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Gaucks letzter Besuch als Bundespräsident abgesagt

Wismar/Berlin Gaucks letzter Besuch als Bundespräsident abgesagt

Joachim Gauck (77) wollte ein letztes Mal als Staatsoberhaupt nach Wismar kommen. Doch krankheitsbedingt ist sein Besuch der Welterbestadt nun abgesagt worden.

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Bundespräsident Joachim Gauck steht auf einem Balkon. Sein Besuch in Wismar wurde ab Sonntag abgesagt.

Quelle: Wolfgang Kumm

Wismar/Berlin. Alles war vorbereitet, die Vorfreude groß. Doch nun hat Bundespräsident Joachim Gauck seinen Besuch am Montag in Wismar wegen einer Krankheit abgesagt. Gauck wollte seine Abschiedsreise in der Hansestadt beginnen, geplant war unter anderem eine Stadtführung, ein Gespräch mit Jugendlichen und eine Werksführung bei Egger.

„Ich bedauere das sehr und bin enttäuscht“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). „Doch der Gund ist akzeptabel. Das ist höhere Gewalt.“

Ob Gauck seine weiteren Termine in Stralsund und Greifswald wahrnehmen kann, ist noch nicht bekannt.

Obwohl der Lebensmittelpunkt von Gauck seit mehr als zwei Jahrzehnten in Berlin liegt, hängt das Herz des scheidenden Bundespräsidenten noch immer an seiner alten Heimat Mecklenburg-Vorpommern. Entspannung sucht der heute 77-Jährige privat im Ostseebad Wustrow, wo die Großmutter der Familie ein Reetdach-Haus am Deich hinterließ.

Dass Gauck beide Landesteile, Mecklenburg und Vorpommern, besuchen wollte, dürfte alles andere als Zufall sein. Auch Gauck ist es nicht verborgen geblieben, dass sich Menschen im Landesosten von der Politik vielfach vernachlässigt fühlen. Die Landtagswahl im vorigen September mit großen Stimmengewinnen für die vielfach mit populistischen Forderungen auftretenden AfD legte davon Zeugnis ab.

OZ

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