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Generationswechsel im Jugendzentrum

Grevesmühlen Generationswechsel im Jugendzentrum

Sozialarbeiterinnen berichten vor Grevesmühlener Kulturausschuss

Grevesmühlen. Im Jugendzentrum (JuZ) der Stadt Grevesmühlen hat sich mit dem Umzug in den im Juni neu eröffneten Bürgerbahnhof offenbar ein Generationswechsel vollzogen.

 

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„„Der Bahnhof ist den Jugendlichen einfach zu chic und zu weit von der Bürgerwiese und ihrem Treff- punkt an den drei Eichen entfernt.“Doris Lobatz, Schulsozialarbeiterin

Elke Reichenberg, Sozial- und Schulsozialarbeiterin vom Verein für Jugendeinrichtungen, berichtete am Dienstagabend vor dem Kultur- und Sozialausschuss der Stadt – der im Bürgerbahnhof seine Sitzung abhielt: „Wir verzeichnen einen gravierenden Alterswechsel. Es kommt jetzt, anders als früher, überwiegend jüngeres Publikum, Kinder im Alter zwischen 8 und 12.“ Neu wäre auch, so Reichenberg weiter, dass manche Eltern von Kindern gerne mitkämen und die neuen Räumlichkeiten des Jugendzentrums ausdrücklich begrüßen würden.

Große Schwierigkeiten hingegen, das neue Jugendzentrum anzunehmen, haben ganz offenbar die Jugendlichen in Grevesmühlen. Doris Lobatz, Schulsozialarbeiterin der Stadt, bestätigte: „Von den 30 bis 40 Jugendlichen, die zuvor im Jugendzentrum an der Bürgerwiese regelmäßig erschienen, kommen vielleicht, wenn es hoch kommt, noch fünf vorbei.“ Dem Rest, so Lobatz weiter, sei der neue Club „einfach zu chic und zu viel Bahnhof“. Es seien zwar alle Jugendlichen mindestens einmal erschienen, um sich die Räumlichkeiten anzusehen, „aber es ist einfach nicht ihr Club“. Der Bürgerbahnhof sei den Jugendlichen zum einen zu weit von der Bürgerwiese und dem schon immer bei der Jugend beliebten Treffpunkt „an den drei Eichen“ dort entfernt – zum anderen auch viel zu öffentlich. „Der Bahnhof ist ein Ort, an dem ihre Eltern und andere Verwandte mit dem Zug ankommen oder von hier aus zur Arbeit fahren“, erklärte Lobatz, „das gefällt den Jugendlichen nicht.“ Bürgermeister Lars Prahler sprach davon, dass es „einfach noch ein bisschen mehr Zeit braucht, um vielleicht auch die Jugendlichen von dem neuen Standort zu überzeugen“. Elke Reichenberg stellte dem Ausschuss kommende Projekte des JuZ vor. Am 11. November, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, findet im Jugendzentrum ein Technik-Tausch-Tag statt. „Kinder und Jugendliche können mit ihren CDs, DVDs, Spielen und Büchern kommen, die sie nicht mehr brauchen“, erklärte Elke Reichenberg den Ausschussmitgliedern, „und sie untereinander tauschen.“ Um Verkauf geht es dabei ausdrücklich nicht. Das Café „Kaffeebrenner“ ist in dieser Zeit ebenfalls geöffnet – und ein Rundgang im Bürgerbahnhof ist zu diesem Anlass auch möglich.

Weiterhin werden im JuZ verschiedene Thementage angeboten. Heute zum Beispiel, ab 14.30 Uhr, kann dort Rommeé, Skat und Poker erlernt und gespielt werden. Am 18. Oktober, ab 15 Uhr, wird im JuZ gebastelt. Immerhin ist Weihnachten nicht mehr wirklich weit. Und da im Jugendzentrum die Materialien zum Basteln kostenlos angeboten werden – ist es eine gute Gelegenheit für kleinere oder auch größere Kids, schon mal ein Weihnachtsgeschenk in Angriff zu nehmen. Auch in der Oktoberferienwoche (siehe Infokasten) sind einige Veranstaltungen im Bürgerbahnhof geplant.

Jugendzentrum

Oktoberferien:

Mo, 23. 10. und Do, 26. 10. ab 10 Uhr: Drachen basteln; Die, 24. 10. und Mi, 25. 10 von 9.30 - 11.30 Uhr: Spiele für viele in der Sporthalle am Ploggensee; Frei, 27. 10. um 9.30 Uhr Herbstwanderung mit Überraschungen, Treffpunkt Bürgerbahnhof.

Fotowettbewerb zum Thema: Jung in Grevesmühlen – alle Formate von klein bis ganz groß sind erlaubt, Abgabeschluss: 3. November. Die Fotos werden bis zum 26. November im Foyer des Grevesmühlener Bürgerbahnhofs ausgestellt. Gewinner werden durch Stimmabgabe der Besucher ermittelt.

Annett Meinke

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