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Wismar Gartenabfall-Entsorgung soll doppelt so teuer werden
Mecklenburg Wismar Gartenabfall-Entsorgung soll doppelt so teuer werden
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00:01 29.11.2017
Auf dem Abfallwirtschaftshof in Wismar-Müggenburg landen Grünschnitt und Gartenabfälle – in diesem Jahr mehr als in den vergangenen Jahren. Nutzer sollen stärker zur Kasse gebeten werden. Quelle: Foto: Michaela Krohn
Wismar

Mehr Service, aber auch höhere Gebühren beim Entsorgen von kompostierbaren Gartenabfällen auf dem Abfallwirtschaftshof in Müggenburg – ab dem neuen Jahr sollen diese Änderungen gelten. Mussten Kleingärtner und Eigenheimbesitzer bisher für den halben Kubikmeter 1,50 Euro bezahlen, sollen es nach dem Vorschlag der Verwaltung künftig drei Euro sein. Die Wismarer Bürgerschaft soll die Änderungen auf der Sitzung am morgigen Donnerstag (Beginn 17 Uhr im Rathaus) beschließen.

Biotonne wird künftig bis Ende November wöchentlich geleert

Für die höheren Gebühren führt die Verwaltung als Begründung stark steigende Mengen an Grün- und Strauchschnitt an. Ursprünglich war der städtische Entsorgungsbetrieb nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass die angelieferten Mengen vollständig kompostiert werden können und „daher die Leistung zu sehr günstigen Konditionen erbracht werden kann“.

Doch 2017 habe sich ein anderes Bild gezeigt. 3200 Tonnen sind im ersten Halbjahr angefallen, bis Jahresende wird mit etwa 6000 Tonnen gerechnet. Im letzten Jahr waren es rund 4000, im Jahr 2015 rund 2600 Tonnen. Marco Trunk, Sprecher der Stadt: „Zum einen wächst durch die klimatischen Bedingungen mehr. Zum anderen sind durch Unwetter Bäume in Mitleidenschaft gezogen worden und viele Äste abgebrochen. Zudem ist der Bedarf an Schnitt beispielsweise in Wohngebieten wie der Gartenstadt mit viel Grün immer mal wieder hoch, wenn Hecken von Zeit zu Zeit grundlegend heruntergeschnitten werden müssen.“

In Müggenburg können 2000 bis 2500 Tonnen Grünschnitt kompostiert werden. Daher müsse nach neuen Entsorgungswegen gesucht werden. Durch eine Ausschreibung seien unterschiedliche Unternehmen abgefragt worden.

„Die hieraus entstehenden Mehrkosten wirken sich auf die Gebühren aus“, so die Verwaltung. Werkleiter Udo Wäsch sagt, dass sich die Gebührensätze bei den kompostierbaren Gartenabfällen gemäß der Kalkulation nahezu vervierfachen. Vorgeschlagen wird, die Erhöhung nicht im vollen Umfang wirksam werden zu lassen, „sondern nur zur Hälfte“. Damit wolle der städtische Entsorgungsbetrieb das Verbrennungsverbot für pflanzliche Abfälle in der Stadt unterstützen.

Sorge, dass durch die steigenden Gebühren mehr Grünschnitt illegal entsorgt oder trotz des Verbots in Wismar verbrennt wird, hat die Stadt offenbar nicht. „Nein, da die Erhöhung um 1,50 Euro vergleichsweise gering ist“, so Stadtsprecher Marco Trunk. Gespräche mit dem Kleingartenverband der Hansestadt gab es im Vorfeld nicht.

Für Kleingärtner und Eigenheimbesitzer bedeutet das: Für kompostierbare Gartenabfälle sind ab dem neuen Jahr je angefangenen halben Kubikmeter (Höchstmenge laut Satzung 1 m3) drei Euro statt bisher 1,50 Euro fällig. In den Monaten März und Oktober beträgt die Gebühr zwei statt einen Euro. Bei größeren Mengen ist neu, dass kompostierbare Gartenabfälle je 1000 Kilogramm 64 Euro kosten, derzeit sind es 32 Euro. Beim Kompostsack soll die bisherige Gebühr nicht angehoben werden.

Positiv ist, dass die Biotonne künftig bis Ende November wöchentlich geleert wird. Regulär galt dies bisher bis Ende Oktober. In den letzten Jahren wurde aufgrund der Witterung bereits der wöchentliche Entsorgungsrhythmus der Biotonne jeweils bis Ende November verlängert, um noch anfallenden Grünschnitt und Laub zeitnah abzuholen. Vom 1. Dezember bis Ende Februar wird die Tonne 14-tägig geleert. Dann beginnt wieder der wöchentliche Rhythmus.

Heiko Hoffmann

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