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Gespräche sollen Streit zwischen den Tafeln schlichten

Grevesmühlen Gespräche sollen Streit zwischen den Tafeln schlichten

Zwischen den Standorten Grevesmühlen und Wismar hatte es in den letzten Wochen Ärger um Sammelstellen gegeben / Vorsitzender aus Sternberg fungiert als Vermittler

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Miteinander reden ist gut. Wir wollen Frieden.“Detlef Lohne, Wismarer Tafel

Grevesmühlen. /Wismar. Im Streit zwischen den Tafeln in Grevesmühlen und Wismar ist eine Schlichtung in Sicht: Demnächst soll es ein Gespräch mit beiden Seiten geben, bei dem sich über die Abläufe genauer verständigt wird. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen Jürgen Schulte, dem Vorsitzenden der Grevesmühlener Tafel, und Bruno Pischel, dem Vorsitzenden aus Sternberg, das vorgestern stattgefunden hat.

 

OZ-Bild

Jürgen Schulte (r.), Vorsitzender der Grevesmühlener Tafel, und Bruno Pischel, Amtskollege aus Sternberg.

Quelle: Daniel Heidmann

„Wir leisten auf Landesebene gute Arbeit. Nun gibt es Verwirrungen, weil nicht miteinander geredet wird“, sagte Bruno Pischel. Nachdem die Streitigkeiten Anfang Oktober bei einer Zusammenkunft der Tafeln Mecklenburg-Vorpommerns in Sternberg thematisiert wurde, hat sich der 75-Jährige als Vermittler zwischen Grevesmühlen und Wismar angeboten. „Der gesunde Menschenverstand hat mich losfahren lassen. Denn es kann nicht sein, dass Leute den Draht zueinander nicht finden“, so Pischel. Er warnt: „Wenn zwei sich streiten, schadet das in diesem Fall der guten Sache.“

Hintergrund des Treffens: Vor rund vier Wochen hatte sich Jürgen Schulte über die Sammelaktionen der Wismarer Kollegen echauffiert. Diese sind im gesamten Kreisgebiet unterwegs und sammeln dabei unter anderem auch in Dassow oder Schönberg Lebensmittel ein. Nach Schultes Meinung sollten diese Sammelstellen aber der Grevesmühlener Ausgabe zugutekommen, die auch eine Außenstelle in Schönberg betreibt. „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Tafeln nicht in den Gebieten der anderen Tafeln tätig werden“, meinte Schulte damals. Das betonte er beim vorgestrigen Treffen nochmals.

„Man muss sich mit den vorhandenen Märkten arrangieren. Es gibt keine rechtsverbindlichen Vorschriften“, entgegnete Bruno Pischel auf diese Aussagen. Die Tafel in Wismar hätte nach der Schließung der von der Awo betriebenen Tafel in Grevesmühlen die Lücke genutzt und die Sammelstellen angesteuert. „Nun ist Verständigung nötig“, sagte Pischel. Für ihn sind aber auch Dinge wie die vor Jahren durchgeführte Kreisgebietsreform ein Grund, warum die Zusammenarbeit an einigen Stellen hakt.

Wie es geht, zeigen die Grevesmühlener und Sternberger Tafel: „Wir holen seit Jahren Produkte aus Grevesmühlen oder Schönberg ab. Es hat nie Beschwerden gegeben“, betonte Pischel. Er schätze die Arbeit in Grevesmühlen, bei der der Grundsatz, dass Bedürftige sich selbst helfen, verwirklicht werde. Oftmals müsse man sich jedoch persönlich kennenlernen. Das soll zwischen Schulte und dem Wismarer Vorsitzenden Detlef Lohne demnächst passieren. Dann will der Vermittler beide an einen Tisch holen.

Vielleicht können sich beide Seiten dann auch über eine neue Zusammenarbeit mit einem Bäcker in Wismar einigen. „Herr Lohne hat es geschafft, die Bäckerei für seine Tafel zu gewinnen. Dort fällt so viel an Produkten ab, dass Wismar bereit wäre, Ware an Grevesmühlen abzugeben“, berichtete der Sternberger Vorsitzende.

„Dass wir miteinander reden, ist gut“, sagt Wismars Tafel-Chef Detlef Lohne. Bislang sei das nicht möglich gewesen. Nun solle wieder Frieden herrschen. Lohne erinnert sich noch gut daran, wie die Wismarer den Grevesmühlenern zur Seite gestanden haben, als sie nach dem Aus bei der Awo eine neue Tafel gründen wollten. „Da haben sie sich bei uns angesehen, wie wir das handhaben“, erzählt er.

Büromöbel hätten sie zur Verfügung gestellt. „Es wird Zeit, dass wir in der Region wieder zusammenstehen“, sagt Lohne.

Daniel Heidmann und Nicole Buchmann

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