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Wismar Gewerkschaften: Frauen werden ausgenutzt
Mecklenburg Wismar Gewerkschaften: Frauen werden ausgenutzt
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00:00 06.09.2013
Wismar

„Im Landkreis Nordwestmecklenburg haben Frauen die schlechteren und die schlechter bezahlten Jobs. Sie werden in Teilzeit- und Mini-Jobs gedrängt.“ Das stellen die Gewerkschaften ver.di sowie Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fest und berufen sich auf das Pestel-Institut aus Hannover. Nach dessen Angaben sind lediglich 39 Prozent aller Vollzeitstellen in Nordwestmecklenburg mit Frauen besetzt.

Ganz anders bei Teilzeit- und Mini-Jobs: Hier beträgt der Frauenanteil 71 Prozent. „Frauen machen rund 4600 Mini-Jobs im Landkreis. Gerade hier ist das Niedriglohn-Risiko am höchsten: Zwei von drei der Mini-Jobs werden mit weniger als 8,50 Euro pro Stunde bezahlt“, sagt Ute Evers.

Die Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Schwerin spricht von einer „Niedriglohn-Schicht“, die vom „fair bezahlten Arbeitsmarkt“ mehr und mehr abgekoppelt werde. „Gerade Frauen werden als billige Arbeitskräfte von Teilen der heimischen Wirtschaft regelrecht ausgenutzt.“

Gemeinsam mit ver.di übt die NGG heftige Kritik an der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Nordwestmecklenburg.

„Arbeitsplätze, von denen man leben kann, werden systematisch abgebaut. Mini-Jobber übernehmen die Arbeit von Vollzeitkräften“, so Dirk Himmelmann. Der Geschäftsführer der NGG-Region Lübeck belegt dies mit Zahlen vom Pestel-Institut, das ver.di und NGG damit beauftragt haben, die regionale Arbeitsmarktsituation zu beurteilen. Demnach hat die Zahl der Mini-Jobs in den letzten zehn Jahren um 74 Prozent zugenommen.

OZ

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