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Gemeinde schafft Platz für mehr Häuser

Blowatz Gemeinde schafft Platz für mehr Häuser

Große Grundstücke an der Hauptstraße in Blowatz sollen auch im hinteren Bereich bebaut werden können / Auch Ferienwohnungen möglich

Blowatz. Die Grundstücke an der Hauptstraße in Blowatz sind sehr groß. So groß, dass im hinteren Bereich noch ein Haus stehen könnte. Das gilt vor allem für die Grundstücke der Hausnummern 4 bis 14. Für sie lässt die Gemeinde einen neuen Bebauungsplan aufstellen, der Bauen auf dem hinteren Grundstücksteil ermöglicht. Einstimmig haben die Gemeindevertreter die Auslegung des Entwurfs von Planer Claus Müller beschlossen.

„Zuwächse in der Gemeinde sollen laut Raumordnung vor allem im Hauptort erfolgen. Dieser B-Plan trägt dem Rechnung“, sagte Bürgermeister Tino Schomann (CDU). Der Plan ermögliche, dass Anbauten an vorhandene Gebäude erfolgen, bestehende Scheunen oder Ställe ausgebaut oder auch ganz neue Häuser hinter dem Haupthaus gebaut werden könnten, erklärte Claus Müller vom Büro für Architektur und Bauleitplanung aus Wismar. „Der Bestand an vorhandenen Wohngebäuden bleibt unangetastet“, versicherte Claus Müller. Daher auch die Vorgabe, dass die neue Bebauung immer kleiner und niedriger sein muss, als die an der Straße.

„Wir haben sehr intensiv geschaut, was an der Hauptstraße an Bebauung vorhanden ist“, sagte der Planer. Schließlich solle die dörfliche Struktur nur erweitert und kein neues Baugebiet ausgewiesen werden. Um Wildwuchs zu vermeiden, solle das Bauen durchaus beschränkt werden, so Müller. Die hinteren Häuser dürfen nur eingeschossig sein, dürfen aber, anders als die Haupthäuser, an der Straße, Pult- oder Flachdächer haben. Da Blowatz als Entwicklungsraum für Fremdenverkehr gilt, darf in den Neu- oder Anbauten neben einer festen Wohnung eine Ferienwohnung eingerichtet werden.

Auf die Gemeinde kämen keine Erschließungskosten zu, weil die Grundstücke bereits erschlossen seien. Sollte ein Grundstücksbesitzer im hinteren Bereich bauen wollen, müsse er die Kosten tragen. Es werde auch keine neue Infrastruktur entstehen, versicherte Claus Müller. Konflikte durch die Nutzung der Anlieger seien nicht zu erwarten.

Frank Scholz, Vorsitzender des Bauausschusses bestätigte: „Wir hatten die betroffenen Anwohner eingeladen und sind auf großes Verständnis gestoßen.“ Daher würden die Mitglieder des Bauausschusses den Gemeindevertretern die Zustimmung zum B-Plan empfehlen. Was sie ja auch taten.

„Was ich schon gehört habe, ist, dass einige Hausbesitzer Angst haben, dass sie jetzt bauen müssen“, sagte Tino Schomann und beruhigte sie. Der neue B-Plan sei lediglich ein Angebot an jene, die ihr großes Grundstück stärker nutzen möchten. „Es wird aber keiner gezwungen zu bauen. Wenn einer nicht will, bleibt die Bebauung eben so, wie sie ist.“

sk

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