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Wismar Goetheschule muss in Container umziehen
Mecklenburg Wismar Goetheschule muss in Container umziehen
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00:01 27.09.2017
Zum Start ins neue Schuljahr hatten sich Schüler und Lehrer der Goethe-Gesamtschule zum Gruppenfoto versammelt. Voraussichtlich im Sommer 2018 erfolgt der Umzug zum Friedenshof. Quelle: Foto: Solvig Klingbiel
Wismar

Auf Schüler und Lehrer der Integrierten Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“ kommt einiges zu. Das Gebäude in der Wismarer Altstadt ist ein Sanierungsfall. Darum muss es für etwa zwei Jahre komplett leergezogen werden. Beginn der Arbeiten soll im Sommer 2018 sein, so Burghard Bohm, Fachdienstleiter für Bau und Gebäudemanagement des Landkreises Nordwestmecklenburg. Der Kreis ist Träger der Schule und somit für den baulichen Zustand verantwortlich. Die Sanierung kostet über zehn Millionen Euro.

Gebäude wird komplett saniert / Kosten: Mehr als zehn Millionen Euro

Standort am Friedenshof

Auf der Suche nach einer Ausweichmöglichkeit ist der Kreis in Abstimmung mit der Hansestadt auf den Friedenshof gekommen. Die Containerschule für 490 Schüler und 35 Lehrer soll auf dem nicht mehr genutzten Sportplatz zwischen der Erich-Weinert-Promenade und der Friedrich-Wolf-Straße errichtet werden. Dort gibt es auch die Turnhalle der Hochschule und die völlig unsanierte Turnhalle der Stadt.

Für die Container sind Kosten von mindestens 1,7 Millionen Euro im Gespräch. Diskutiert wird noch die Frage, ob Container gemietet oder gekauft werden. Denn der Landkreis hat auch die Sanierung des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums (GHG) in Wismar vor Augen, wie Burghard Bohm im Bauausschuss sagte.

Container auch für das GHG?

So lautet eine Variante, dass erst die Goetheschule saniert wird, im Anschluss das GHG. Auch dafür ist der Landkreis Schulträger. Und auch das GHG ist ein Sanierungsfall. Kosten von 10,6 Millionen Euro stehen im Raum. Bei einem Auszug könnte das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium ebenfalls die Container nutzen, so die Überlegung.

Die Arbeiten an der Goethe-Gesamtschule sollen eigentlich mit Beginn des Schuljahres 2018/19 anlaufen. „Das sehe ich sehr problematisch“, so Burghard Bohm im Bauausschuss. Denn die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude müssen europaweit ausgeschrieben werden, eine Reihe von Vorarbeiten sind erforderlich.

Wie eine richtige Schule

Dr. Anka-Sybille Obermeier leitet die Goethe-Gesamtschule. Auf dem Papier hat sie den Entwurf für die Containerschule bereits gesehen. Ihr ist wichtig, dass es sich um spezielle Container für Schulen handelt: für Klassen- und für Fachräume, für Computer, für Lehrerzimmer, Sekretariat, für Lagermöglichkeiten. Obermeier: „Es sieht aus wie eine richtige Schule. Eine Lösung mit Containern ist der Überlegung mit einzelnen Bauabschnitten über einen langen Zeitraum vorzuziehen.“ Erfahrungen mit Lärm und Staub hat die Schule in den letzten Jahren zur Genüge gesammelt. „Es wird nicht leicht und wir sind nicht blauäugig. Aber wir wollen mit dem Gefühl gehen, das wir das schaffen“, so die Schulleiterin, die weiter sagt: „Wir haben jetzt ein Jahr lang Zeit, unsere Vorstellungen einzubringen und umzusetzen.“ Zu klären ist einiges: von den Pausenhöfen bis zum Sportunterricht, vom Schülerverkehr bis zu Parkplätzen.

Gesamtpaket

Bei den anstehenden Sanierungsarbeiten spricht die Schulleiterin von einem Gesamtpaket. Das umfasst zum Beispiel das Dach, die Turnhalle und Aula, Fassade, Elektroinstallation, Barrierefreiheit, Brandschutztechnik.

Stadt beantragt Fördermittel

Weil sich die Schule im Sanierungsgebiet Altstadt befindet, beantragt die Hansestadt für den Landkreis Städtebaufördermittel in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro. Die Mittel soll es praktisch vom Land obendrauf geben, und sie sollen nicht zulasten des eigentlichen Bedarfs der Stadt gehen.

Ähnliches erhofft sich der Landkreis später auch beim Gerhart-Hauptmann-Gymnasium. Doch Fachleute sagen, dass es schwierig werden könnte, weil sich die Schule im Außenbereich der Altstadt befindet.

490 Schüler

In der Integrierten Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“ werden in diesem Schuljahr 490 Schüler in den Klassen fünf bis zehn unterrichtet. Die maximale Kapazität beträgt 503 Schüler. Mit jetzt 21 Klassen ist die Schule am Maximum. Träger der Schule ist der Landkreis.

Nach dem Umbau wird die Kapazität geringer ausfallen, weil zum Beispiel wegen aktueller Standards beim Brandschutz Räume entfallen.

Unterrichtet werden die Schüler von 35 Lehrern und zwei Referendaren. Zum Team gehören außerdem Sekretärin, Schulsozialarbeiter und Hausmeister.

Heiko Hoffmann

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