und Vollgas weitermachen wie bisher“, sagt die Gewinnerin. Den Wahltag habe sie zuvor wie fast jeden Sonntag verbracht. „Ich war eine Runde laufen und habe versucht, mich ein bisschen abzulenken.“

Immerhin: Bei der letzten Wahl konnte die dreifache Mutter 65,67 Prozent der Stimmen, das waren 880 Kreuze für die heute 51-Jährige, in der Stichwahl gegen die damalige Amtsinhaberin Brigitte Schönfeldt für sich gewinnen. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 59,3 Prozent. Zuvor waren insgesamt vier Kandidaten angetreten. Im ersten Wahlgang konnte allerdings keiner die absolute Mehrheit erreichen.

Bei dieser Wahl gab es nur eine Gegenkandidatin: Die Sozialdemokratin Aenne Möller musste sich geschlagen geben. Die 30-jährige Poelerin fieberte mit Helfern und Freunden dem Wahlergebnis im Restaurant Bensons entgegen und kam später auch noch ins Gemeindezentrum. „Ich habe aus dem Nichts 37 Prozent geholt. Mir geht’s gut und mir fällt ein riesen Stein vom Herzen“, sagte sich nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Sie freue sich trotz der Niederlage und wolle nicht aufhören, Politik zu machen.

Projekte nach der Wahl

Gabriele Richter indes freut sich, ihre bisherige Politik fortführen zu können. Nach der gewonnen Wahl will sie sich weiterhin für ein betreutes, altersgerechtes Wohnen auf der Insel stark machen und dazu mit einer Arbeitsgruppe weitere Gespräche führen. Auch marode Straßen und Gehwege will sie sanieren lassen. Ein Aussichtsturm soll entstehen. Das Projekt „Haus des Gastes“ kann in die finale Phase gehen. Beim Thema „Hotel in Timmendorf“, bei dem sich zwei Lager – Befürworter und Gegner – auf der Insel gebildet haben, lässt Gabriele Richter zumindest Gedankenspiele zu und könne sich durchaus eine kleine Hotelanlage vorstellen.

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Michaela Krohn

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