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Grevesmühlen wächst

Grevesmühlen Grevesmühlen wächst

Während andere Kommunen mit sinkenden Einwohnerzahlen kämpfen, bleibt die Zahl in Grevesmühlen stabil

Grevesmühlen. Gute Nachrichten aus dem Einwohnermeldeamt der Stadt Grevesmühlen. Für das Jahr 2015 meldet die Behörde 10496 Einwohner in der Stadt – vier mehr als im Jahr zuvor. Inzwischen ist die Zahl auf mehr als 10500 angestiegen. Eine solche Entwicklung gab es schon etliche Jahre nicht mehr. Zur Wende lebten in der damaligen Kreisstadt rund 12000 Menschen, seitdem sank die Einwohnerzahl. Anfangs durch die hohe Zahl der Wegzüge, vor allem junge Leute verließen auf der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz beziehungsweise Arbeit den Ort und die Region. In den vergangenen Jahren registrierte das Rathaus eine deutlich höhere Zahl an Sterbefällen im Vergleich zu den Geburten.

Ausgeglichen wurde der Verlust durch die Zuzüge. Und die sind, so geht es aus dem Bericht der Kämmerei zum Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hervor, verantwortlich dafür, dass im Jahr 2015 die Einwohnerzahl erstmals wieder anstieg – wenn auch nur um vier Personen. „Ich finde es beachtlich und eine tolle Entwicklung unserer Stadt“, kommentierte Sven Schiffner (SPD) die Nachricht aus dem Einwohnermeldeamt. „Zumal es aus anderen Regionen ganz andere Meldungen gibt. Auch in unserem Amtsbereich sieht es anders aus. Dort sinkt die Zahl der Einwohner.“

Die Stadt Grevesmühlen versucht seit einigen Jahren, der Bevölkerungsentwicklung Raum zu geben. Das passiert unter anderem mit der Erschließung neuer Wohn- und Baugebiete. So vermarktet die Wobag das neue Baugebiet an der Klützer Straße, die Nachfrage ist groß. Größer als das aktuelle Angebot, deshalb sollen im Bereich der ehemaligen LPG weitere Bauplätze erschlossen werden. Doch nun ist ein Problem aufgetaucht.

Neue Wohngebiete

werden erschlossen

Die Stadt muss die alten Schweine- ställe auf dem Areal abreißen. Dafür waren ursprünglich rund 300000 Euro einkalkuliert worden. Das, so Bauamtsleiter Lars Prahler, sei das Ergebnis der Verhandlungen mit Abrissunternehmen gewesen. Übereinstimmend hatten sich Verwaltung und Experten auf diesen Betrag geeinigt. Die Auswertung der Submission hat nun allerdings ergeben, dass mindestens 450000 Euro notwendig sind, um das Areal zu bereinigen. Das Problem: Das Wirtschaftsministerium hatte bereits zugesagt, von den 300000 Euro 75 Prozent zu fördern. Dabei bleibt die Behörde in Schwerin auch. Lars Prahler: „Man hat uns vorgeschlagen, dass wir einen Teil der Fördersumme, die für den Spielplatz Bürgerwiese (235000 Euro, Anm. d. Red.) vorgesehen sind, für den Abriss nutzen können. Aber das habe ich abgelehnt und ich hoffe, dass auch die Stadtvertreter diese Auffassung unterstützen.“ Aus dem Finanzausschuss mit dem Vorsitzenden Maik Faasch (CDU) gab es ein klares Signal. Der Umbau des Spielplatzes Bürgerwiese wird nicht zulasten der Abrisskosten eingeschränkt.

Nun versucht die Stadtverwaltung mit weiteren Gesprächen in Schwerin eine Lösung zu finden. „Eine erneute Ausschreibung der Abrissleistungen macht keinen Sinn“, sagte Lars Prahler. „An dem Ergebnis wird sich nichts ändern, wir müssen nun versuchen, einen anderen Weg zu finden.“ Auf keinen Fall könne man die gestiegenen Abrisskosten auf die späteren Grundstückspreise umlegen. „Wir haben nichts gewonnen, wenn der Quadratmeter 150 Euro kostet“, so Prahler.

Michael Prochnow

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