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Wismar Grundschule fit machen für die Zukunft
Mecklenburg Wismar Grundschule fit machen für die Zukunft
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00:01 16.10.2017
Die Grundschule in Neukloster, im Hintergrund die Förderschule, stammt aus DDR-Zeiten. Sie soll saniert und erweitert werden. Quelle: Foto: Sylvia Kartheuser
Neukloster

Die Grundschule in Neukloster muss saniert oder doch eher erweitert werden. Was das Ganze kosten wird, ist noch unklar. Fest steht aber, dass Neukloster das nicht allein bezahlen kann. Geld erhofft sich Bürgermeister Frank Meier (parteilos) vom Land. „Ich habe an Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) geschrieben und auf die Einzigartigkeit Neuklosters als Schulzentrum hingewiesen.“ In der Stadt gibt es eine Grundschule, eine Regionale Schule, ein Gymnasium, eine allgemeine Förderschule mit Schwerpunkt Lernen und das vom Land getragene überregionale Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte – und das bei gerade einmal knapp 4000 Einwohnern.

25 Jahre habe die Stadt Neukloster laut Frank Meier „erhebliche Mittel aufgewendet“, um in dem DDR-Plattenbau der Grundschule einen „einigermaßen modernen Unterricht“ anbieten zu können. Doch nun sei die Grenze erreicht. „Das Schulgebäude ist ausgerichtet auf 120 Schüler, mittlerweile ist die Zahl auf 250 gestiegen und mittelfristig wird die Zahl auf keinen Fall geringer“, sagt der Bürgermeister.

Ein zeitgemäßer Unterricht sei an der Grundschule in ihrer jetzigen Form nicht möglich.

Grundsätzlich kann die Schule natürlich saniert werden, erklärt Frank Meier. Wirklich sinnvoll ist das aus seiner Sicht aber nicht. Er plädiert für einen Anbau. „Auch bei Ausschöpfung aller vorhandenen Möglichkeiten würde es nur eine eingeschränkte Verbesserung“, urteilt der Bürgermeister. Die Raumgrößen in einer sanierten Grundschule würden gerade so passen. „Aber wir wollen unseren Kindern keine schlechteren Bildungschancen bieten, als München oder Nordrhein-Westfalen“, sagt Frank Meier mit Nachdruck. Beispielhaft ist für ihn das Münchner Lernhaus, ein Modell, um allen Schulen ein zeitgemäßes Lernen und Lehren zu ermöglichen (siehe Kasten).

Um etwas Ähnliches in Neukloster zu entwickeln, brauche die Stadt aber die Unterstützung der Ministerin. „Doch dann können wir für den Landkreis und vielleicht sogar das Land zu einem Modellprojekt für eine in die Zukunft führende Bildung werden“, betonte Frank Meier. Zeitnah werde er die Ministerin zu einem Treffen für das Projekt Schule 2030 einladen.

Wie die Schule der Zukunft aussehen und was sich bis 2030 ändern könnte und sollte, haben Forscher 645 Bildungs-Experten des World Innovation Summit for Education (WISE) gefragt. In dem globalen Netzwerk sind Studenten, Lehrer, Bildungsforscher und andere Fachleute, die mehr Innovation und Zusammenarbeit im Bildungsbereich anstreben. Das Münchner Lernhaus ist ein Beispiel, wie Schule und Unterricht der Zukunft aussehen könnte.

Münchner Lernhaus

Das Konzept für das Münchner

Lernhaus gibt es seit 2015. Dabei

gliedert ein flexibles und multifunktionales Raumkonzept eine große Schule in kleinere, in sich funktionierende Einheiten. Neben klassischen Klassenräumen gibt es ein Teamzimmer für die Pädagogen.

Zusätzlich stehen Räume zur Verfügung, in

denen Schüler individuell unterrichtet werden sowie für Inklusion,

offene Lern- und Unterrichtsformen und ganztägige Angebote.

Statt Frontalunterricht, bei dem

die Lehrkraft vor der Klasse steht, gibt es mehr und mehr Phasen, in

denen die Schüler individuell oder gemeinsam in Gruppen lernen.

„Kooperatives Lernen und Lehren

bilden die Grundlage für eine individuelle Förderung“, heißt es in dem Lernhaus-Konzept. Im Lernhaus

begleitet ein festes Team eine

feste Gruppe von Schülern.

Vorteile sind: mehr Selbst-

verantwortung bei Schülern und

Lehrern, größere Freiheit bei der

Unterrichtsgestaltung, mehr Zeit

der Lehrer für Schüler, weniger

Unterrichtsausfall.

Sylvia Kartheuser

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