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Grenzradtour mit Film über Gartenschläger

Zarrentin Grenzradtour mit Film über Gartenschläger

„Gegen die Grenze. Das Leben des Michael Gartenschläger“ – ein Dokumentarfilm von Alexander Dittner und Ben Kempas – wird am Donnerstag, 14.

Zarrentin. „Gegen die Grenze. Das Leben des Michael Gartenschläger“ – ein Dokumentarfilm von Alexander Dittner und Ben Kempas – wird am Donnerstag, 14. Juli, um 19

Uhr im Zarrentiner Pahlhuus (Wittenburger Chaussee 13) gezeigt und diskutiert. Als Teil der Tour „Mit dem Rad die Geschichte der deutschen Teilung erfahren“ vom 13. bis 17. Juli entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze informieren sich jugendliche Teilnehmer und ihre Begleiter dort über das Schicksal von Gartenschläger.

Am 15. Juli um 12 Uhr werden die Schüler mit ehemaligen politischen Häftlingen, darunter Haftkameraden Michael Gartenschlägers, auch einen praktischen Beitrag bei einem Arbeitseinsatz am Gartenschläger-Eck leisten. Dabei unterstützen sie die Mitglieder der Vereinigung für die Opfer des Stalinismus bei der Pflege des Gedenkorts an der ehemaligen Grenze bei Leisterförde. Hier wurde Michael Gartenschläger in der Nacht zum 1. Mai 1976 von einem Stasi-Kommando erschossen.

Gartenschläger hatte die DDR-Führung vor der Weltöffentlichkeit blamiert, indem er die Existenz der geleugneten Selbstschussanlagen SM-70 nachwies. Er starb bei dem Versuch, zum dritten Mal einen Selbstschussapparat vom DDR-Grenzzaun zu holen.

Michael Gartenschläger aus Strausberg war als 17-Jähriger am 15. September 1961 wegen „staatsgefährdender Propaganda und Hetze im schweren Fall“ zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Nach Freikauf durch die Bundesrepublik und seiner Abschiebung in den Westen 1971 betätigte er sich als Fluchthelfer und engagierte sich gegen das DDR-Grenzregime.

OZ

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