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Große Biospende für die Wismarer Tafel

Wismar Große Biospende für die Wismarer Tafel

Ladenbesitzer Thomas Glass gab Waren im Wert von mehr als 5000 Euro für Bedürftige

Wismar. Mannshoch stapeln sich die Kisten auf der Europalette. „Backwaren, Babynahrung, Konserven, Milchprodukte, Müsli und Cornflakes“, zählt Bioladenbesitzer Thomas Glass als Beispiele auf, was sich in den vielen Kisten befindet. Es ist eine große Spende für die Wismarer Tafel und damit für Menschen, die sonst eher selten in den Genuss von Bioprodukten kommen.

Es sind alles Dinge, die Thomas Glass und seine Kollegen „damals“ retten konnten und erst einmal eingelagert hatten. „Damals“ war eine Nacht im Januar, als im Dachgeschoss eines Hauses in der Krämerstraße ein Wasserrohr barst. Tausende Liter Wasser fluteten über Stunden den Bioladen im Erdgeschoss, zerstörte die Einrichtung, die Elektrogeräte wie Kühlaggregate und große Mengen an Ware in den Regalen. Für Thomas Glass war das Unglück trotz Versicherung existenzbedrohend. Der einzige Bioladen in der Region musste schließen. Glass blieb optimistisch, suchte trotz der herben finanziellen Schäden eine neue Ladenfläche.

Mitte Juli eröffnete er nach einem halben Jahr Suche und Umbau in der Lübschen Straße seinen neues Geschäft mit Bioprodukten. Kein leichter Schritt, denn die Räume im Innenhof sind wesentlich größer und damit teurer. Den Laden hat das Team größtenteils selbst umgebaut, hat dem ehemaligen Ein-Euro-Shop ein ansprechenden Ambiente gegeben. „Wir hatten lange nach einer vergleichbaren Lage gesucht“, erklärt Thomas Glass. Nun hofft er, dass das Konzept aufgeht. Viele ehemalige Kunden haben dem Team die Treue gehalten. Einige mehr und neue müssten hinzu kommen. Ein großes Angebot an frischem Bio-Gemüse und -Obst, dazu eine große Theke mit Backwaren und ein Café mit Tagessuppe beispielsweise – das Angebot ist gewachsen.

Zurück zur Spende für die bedürftigen Menschen bei der Wismarer Tafel. „Es fällt mir nicht leicht, Waren im Wert von mehr als 5000 Euro weg zu geben“, sagt Thomas Glass, „aber verkaufen kann ich sie nicht mehr. Und dann möchte ich damit wenigstens was Gutes für die Menschen hier tun.“ Beschädigte Umverpackungen oder ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das abgelaufen ist. Dennoch sind alles gute und nutzbare Produkte. „Alles viel zu schade für die Tonne“, bedankt sich Detlef Lohne, Vorsitzender des Tafel-Vereins in Wismar. Was bei dem großen Angebot an Obst und Gemüse übrig bleibt, spendet Thomas Glass regelmäßig für die Wismarer Kirchgemeinde und dem „Mittagstisch für Leib und Seele“.

Nicole Hollatz

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