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Grevesmühlen: Diakonie übernimmt Ausbildungszentrum

Grevesmühlen Grevesmühlen: Diakonie übernimmt Ausbildungszentrum

In dieser Woche wurde die Übernahme schriftlich fixiert. Die Weiterbildungsmaßnahmen laufen weiter. Die Kantine bleibt ebenfalls geöffnet.

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Das Gebäude am Grünen Weg wurde 2001 errichtet und bietet Platz für rund 300 Jugendliche.

Quelle: Michael Prochnow

Grevesmühlen. Die Zukunft des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums in Grevesmühlen ist gesichert. Mehr als zwei Monate nach den ersten Interessensbekundungen wurden in dieser Woche die entsprechenden Papiere unterzeichnet. Das Diakonische Werk im nördlichen Mecklenburg übernimmt ab sofort die Trägerschaft der Einrichtung, in der seit etlichen Jahren Fort- und Ausbildungslehrgänge stattfinden.

Der alte Träger, das Ausbildungszentrum Waren/Grevesmühlen, hatte sich im vergangenen Jahr von der Immobilie getrennt. Als Begründung hieß es aus Waren, dass man sich künftig auf andere Bildungsbereiche konzentrieren wolle. Die Gesellschafter, darunter auch die Stadt Grevesmühlen, suchten nach einer Lösung und fanden sie in der Diakonie, die nur wenige hundert Meter entfernt eine Einrichtung betreibt, in der behinderte Menschen betreut und beschäftigt werden. Das ÜAZ-Gebäude am Grünen Weg soll nun durch die Diakonie genutzt werden. Gleichzeitig werden die bisher angebotenen Lehrgänge fortgeführt.

„Alle vertraglichen Bedingungen sind geklärt“, erläutert Kirsten Balzer, Geschäftsführerin des Diakoniewerks. „Die Gebäude hier in Grevesmühlen gehen in den Besitz des Diakoniewerks über.“ Im Zuge der Übertragung wechseln von 14 Mitarbeitern des ÜAZ 12 zum Diakoniewerk. „Zwei Mitarbeiter bleiben auf eigenem Wunsch beim ÜAZ, das seine Arbeit zukünftig vor allem auf den Standort Waren konzentrieren wird“, so Balzer. Mit der Übertragung übernimmt das Diakoniewerk wesentliche Pflichten des bisherigen Trägers. „Das heißt, wir setzen natürlich die laufenden Qualifizierungs-, Berufsorientierungs- und Berufsvorbereitungsmaßnahmen fort“, erläutert Kirsten Balzer. Die finanziellen Mittelbindungen, die der vorherige Träger eingegangen ist, gelten auch für das Diakoniewerk weiter. „Der Standort am Grünen Weg in Grevesmühlen wird auch in Zukunft für Qualifizierungsangebote stehen.“ Wichtig für die umliegenden Gewerbebetriebe: Der Kantinenbetrieb wird ebenfalls fortgesetzt. „Die Kantine wird weiter für Gäste geöffnet sein und selbstverständlich die Belieferung des Gymnasiums in Grevesmühlen mit Mittagessen fortsetzen“, so Balzer.

Perspektivisch will das Diakoniewerk hier vor allem auch wieder Fort- und Weiterbildungsangebote anbieten. „Wir werden die bewährten Maßnahmen den Unternehmen in der Region anbieten und neue Angebote gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln. Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit diesen“, sagt Balzer.

Freie räumliche Kapazitäten am Grünen Weg sollen außerdem für andere Angebote des Diakoniewerks genutzt werden. „Wir denken beispielsweise darüber nach, unseren Berufsbildungsbereich, in dem Menschen mit geistigen Behinderungen sowie Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen qualifiziert werden, dorthin zu verlegen“, sagt Balzer. „Auch für die sogenannte Werkstufe unserer Mosaikschule gibt es hier geeignete Räumlichkeiten — während die Mosaikschule selbst aus allen Nähten platzt. Auf diese Weise entwickeln wir den Standort als Bildungsort weiter und ermöglichen gleichzeitig anderen Angeboten verbesserte räumliche Bedingungen.“

Bereits Mitte Dezember hatte der Aufsichtsrat der Diakonie mit der Übernahme des ÜAZ beschäftigt, die vertragliche Vereinbarung aber bis ins neue Jahr verschoben, um die Rahmenbedingungen zu klären.

2001 war das Gebäude am Grünen Weg errichtet worden.

 



Michael Prochnow

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