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Glänzender Lack, laute Motoren: 50 Oldtimer am Phantechnikum

Wismar Glänzender Lack, laute Motoren: 50 Oldtimer am Phantechnikum

Technikfreunde präsentierten an der Lübschen Burg in Wismar ihre zwei- und vierrädrigen Lieblinge und machten dann eine Ausfahrt zum Alten Hafen

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Vor dem Phantechnikum in Wismar gab es am Sonnabend Gelegenheit, zwei- und vierrädrige Oldtimer genauer unter die Lupe zu nehmen und mit Technikfreunden zu fachsimpeln. Fotos (7): Norbert Wiaterek

Wismar. Der Lack glänzt, die Motoren knattern, die Luft riecht nach Abgasen und Benzin: Am Sonnabend starteten Oldtimer-Besitzer in die neue Saison.

OZ-Bild

Technikfreunde präsentierten an der Lübschen Burg in Wismar ihre zwei- und vierrädrigen Lieblinge und machten dann eine Ausfahrt zum Alten Hafen

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Für das „Motoren anlassen“ am Phantechnikum in Wismar hatten Technikfreunde aus ganz Mecklenburg und angrenzenden Regionen 23 alte Autos, 21 Motorräder und Mopeds sowie sechs Lastkraftwagen angemeldet. „Klasse, dass wieder so viele gut gepflegte Fahrzeuge hier zu sehen sind und dass viele Besucher bei herrlichstem Frühlingswetter die Chance nutzen, sich die Raritäten anzuschauen“, sagte Museumschef Andrej Quade.

Das älteste Zweirad schob Dietrich Hartmann aus Rostock von einem Anhänger, ein Leicht-Motorrad SUT mit etwa zwei PS und Viertakt-Motor, 1922 in Charlottenburg gebaut. Viele Neugierige drängten sich auch um die Triumph BD 250 W. Das 75 Jahre alte Motorrad besitzt einen Zweitakt- Doppelkolbenmotor, 248 Kubikzentimeter. Ein Zweizylinder, aber mit nur einer Kerze“, erzählte Rolf Mahnke aus Neukloster. Sein Sohn Dirk (47) saß übrigens auf einer BMW R 35, Baujahr 1952. „Dies ist eine der letzten BMW-Motorräder aus der DDR, aus Eisenach“, so Rolf Mahnke stolz. Enkel Florian (24) lenkte eine MZ RT 125/3 von 1960.

Mit einer 1957 gebauten Touren-Awo inklusive Stoye-Beiwagen tuckerte Andreas Kuck (52) auf das Phantechnikum-Gelände. „Die Maschine habe ich vor mehr als zehn Jahren restauriert“, berichtete der Wismarer.

Auch Heinz Neubauer von der Insel Poel schraubt gerne. „Bei meinem 52 Jahre alten Wartburg 311 kann ich alles alleine machen. Mit Hammer und Meißel kommst du hier ein ganzes Ende weiter“, so der Schlosser lachend. „Nur beim Ausbau des Motors, um an das Getriebe zu kommen, brauchte ich etwas Hilfe.“

Vor dem Phantechnikum und während einer Ausfahrt durch die Stadt bis zum Alten Hafen waren viele weitere Fahrzeuge zu sehen. Auf Begeisterung stießen zum Beispiel ein Mercedes-Benz-Cabrio 280 SL aus dem Jahr 1978 mit 185 PS und ein 1984 in der Sowjetunion gefertigter Lada 2106.1 mit vier Zylindern. Torsten Henning aus Priort im Havelland — er hatte wohl die weiteste Anreise — präsentierte ein Schmuckstück, einen Audi 200 5T, Baujahr 1980, mit fünf Zylindern, 2,1 Litern Hubraum und 170 PS. „Ich konnte das Auto, das total verrostet war, 2006 im Raum Koblenz kaufen. Ich gehöre nicht zur Museumsfraktion, habe den Wagen deshalb nicht restauriert, sondern repariert“, plauderte der Brandenburger aus dem Nähkästchen.

In Trabis fuhren „Olli‘s Freunde“ aus Wismar und Gägelow sowie die „Trabant- & IFA-Freunde Kreis Hagenow“. Die Jungs von „Feuerwehr & Technik Metelsdorf“ zeigten sechs rote Einsatzfahrzeuge aus der DDR, darunter auch einen Barkas B1000 und ein Robur.

Viele Technik-Freunde nutzten die Gelegenheit, vor dem Museum an der Lübschen Burg und auch auf Parkplatz am Bürgerpark, wo ein Gebrauchtteilemarkt lockte, weitere Oldtimer anzuschauen und zu fachsimpeln. Ein Dosenspritzen mit den Blauröcken der Freiwilligen Feuerwehr Wismar-Altstadt gab es auf dem Phantechnikum-Hof. Dort zeigten Carsten Preuß und Eric Gonschorek vom Technischen Hilfswerk Wismar auch, wie ein kleiner Ball mit einem hydraulischen Rettungsspreizer von einem Ort zum anderen befördert werden kann.

Von Norbert Wiaterek

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