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Wismar Großer Andrang beim Schlachtefest in Dorf Mecklenburg
Mecklenburg Wismar Großer Andrang beim Schlachtefest in Dorf Mecklenburg
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18:20 10.02.2019
Jörg Dargel zersägt das zweite Schwein. Quelle: Kerstin Schröder
Dorf Mecklenburg

Der Kessel dampft, die Messer liegen bereit – fehlt nur noch das Schwein. Um das dreht sich schließlich alles beim Schlachtefest in Dorf Mecklenburg. Getötet wird das Tier vor den Augen der Besucher nicht, aber in Stücke zerlegt. Und das wollen sich viele Neugierige anschauen. Schon seit Jahren ist die Veranstaltung im Kreisagrarmuseum ein Besuchermagnet und auch diesmal haben sich wieder Hunderte Gäste in Dorf Mecklenburg eingefunden. Noch bevor das Fleischerteam um Jörg Dargel überhaupt eintrifft, drängeln sich die Menschen um den Zerlegeort. Auch Magda und Harald Schütz haben sich einen Platz in der ersten Reihe gesichert. „Wir wollen alles gut sehen können“, sagen die Rentner. In ihrer Mitte steht der fünfjährige Mika. Ihr Enkel soll wissen, „wo Wurst und Schnitzel herkommen“.

Langsam nähert sich ein Traktor. Er bringt das tote Schwein. Vier starke Fleischer holen es heraus und legen es in einen großen Holztrog. Dann wird es heiß: Mit kochendem Wasser wird das Tier übergossen. „Dadurch lassen sich die Borsten leichter entfernen“, erklärt Jörg Dargel. Der 45-Jährige packt nicht nur mit an, sondern moderiert auch das Schlachtefest – zum mittlerweile zwölften Mal. „Meine Mutter hat früher im Museum gearbeitet und gemeint, das Fleischerhandwerk müsse gezeigt werden. Schließlich hat es eine lange Tradition“, erzählt Dargel. Er selber ist seit 1989 Fleischer – da sitzt jeder Handgriff.

Doch bevor es ans Zerteilen geht, müssen erstmal die restlichen Borsten weg, die, die von den Schabern nach dem Abbrühen nicht erwischt wurden. Diese Stopel werden flambiert – mit einer heißen Flamme weggebrannt. Anschließend wird das Schwein mit kaltem Wasser gewaschen, um den Russ abzuspülen. „Warum nimmst Du keine Seife?“, fragt ein Kind. Und Dargel erklärt: „Die würde man später schmecken und das wollen wir ja nicht.“ Auch die Klauen werden entfernt.

Das Schlachtefest in Dorf Mecklenburg

Nach der Säuberung wird das Schwein aufgehängt und auseinander genommen. Währenddessen erklärt Jörg Dargel, was man mit den Innereien macht und wo zum Beispiel das Kotelett herkommt. Auch ein Tierarzt ist dabei. Er untersucht das Fleisch und entnimmt Proben. Die 500 Gäste sind zufrieden. Sie bedanken sich für die Vorführung am Sonnabend mit viel Applaus. Danach lassen sie sich an den Ständen frische Wurst schmecken und kaufen Fleisch ein. „Das Schlachtefest ist neben dem Oldtimer-Treffen ein Höhepunkt in unserem Museumsjahr“, berichtet der Leiter des Kreisagrarmuseums Björn Berg. Kritik gäbe es auch. Vor einiger Zeit hätte die Tierschutzorganisation Peta eine Ladung veganer Würste angeboten, wenn die Veranstaltung dafür ausfällt. In diesem Jahr hatten sich Tierschützer mit einer Mahnwache angekündigt – doch die ist kurzfristig abgesagt worden.

Kerstin Schröder

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