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Gressows „heimliche“ Bürgermeisterin

Gressow Gressows „heimliche“ Bürgermeisterin

Elke Küssner wohnt seit 40 Jahren im Dorf, dessen Zusammenhalt ihr am Herzen liegt

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Elke Küssner (r.) mit Enkelin Freija auf dem Arm. Daneben Eckhard Küssner mit einem Bild des Hauses – „wie es früher aussah“ – und Tochter Manuela.

Gressow. Elke Küssner (59) weiß, dass sie von manchen Gressowern die „heimliche Bürgermeisterin“ des Dorfes genannt wird. „Manche nennen mich auch einfach ,Tante Elke’“, sagt sie. Tante Elke, weil sie mal im Kindergarten des Dorfes gearbeitet hat. Noch heute rufen Kinder von damals an – längst erwachsen – und reden sich ihre Sorgen von der Seele.

Elke Küssner ist vor 40 Jahren nach Gressow in das Elternhaus ihres Mannes Eckhard gezogen, am Rand des Dorfes, dort wo sie heute noch gemeinsam, inzwischen auch mit Tochter Manuela, deren Ehemann und der anderthalbjährigen Enkelin Freija lebt. Freija heißt auch noch Martha, nach einer alten Großtante, die lange mit im Haus lebte, und Johanna nach einer Urgroßmutter.

Familiärer Zusammenhalt ist Elke Küssner wichtig, genauso wie der „soziale Zusammenhalt im Dorf“, wie sie erzählt. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Gemeindevertreterin in der Gemeinde Gägelow mit, inzwischen im Sozialausschuss. „Ich organisiere Feiern für Rentner und Kinder in der Gemeinde“, erzählt sie. Das Leben in Gressow hat sich verändert, sagt sie, nicht nur weil Gressow schon lange kein eigenständiges Dorf mehr ist. „Früher haben die Leute mehr zusammengehalten. Viele Zugezogene kennt man gar nicht“, sagt Elke Küssner. Auch deshalb freut sie sich über den inzwischen guten Kontakt zum Pfarrhof. „Als unsere Frauensportgruppe nicht mehr wusste wohin, weil der Dorfclub verkauft wurde, fragte ich im Pfarrhaus an. Und die haben sofort gesagt: ,Na klar könnt ihr hier trainieren’.“

Elke Küssner und andere aus Gressow helfen auch mit, das Dorffest, das am 9. Juli stattfindet, zu organisieren. Das alles macht Elke Küssner neben ihrer oft auch anspruchsvollen Arbeit als Betreuerin und Pflegeassistentin beim Arbeiter-Samariter-Bund in Gägelow. „Ich mag es einfach, mich um andere zu kümmern“, sagt sie. Auch vor dementen Menschen hat sie keine Furcht. „Wenn die sagen, der Baum da ist blau, dann ist er eben blau. Das ist doch alles kein Problem.“

mei

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