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Grevesmühlen: Schon viel Betrieb im Bürgerbahnhof

Grevesmühlen Grevesmühlen: Schon viel Betrieb im Bürgerbahnhof

Familienbildung, Café und Jugendzentrum in Aktion

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Christiane Goerke, Lena Fenner und Doris Lobatz (v. l.) im Jugendzentrum.

Grevesmühlen. Mit Ruhe ist es vorbei im Grevesmühlener Bahnhofsgebäude. Auf allen Etagen herrscht nach der Eröffnung als Bürgerbahnhof vor vier Wochen Betriebsamkeit.

OZ-Bild

Familienbildung, Café und Jugendzentrum in Aktion

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Die Freude bei Mietern und Besuchern überwiegt, auch wenn es noch Kinderkrankheiten gibt.

Schon am zeitigen Vormittag treffen sich bei der DRK-Familienbildungsstätte im zweiten Obergeschoss Muttis mit ihren Babys zu einem Kursus. Zum ersten Mal sind Lisa Grote (27), die ihre dreieinhalb Monate alte Eva mitgebracht hat, und Maren Kletzin-Napp (30) mit Töchterchen Isabella, fünfeinhalb Monate, beim Treff mit DRK-Mitarbeiterin Sigrid Müller dabei. Isabellas Mutti kann vergleichen, gehörte sie doch schon vor vier Jahren mit Sohn Moritz zu den Teilnehmern eines solchen Angebotes. Vor dem Umzug in den BürgerBahnhof fanden die Kurse im Kinder- und Jugendhaus an der Bürgerwiese und beim DRK-Kreisverband statt. „Sehr schön, eine gemütliche Atmosphäre, die alten Holzbalken . . .“, Maren Kletzin-Napp kleidet ihre Empfindungen in Worte. Sie freut sich, dass der Charakter des Bahnhofes erhalten geblieben ist. „Spielen im alten Bahnhof und Züge gucken, das wäre auch etwas für Moritz“, sinniert sie. Aufatmen auch bei Anke Wyskupaitis von der Familienbildungsstätte. „Es ist super hier, wir müssen nicht mehr in verschiedene Häuser“, kommentiert die 52-Jährige die Arbeitserleichterung und auch die Annehmlichkeiten für die Nutzer ihrer Angebote.

Überrascht, wie viel Betrieb auf dem Bahnhof herrscht, ist auch Mario Wehr. Der 36-Jährige betreibt nicht nur das Café Kaffeebrenner im Erdgeschoss, sondern auch einen Hermes-Paketshop und ab August eine Deutsche-Bahn-Agentur. Schließlich könne von Grevesmühlen aus über Städte wie Lübeck und Rostock „europaweit verreist werden“, betont der Grevesmühlener. Wie zur Bestätigung kommt eine Frau und möchte schon jetzt eine Fahrkarte kaufen. Derweil haben Wiebke Wehr (33) und Viola Lingk (57) im Café alle Hände voll zu tun, weil gerade eine Gruppe zum Kaffeetrinken hereinschneit. Aber auch Grevesmühlener ohne Reiseabsichten haben im Wintergarten Platz genommen. „Wir fühlen uns wohl hier“, sagt Mario Wehr, „und das hören wir auch jeden Tag von den Besuchern. Marlene Slepan (33) und Matthias Albrecht (39) aus Grevesmühlen waren zum ersten Mal im Café. Als sie gehen, rufen sie: „Wir kommen wieder!“ Mario Wehr steckt noch voller Ideen. So will er auch in Sachen Tourist-Information tätig werden, könnte sich vorstellen, Buskarten zu verkaufen und lässt mit „Comedy-Frühstück, Jazz im Wintergarten und Kino zusammen mit dem Jugendklub“ Dinge anklingen, die Kultur reinbringen und Nischen bedienen. Resümee: „Das Geschäft ist gut angelaufen, aber eine Steigerung muss noch her.“

Am Nachmittag im Jugendzentrum (Juz): Im ersten Obergeschoss wird noch mit Anfangsschwierigkeiten gekämpft. Lena Fenner hadert: „An der Bürgerwiese war es einfach gemütlicher.“ Die 16-Jährige spielt damit nicht nur auf die aus ihrer Sicht zu sterile Atmosphäre im Hause an, ihr fehlen auch Rückzugsmöglichkeiten, alles sei zu öffentlich. Besonders vermisst sie den Außenbereich mit Volleyballfeld und Grillplatz. Lenas Bruder Leon (13) sagt: „Ich habe hier das Gefühl, immerzu beobachtet zu werden.“ Auch wenn Shawn Blossey (17) der Billardtisch fehlt, der nach heutigem Ermessen wohl keinen Platz mehr findet im neuen Juz, so gefällt es ihm trotzdem gut, „vom Optischen her ist alles ordentlicher“. Klubleiterin Christiane Goerke (58) und Jugendsozialarbeiterin Doris Lobatz (52) wissen um die Befindlichkeiten besonders der Teenager. „Wir sind noch nicht angekommen“, heißt es.

Zudem kommt der Wunsch nach mehr Räumen auf. „Einer mehr wäre toll“, regt Christiane Goerke an. „Zwei perfekt“, sagt Lena. Die Kinder im Grundschulalter hingegen haben die neuen Gegebenheiten gut angenommen, erklärt die Klubleiterin. Sie hofft, dass die von der Stadt angedachten Außenanlagen und die Sanierung eines alten Nebengebäudes nicht zu lange auf sich warten lassen. Doris Lobatz wünscht sich, dass die Jugendlichen mit vielen Ideen kommen, „die wir verwirklichen können“. Bürgermeister Lars Prahler zu den Außenanlagen befragt: „Wir sind guter Hoffnung, dass kurzfristig abgearbeitet wird, was uns hindert, dort loszulegen.“

Wissenswertes

Rund 3,5 Millionen Euro hat die

Sanierung des Bahnhofes gekostet.

Ein Saal (40 Plätze) mit (Lehr-)Küche steht zur Vermietung. Kontakt:

Christiane Goerke,

☎ 03881/723290,

oder Ilka Schröder,

☎ 03881/723252.

Das Café Kaffeebrenner sucht

alte Bahnutensilien und Bilder.

Kursusangebote des DRK: Anke

Wyskupaitis, ☎ 03881/759522,

Internet: drk-nwm.de.

Weiterer Mieter ist die Diakonie,

Projekte sind noch nicht angelaufen.

Cornelia Roxin

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