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Großreinemachen am Wendorfer Strand

Wismar Großreinemachen am Wendorfer Strand

Freiwillige Helfer befreiten Badestelle des Seebades von 35 Kubikmetern Unrat

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Die Helfer hatten bei ihrem Subbotnik alle Hände voll zu tun.

Quelle: Foto: Daniel Koch

Wismar. Die letzte Sturmflut im Januar und das damit einhergehende Hochwasser haben an den Küsten und den Stränden deutliche Spuren hinterlassen. So auch am Strand des Seebades in Wendorf, wo noch jetzt einige Strandabschnitte komplett gesperrt sind.

Die Reinigung und Entsorgung dieser Hochwasser-Hinterlasssenschaften stellt die Wismarer Entsorgungsbetriebe (EVB) vor große Probleme, zumal der Frühling naht und somit auch diese Strandabschnitte sowohl für Einheimische als auch für Touristen wieder frei begehbar und nutzbar sein sollten. So war es für EVB-Betriebsleiter Udo Wäsch naheliegend, sich für diese Aufgabe Hilfe zu suchen. Diese fand er beim Bürgerschaftspräsidenten Tilo Gundlack (SPD), der zugleich auch Schirmherr der Aktion „Wismarer Strandbelebung“ ist, die sich in der „Mecklenburger AnStiftung“ bereits im vergangenen Jahr einen guten Namen mit freiwilligen Arbeitseinsätzen im Wendorfer Seebad gemacht hatte.

„Uns war sofort klar, dass wir diesem Hilferuf folgen“, so Andrea Vogler-Lehmann , bei der als Koordinatorin alle Fäden zusammenliefen. Dabei konnte sie sich auf einen Tross von etwa 30 ehrenamtlichen Helfern verlassen, die am Sonnabendvormittag den Strandabschnitt um die Wendorfer Badestelle herum von Seegras, Ästen, Wurzeln und sogar kompletten Bäumen beräumten. Mehr als 35 Kubikmeter Unrat kamen zusammen. Hilfe fanden sie dabei nicht nur beim EVB Wismar, der zwei große Container zur Verfügung stellte, sondern auch bei den Mitgliedern des Wendorfer Yachtclubs, die mit ihrem Radlader Hilfe leisteten.

Zu den fleißigen Helfern gehörte einmal mehr Wolfgang Lechner. Für den 73-Jährigen ist diese ehrenamtliche Tätigkeit eine Herzensangelegenheit. „Meine Frau und ich sind Wismarer mit Leib und Seele.

Diesen Strand kenne ich schon von Kindheitstagen an“, so der Rentner und fügte hinzu: „Er soll wieder so schön werden, wie er früher einmal war“. Diesen Traum haben auch Tilo Gundlack und die Mitglieder der „AnStiftung“, nur leider sind deren finanzielle Möglichkeiten sehr begrenzt. „Reinigung und Pflege sind zwar schon ein sehr guter Anfang, für den Rest sind allerdings weitreichende finanzielle Mittel erforderlich“, so Andrea Vogler-Lehmann und Tilo Gundlack. Alleine das Aufbringen von etwa 2500 Kubikmetern neuen Sandes würde die Stadt als Eigenanteil etwa 400000 Euro kosten. Über diese Themen hätte man aber bereits bei einem gemeinsamen Gespräch mit Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) sehr ausführlich diskutiert. „Das Projekt Seebad Wendorf ist jetzt Chefsache“, so Gundlack abschließend. Daniel Koch

OZ

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