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Groß Schwansee: 2020 soll neues Landhotel öffnen

Groß Schwansee Groß Schwansee: 2020 soll neues Landhotel öffnen

Investor stellt im Bauausschuss Pläne vor / Bis zu 25 Arbeitsplätze entstehen

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Investor Thomas Hollweg (r.) will in Groß Schwansee ein Familienhotel bauen, das seine eigenen Lebensmittel in Gärten produziert.

Quelle: Foto: Malte Behnk

Groß Schwansee. Geht es nach Thomas Hollweg, hat Groß Schwansee im Frühjahr 2020 ein neues Hotel. Nach einer ersten Präsentation seiner Ideen im Mai 2016 stellte der Investor dem Bauausschuss der Gemeinde Kalkhorst jetzt konkretere Pläne für das neue Hotel am südwestlichen Ortsrand von Groß Schwansee vor. Es soll an der Straße, die vom Ortseingang an der Lindenstraße zum Strand führt, hinter der Randbebauung entstehen.

„Wir wollen als Familie etwas schaffen, das den Ansprüchen der Gemeinde und der Region gerecht wird“, leitete Hollweg ein. Er selber habe mit Blick auf das künftige Hotel ein Studium zum Hotel- und Betriebswirt begonnen. Das geplante Landhotel soll einen „großen gastronomischen Schwerpunkt mit hohem Anspruch“ haben, erklärte er. Außer einem Restaurant soll im Haupthaus des Hotels auch ein Weinkontor eingerichtet werden. In einem Nebengebäude werde eine Lehrküche eingerichtet, in der Seminare abgehalten und Produkte aus dem eigenen Gartenbau verarbeitet werden sollen. Auch ein kleines Café in einem hoteleigenen Gewächshaus wird geplant.

Hollweg gehe es nicht allein um die Versorgung der Hotelgäste. Er möchte auch, dass die Einwohner der Region ein weiteres gastronomisches Angebot finden. „Wichtig sind uns auch die Themen Wellness, Sport, Entspannung und Kinderbetreuung. So werde ein Wellnessbereich im Haupthaus geplant, zu dem auch ein Schwimmbereich gehört, der in einen Teich übergeht, um den sich zehn kleinere Häuser mit insgesamt 40 Hotelbetten gruppieren sollen.

Von einem Einwohner kam während der Sitzung des Bauausschusses in Kalkhorst die Frage, ob der Wellnessbereich ausschließlich für Hotelgäste vorgesehen wird. „Wahrscheinlich nicht“, antwortete Thomas Hollweg. Eventuell würden Sauna und Schwimmteich nicht an allen Tagen der Saison für die Öffentlichkeit geöffnet. „Grundsätzlich haben wir aber vor, den Wellnessbereich auch den Einheimischen anzubieten.“ Der aus Lüdenscheid stammende Investor, der sein Projekt vor etwa einem Jahr erstmals in Kalkhorst vorgestellt hatte, hat inzwischen seinen Zweitwohnsitz in Groß Schwansee. „Im nächsten Jahr möchte ich meinen Hauptwohnsitz hier haben“, erklärte er.

Das Hauptgebäude und die Nebengebäude des künftigen Landhotels sollen an der Straße zum Strand eine Art Hof bilden. „Wir wollen die Architektur so gestalten, dass sie kein Fremdkörper wird“, so Hollweg. Daher sollen die Gästehäuser um den Teich so so in das zur Ostsee abfallende Gelände gebaut werden, dass Anlieger der Lindenstraße über ihre begrünten Dächer hinwegsehen können. „Die Hütten werden etwa vier Meter tiefer liegen als das Haupthaus“, erklärte Architekt André Nagtegaal. Sie würden eingeschossig, das Haupthaus zweigeschossig geplant. „Angedacht ist für die größeren Gebäude eine ökologische Holzständerbauweise, damit man ein leichtes Erscheinungsbild bekommt“, so Nagtegaal.

Investor Thomas Hollweg ist sich bewusst, dass die Arbeit am Bebauungsplan eine Zeit lang dauert. „Ich hoffe aber, dass der Betrieb im ersten Quartal 2020 beginnen kann“, sagt er. Zeitnah wolle er dann auch Personal für das Hotel suchen. „Zum Start werden wir 20 bis 25 Mitarbeiter brauchen, gerne aus der Region“, so Hollweg. Um die Arbeit in Groß Schwansee noch attraktiver zu machen, werden auf dem Hotelgelände auch Unterkünfte fürs Personal gebaut. Acht bis zehn Betten würden dafür geplant.

Der Bauausschuss empfiehlt nun der Gemeindevertretung, in einem Grundsatzbeschluss das städtebauliche Konzept zu bestätigen.

Malte Behnk

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