Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Gregor Schneider zeigt Arbeiten in St. Georgen
Mecklenburg Wismar Gregor Schneider zeigt Arbeiten in St. Georgen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 07.11.2018
Gregor Schneider Quelle: Masanobu Nishino
Wismar

Die großzügigen Räume der St.-Georgen-Kirche in Wismar eröffnen besondere Möglichkeiten, zeitgenössische bildende Kunst im lebendigen Bezug zu Geschichte und Architektur zu präsentieren. Am Freitag, dem 9. November, wird um 16 Uhr eine neue Ausstellung von Gregor Schneider eröffnet. Themenschwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Raum. Für die Präsentation im Kunstraum hat er bewusst die Skulptur „CRYO-TANK PHOENIX 3“ gewählt und nimmt mit dieser Raum-im-Raum-Inszenierung Bezug auf das Thema des allgemein tabuisierten und schwierigen Umgangs mit dem Tod und dem toten Körper auf.

Die Figur "CRYO-TANK PHOENIX 3" von Gregor Schneider Quelle: 2018

In seinen Arbeiten beschäftigt sich Gregor Schneider mit Utopien und Konstrukten der Ewigkeit in Abgrenzung zu traditionellen westlich geprägten Todesvorstellungen. In Auseinandersetzung mit der transhumanistischen Bewegung stellt er die Frage nach dem Sinn des menschlichen Wunsches nach Unsterblichkeit und greift damit eine Thematik auf, die die Evolutionsmasse „Mensch“ seit ihren Ursprüngen nicht zur Ruhe kommen lässt. Seine Skulpturen machen auf das Verschwinden des toten Körpers aus dem öffentlichen Raum aufmerksam, muss doch der professionalisierte und verberuflichte Umgang mit dem Tod als Produkt der Postmoderne gewertet werden – „der ‚dreckige‘, tote Körper und alles, was mit ihm zusammenhängt, wird verbannt, steht doch dieses Sinnbild des Verfalls und der Vergänglichkeit dem gesellschaftlichen Leitbild des ewig jugendlichen Körpers diametral entgegen“ (Gregor Schneider). Die Skulptur ist ein über drei Meter hoher Stahl-Tank, der im Rahmen des Kryonik-Verfahrens (Konservierung durch Schockgefrieren) Anwendung findet. Dabei soll dem Menschen, angenommen dass in der Zukunft eine Wiederbelebung möglich sein sollte, das Leben verlängert wird. Diese Arbeit steht in direkter Beziehung zu weiteren Werken des Künstlers, die sich mit dem Tod und den Fragen der menschlichen Existenz auseinandersetzen.

„Die Beschäftigung mit dem Sterben und dem Tod sind elementare existenzielle Erfahrungen, von denen wir viel lernen können. Offenheit und Wahrhaftigkeit beispielsweise. Die Kunst schafft einen Freiraum und ermöglicht einen anderen Blick darauf. Die Skulptur „CRYO-TANK PHOENIX 3“ gibt ihren Inhalt nicht frei. Der Tod bleibt auch hier ein verschlossenes unfassbares Mysterium. An der Grenze zu einer unaussprechlichen, aber existierenden anderen Welt“, so Gregor Schneider.

Geöffnet ist die Ausstellung bei freiem Eintritt vom 10. November bis 5. Dezember 2019 täglich von 10 bis 16 Uhr. Am Sonntag, dem 25. November, gibt es Führung durch die Ausstellung mit der Künstlerin Miro Zahra.

OZ

Wismar Selbstversuch in Wismar - Eine Stunde im Escape Room

OZ-Volontärin Christin Tute ließ sich gemeinsam mit ihren Begleitern bei Mindescape in Wismar einschließen. Um aus dem Raum zu entkommen, mussten sie viele Rätsel lösen.

07.11.2018

In wenigen Monaten wird es auf einem öffentlichen Parkplatz unweit des Bahnhofes eine Ladesäule für Elektroautos geben – gebaut vom regionalen Energieversorger Wemag.

07.11.2018
Wismar Wer wird Sportler des Jahres? - Sportumfrage: Erste Stimmen sind eingegangen

Wer wird Sportler des Jahres in Nordwestmecklenburg? Die Publikumsumfrage ist angelaufen. Das Ergebnis wird auf der Gala am 17. November in Wismar verkündet.

07.11.2018