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Wismar Gerhart-Hauptmann-Gymnasium behält Berufswahlsiegel
Mecklenburg Wismar Gerhart-Hauptmann-Gymnasium behält Berufswahlsiegel
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00:05 22.03.2016
Die Jurymitglieder (v. l.) Kathrin Sass (NDR), Kerstin Fischer (Egger Werk) und Sabine Schickel (Institut für Qualitätsentwicklung) im Raum der Schülerfirma „schoolfashion“ am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium.

„Seit vielen Jahren wird am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar eine hervorragende Arbeit im Bereich der Berufs- und Studienorientierung geleistet.“ Das stellte die Jury während der Rezertifizierung des Berufswahlsiegels fest. Sie bescheinigte dem GHG eine weitere Qualitätssteigerung seit 2013 und vergab das begehrte Siegel für weitere fünf Jahre. Zur Jury gehören Vertreter der Bildungswerkstatt Schwerin, der Egger Holzwerkstoffe Wismar, des Bildungswerkes der Wirtschaft MV, des Instituts für Qualitätsentwicklung und vom NDR.

Im Vorfeld hatte die Jury umfangreiche Unterlagen zum Berufswahlkonzept und zu Schwerpunkten der Berufs- und Studienorientierung am GHG studiert. Auf dieser Grundlage fand ein zweieinhalbstündiges Audit — eine Präsentation mit anschließender Fragerunde — statt. Die stellvertretende Schulleiterin Bärbel Madeia und Ines Rittemann als Kontaktlehrerin Berufsorientierung erläuterten das Schulprofil und gingen auf die vielen jahrgangs- und auch schulübergreifenden Aktivitäten, Projekte und Wettbewerbe ein.

Das Schulprofil am GHG ist geprägt vom MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und vom Bereich Wirtschaft. Zum Gesamtkonzept gehört zudem ein umfangreiches Ganztagsangebot für alle Schüler. Darüber hinaus gibt es als MINT-Angebote die „Nacht der Wissenschaften“ für Grundschüler, die AG „Robotik“ ab Klasse 5, die Formel 1 in der Schule für Acht- und Neuntklässler, die Junioringenieurakademie als Wahlpflichtunterricht in Klasse 9/10 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wismar und dem Phantechnikum, eine AG „Mathematik“, in der leistungsstarke Schüler der Klassen 7 bis 11 gefördert werden, sowie das MINT-Zertifikat für Abiturienten.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen auf Landesebene würden von dem sehr hohen Niveau der geleisteten Arbeit zeugen. Einen besonderen Stellenwert nimmt das MINT-Zertifikat ein, das vom MINT-EC deutschlandweit vergeben wird. Im vorigen Jahr erlangten erstmalig zwölf Abiturienten dieses begehrte Zertifikat mit „besonderem Erfolg“ bzw. „mit Auszeichnung“. Das sei einmalig in Mecklenburg-Vorpommern und qualifiziere diese Schüler enorm für ihren Bewerbungsprozess, erläuterte Bärbel Madeia.

Der zweite Teil des Audits war dem Bereich Wirtschaft gewidmet. Am GHG gibt mit der „Oase“ und der „schoolfashion“ zwei Schülerfirmen sowie eine Jungunternehmerschule. Zudem wird Wirtschaftsenglisch in Klasse 10 angeboten. Die Berufsorientierung erfolgt mit einer Potenzialanalyse, Berufsfelderprobung und mit Praxistagen. Es gibt Studienfahrten und alternativ ein studienorientierendes Praktikum in Klasse 11.

Im Rahmen des Audits konnte sich auch die Schülerfirma „schoolfashion“ überzeugend präsentieren. Sie wurde 2015 als eine der zehn besten Schülerfirmen bundesweit prämiert und gewann mit ihrem Crowdfunding-Projekt „Der Laden“, mit dem sie 7000 Euro einwarb und erwirtschaftete, den IHK-Preis in MV. In der Jungunternehmerschule kommen Referenten ins GHG bzw. die Teilnehmer lernen regionale Unternehmen kennen. Am Ende des Kurses präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse öffentlich und erhalten Zertifikate.

Die Berufs- und Studienorientierung erfolge in vielen Projekten auch fächerübergreifend. Ines Rittemann hob besonders „Jugend debattiert“ hervor, in dem die Schüler ab Klasse 7 Argumentation und freies Reden trainieren. Im Bewerbungsprozess in den Klassenstufen 9 bis 11 erstellen die Schüler ihre Unterlagen in deutscher und englischer Sprache, führen simulierte Bewerbungsgespräche und können an einem Accessment Center (Gremium zur Bewerberauswahl) teilnehmen. Ferner schreiben alle in Klasse 10 eine Facharbeit.

Nicht zuletzt legten die beiden Pädagoginnen der Jury dar, dass am GHG auch die Eltern frühzeitig und umfassend in die Berufs- und Studienorientierung einbezogen werden.

OZ

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