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Wismar Gefunkt hat es auf der Insel Poel
Mecklenburg Wismar Gefunkt hat es auf der Insel Poel
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00:00 30.08.2018
Wismar

15 Minuten Gymnastik am Morgen, ein gutes Miteinander, Spaziergänge an der frischen Ostseeluft, Familienleben und Reisen – Johanna und Harry Holtz haben einige Erfolgsrezepte für eine lange und glückliche Ehe. Heute feiern die beiden Wismarer ihre diamantene Hochzeit (60 Jahre) in der Klützer Mühle. Die nächste Reise nach Trassenheide auf der Insel Usedom ist schon geplant.

Die Wismarer Johanna und Harry Holtz in ihrem heimischen Garten. Quelle: Foto: Heiko Hoffmann

Gefunkt hat es zwischen dem Wismarer und der Jenaerin auf der Insel Poel. Beide waren 1956 als Betreuer im Ferienlager in Timmendorf. Johanna hatte damals ihr Studium gerade beendet, Harry war Schiffsschlosser auf der Werft und kümmerte sich um die sportliche Animation der Kinder. „Das hat sich dann so ergeben“, sagt der heute 83-Jährige. Baden gehen in der Ostsee, tanzen, erzählen, abends saßen die Betreuer gesellig zusammen.

Johanna, heute 82, musste nach ihrem Lehrerstudium und den drei Wochen auf Poel nach Glauchau (Sachsen). Doch schon 1957 war sie in Ostseenähe als Lehrerin in Hohenkirchen tätig. 1958 war dann ein besonders gutes Jahr. Ende August wurde in Schwerin geheiratet, Johanna Holtz unterrichtete an der Polytechnischen Oberschule Gerhart Hauptmann bis 1991 in Wismar. Vor allem Deutsch, einige Jahre auch Russisch.

Harry Holtz war bis 1959 auf der Werft tätig. Dann startete er noch einmal neu durch. In Güstrow absolvierte er sein Lehrerstudium für Physik, Werken und Astronomie. Der frühere Fußballer von Einheit Wismar hat an der Karl-Marx-Schule, der Turnplatzschule (damals DSF-Schule) und sieben Jahre bis 1997 am Geschwister-Scholl-Gymnasium unterrichtet. Der Lebensmittelpunkt des diamantenen Paares ist die Ecke Salzhaff/Burgwall in Wismar. Harry ist dort groß geworden, dort lebt das Paar seit vielen Jahren. Sohn Ronald und Ehefrau Ines und ein Enkelkind wohnen ebenfalls in dem Haus. „Das hält auch jung“, lacht der 83-Jährige, der viele Erinnerungen aus seiner Kindheit an seine zwei Kinder, vier Enkel und seinen Urenkel – in Kürze folgt Urenkel Nummer zwei – weitergeben kann. Bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg hat sich die Familie vom Salzhaff in Richtung Wendorf in Sicherheit gebracht, von den Zerstörungen des Gotischen Viertels hat der Jubilar viel mitbekommen. Der Wiederaufbau von St. Georgen ist auch für ihn ein Wunder. Für Johanna Holtz ist Wismar „schnell zur Heimat geworden“. Gemeinsam unternehmen sie gerne Spaziergänge an der Ostsee zwischen Groß

Schwansee, Wohlenberger Wiek, der Insel Poel, Rerik und Kühlungsborn. „Wir waren und sind immer gerne in der Natur unterwegs, ob an der Ostsee, im Thüringer Wald, im Erzgebirge oder anderswo“, sagt Johanna Holtz. Ihr gutes Miteinander wollen die beiden rüstigen Rentner noch möglichst viele Jahre pflegen. Dafür und für die heutige Feier wünscht die OZ alles Gute.

Heiko Hoffmann

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