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Geld für gelungenes Netzwerk

Bad Kleinen Geld für gelungenes Netzwerk

Sozialministerin Drese überreicht in Bad Kleinen 64000 Euro Fördermittel an „Frühe Hilfen“

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Anna Olschewski (r.), Kreiskoordinatorin im Netzwerk „Frühe Hilfen“, zeigt Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) im Beisein von Bad Kleinens Bürgermeister Joachim Wölm (Die Linke) eine Art Erste-Hilfe-Beutel für junge Eltern. Die Ministerin überbrachte 64000 Euro Fördermittel.

Bad Kleinen. Die 64224 Euro vom Land kommen dem Netzwerk „Frühe Hilfen“ in Nordwestmecklenburg sehr gelegen. „Wir freuen uns, damit unsere Unterstützung für Familien längerfristig sichern zu können“, sagte Anna Olschewski, Koordinatorin in der Kreisverwaltung, bei dem Treffen mit Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) in Bad Kleinen.

OZ-Bild

Sozialministerin Drese überreicht in Bad Kleinen 64000 Euro Fördermittel an „Frühe Hilfen“

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Das Elterncafé „Mama’s Rockzipfel“ hatte die Ministerin auf Vorschlag der Kreisverwaltung als Übergabeort des Fördermittelbescheids gewählt, „weil ich das Café für eine tolle Idee halte und mir das Projekt anschauen wollte“. In der Tat sei Bad Kleinen nicht nur eine prosperierende, sondern auch eine sehr aktive Gemeinde, erklärte Karla Krüger (SPD). Das gelte besonders für den sozialen Bereich, so die stellvertretende Landrätin und Leiterin des Fachdienstes Jugend, Soziales, Bildung und Gesundheit. Und Beate Dellin, zuständig für das Sachgebiet Jugend, bestätigte: „Der Arbeitslosenverband Bad Kleinen war einer der ersten, der sich am Netzwerk ,Frühe Hilfen’ beteiligt hat.“

Ihr habe schon der Name, „Mama’s Rockzipfel“, gefallen, sagte Stefanie Drese, die selbst zwei Kinder hat. Annett Lehmkuhl, Leiterin der Kita „Uns’ Flinkfläuter“ und Initiatorin des Elterncafés: „Wir verstehen uns als Türöffner. Neu zugezogene Eltern kennen die richtigen Ansprechpartner oft nicht.“ Sie hätten aber Scheu und Bedenken, sich ans Jugendamt zu wenden. „Im Elterncafé gibt es diese Hemmschwelle nicht“, erklärte Annett Lehmkuhl. Dort könnten die Eltern einfach reinschnuppern, sich mit anderen Eltern austauschen und bekämen zudem Informationen. „Das Ziel war von Anfang an, dass sich aus den Eltern eine Gruppe bildet, wo sich alle untereinander helfen und uns dann gar nicht mehr brauchen“, sagte Beate Dellin. Zuvor sei das Elterncafé jedoch eine Hilfe, das Klientel, das die Unterstützung des Jugendamtes benötigt, überhaupt zu erreichen.

„An den zwei Tagen, die das Elterncafé geöffnet ist, wird es gut angenommen“, sagte Bürgermeister Joachim Wölm (Die Linke). Er ist selbst Mitglied im Arbeitslosenverband seiner Gemeinde „und stolz, dass wir einer der Kooperationspartner im Netzwerk ,Frühe Hilfen’ sind“.

Lea Aileen Künz (13) und Julia Mannerow (12) hatten im Elterncafé noch eine Hausaufgabe zu erledigen: Für den Schulkursus „Regionalfernsehen Bad Kleinen“ sollten die Schülerinnen der Regionalen Schule die Ministerin interviewen. Julia an der Kamera, Lea Aileen am Mikrofon. Freundlich beantwortete Stefanie Drese die Fragen, erklärte ihre Aufgaben und warum sie nach Bad Kleinen gekommen war.

Die beiden Schülerinnen hatten sich für den Kursus entschieden, „einfach, weil wir es einmal ausprobieren wollten“, sagte Lea Aileen. Seit einem halben Jahr sind sie dabei. „Das war das erste Mal, dass ich mit einer Ministerin gesprochen habe, das war schon ziemlich aufregend“, sagte die 13-Jährige nach dem Interview.

Die Initiative

Die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ startete 2012. Sie soll Kindern in Deutschland eine faire Chance auf eine gesunde Entwicklung geben.

Die Angebote reichen von Willkommensbesuchen über Elternkurse, Informationsmaterial, Beratungsangebote bis zu Hilfen bei der Erziehung, insbesondere bei Familien, die sich überfordert fühlen oder in einer schwierigen Lebenssituation sind.

Mecklenburg-Vorpommern erhält vom Bund jährlich etwa 1,16 Millionen Euro für Projekte und Angebote wie Eltern-Cafés, Eltern-Kind-Gruppen, Elternkurse, Willkommensbesuchsdienste für Neugeborene und Informationsdienste.

In Nordwestmecklenburg werden derzeit vier Projekte durch das Netzwerk „Frühe Hilfen“ gefördert: das Elterncafé „Mama’s Rockzipfel“ in Bad Kleinen, das Betreuungsangebot „Zeiträume“ für Familien mit Kindern von ein bis drei Jahren. die Paarberatung „Eltern-Ge(h)zeiten“ und die Frühchengruppe „Kleines Wunder“.

Die Koordinatorin in der Kreisverwaltung des Landkreises, Anna Olschewski, ist telefonisch unter 03841/3040-5168 und per Mail unter A.Olschewski@nordwestmecklenburg.de zu erreichen.

Sylvia Kartheuser

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