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Wismar Grevesmühlen: Jobcenter gibt Standort in der Goethestraße auf
Mecklenburg Wismar Grevesmühlen: Jobcenter gibt Standort in der Goethestraße auf
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00:00 04.04.2014
Für die Jobcenter-Mitarbeiter in der August-Bebel-Straße wird ein neuer Standort gesucht. Quelle: Fotos: ron(2), OZ
Grevesmühlen

Zieht das Jobcenter von Grevesmühlen nach Wismar? Zumindest teilweise, wie Martin Greiner, Geschäftsführer des Jobcenters Nordwestmecklenburg jetzt bestätigte. Der Mietvertrag für den Standort im ehemaligen Rathaus in der Goethestraße ist zum 31. März gekündigt worden. „Wir geben die Liegenschaft aus Kostengründen auf“, sagte Greiner auf Nachfrage. 20 Jobcenter-Mitarbeiter ziehen in den Neubau in der Werkstraße nach Wismar.

„Die Kunden werden von dem Umzug nichts merken“, sagt Martin Greiner. In der Gothestraße hätten vor allem Mitarbeiter aus dem Leistungsbereich gesessen. „Das war ein reiner Bearbeitungsstandort.“ Der Publikumsverkehr finde zum größten Teil in der August-Bebel-Straße statt. Auch künftig können dort sämtliche Anfragen und Anträge wie bisher eingereicht werden. Niemand müsse nun einen zusätzlichen Weg in die Kreisstadt auf sich nehmen. Das gelte laut Greiner übrigens auch für den Standort Gadebusch, aus dem ebenfalls 15 Mitarbeiter nach Wismar abgezogen wurden.

Doch wie geht es mit dem Gebäude in der Goethestraße weiter? Droht ein weiterer Leerstand in der ehemaligen Kreisstadt? Zurzeit verhandelt die Stadt Grevesmühlen mit dem Jobcenter. Die Stadt ist Eigentümerin des ehemaligen Rathauses in der Goethestraße. Möglich ist, dass das Jobcenter aus der August-Bebel-Straße in die Goethestraße zieht. „Es sind dort bauliche als auch wirtschaftliche Fragen zu erörtern. Beide Vertragsparteien sind aber an einem Neuabschluss eines Mietvertrages sehr interessiert“, heißt es aus dem städtischen Bauamt. Alles weitere müssten die Verhandlungen zeigen.

„Wir müssen sehen, was technisch und finanziell machbar ist“, sagt Martin Greiner.

Das Jobcenter schaut sich bereits seit einiger Zeit nach einem neuen Standort in Grevesmühlen um. Das Gebäude in der August-Bebel-Straße ist nicht mehr zeitgemäß. „Es herrscht dort ein enormer Sanierungsstau“, sagt Martin Greiner. Der dortige Vermieter hat jedoch mittlerweile reagiert, schließlich droht im der Verlust eines Mieters. In dieser Woche wurden zum Teil neue Fenster eingebaut.

Priorität hätten laut Greiner jedoch die Verhandlungen mit der Stadt. „Wir sind offen für alles und ich will nichts ausschließen“, sagt der Jobcenter-Geschäftsführer.

Auch wenn am Ende wohl eines der beiden Gebäude leersteht, „der Standort Grevesmühlen ist sicher, ebenso wie der in Gadebusch“, sagt Martin Greiner.

Ganz gleich, mit welchem Vermieter sich das Jobcenter einigt, ein Gebäude wird leergezogen. Dem Zentrum der Stadt droht ein weiterer Leerstand. Gemessen an der Zahl der verwaisten Schaufenster in der Innenstadt scheint es schwierig zu sein, neue Mieter zu finden. „Generell gilt, dass alle Eigentümer Leerstände von Gewerbeflächen bei uns melden können und wir dies dann kostenfrei auf unsere Internetseite stellen“, sagt Bauamtsleiter Lars Prahler. Das gilt auch für den Noch-Vermieter des Jobcenters in der August-Bebel-Straße.

Arbeitsagentur „optimiert Flächen“
Seit 2012 nutzt auch die Agentur für Arbeit in der Grevesmühlener Parkstraße nicht mehr das komplette Gebäude. „Wir haben die oberste Etage aus wirtschaftlichen Aspekten und zur Flächenoptimierung abgemietet“, sagt Ramona Körner, Leiterin der Geschäftsstelle in Grevesmühlen. Mittlerweile sitzen die 15 Mitarbeiter der Agentur nur noch im Erdgechoss und im ersten Stock. Seitdem die Agentur aus dem Dachgeschoss ausgezogen ist, steht der Bereich leer. „Es war der richtige Schritt, das zu machen“, sagt Ramona Körner, „wir konnten es uns einfach nicht mehr leisten, für Kollegen, die nur zeitweise hier sind, Büros vorzuhalten“. Teilweise hätten Büros tagelang leer gestanden. Nun werden sie mehrfach genutzt. Außerdem müssten längst nicht mehr so viele Akten in Papierform gelagert werden wie noch vor einigen Jahren. „Mit der Einführung der elektronischen Akte haben wir Platz gespart“, sagt Körner.
Am Service sei nicht gespart worden, auch wenn eine Infothek geschlossen und zu Büroräumen umfunktioniert wurde. Es seien noch immer genauso viele Mitarbeiter dort tätig wie vor dem Auszug aus dem Obergeschoss. Ramona Körner: „Für die Kunden hat sich nichts geändert.“ Aktuell gebe es auch keine weiteren Überlegungen, am Standort Parkstraße zu rütteln.
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ron Robert Niemeyer

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