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Wismar Grundstücke an der Küste beliebt – und teuer
Mecklenburg Wismar Grundstücke an der Küste beliebt – und teuer
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00:34 13.06.2018
Wismar/Grevesmühlen

Ein Ort an der Küste, in die Stadt oder doch lieber aufs Land? Die Suche nach einem für sich passenden bebauten oder unbebauten Grundstück ist nicht in fünf Minuten gemacht. Nach wie vor wird der Traum vom eigenen Heim in Nordwestmecklenburg gelebt – wenn es denn finanziell möglich ist. Denn die Preise sind gestiegen, weil die Nachfrage größer ist als das Angebot. So ist der Kaufpreis für Reihenhäuser und Doppelhaushälften in neu erschlossenen Wohngebieten in Wismar zwischen 120000 Euro und 249000 Euro – im Durchschnitt also 178717 Euro. Das entspricht einer Steigerung gegenüber 2016 von fünf Prozent. So zeigt es der Grundstücksmarktbericht für den Landkreis. Bei den Kaufpreisen für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser zeigt sich eine ähnliche Tendenz. Hier liegen die Kaufpreise zwischen 138000 und 380000 Euro – im Durchschnitt 237563 Euro. Das Mittel der Preise ist um mehr als 10

Die Nach- frage nach unbebauten Grundstücken ist im Land- kreis gegen- über dem Vorjahr um vier Prozent gestiegen.Wolfgang Papke Leiter der Geschäfts- stelle des Gutachter- ausschusses

000 Euro gestiegen.

2630 Grundstücke sind laut Statistik im vergangenen Jahr im Landkreis verkauft worden, 145 weniger als im Jahr 2016. Auf Wismar entfallen 371 Verkäufe, 71 weniger als im Jahr zuvor. „Kurzfristig gesehen sind die Erwerbsvorgänge abfallend, von 2011 betrachtet aber stabil“, erläutert Wolfgang Papke, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Beliebt sind immer mehr unbebaute Grundstücke. Hier ist die Nachfrage 2017 um vier Prozent gestiegen.

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 359, 8 Millionen Euro im nordwestmecklenburgischen Grundstücksmarkt umgesetzt worden. Im Jahr 2016 waren es 544 Millionen Euro. „Das hing aber mit dem Verkauf der Werft in Wismar zusammen“, erklärt Frank Dittrich, Fachdienstleiter Kataster und Vermessung beim Landkreis. Vor allem die Ostseeküste ist bei Häuslebauern beliebt, der ländliche Raum eher weniger.

Der Bodenpreisindex, ein Indikator für die Grundstückswerte, lag 2017 für den drei Kilometer breiten Küstenstreifen des Landkreises bei 149,8 (2016: 133,4). Im ländlichen Raum (ohne Wismar) betrug der Bodenpreisindex 106,4 (2016: 102,3). In der Wismarer Innenstadt lag er bei 117 (2016: 112), in den Wohngebieten außerhalb des Zentrums bei 134 (2016: 124).

Konkret lassen sich diese Werte mit Quadratmeterpreisen belegen. Die Bodenrichtwerte in Boltenhagen lagen je nach Lage zwischen 230 und 430 Euro pro Quadratmeter für unbebautes Bauland, in Grevesmühlen zwischen 65 und 95 Euro, in Selmsdorf zwischen 80 und 125 Euro, in Schönberg zwischen 65 und 80 Euro, in Herrnburg zwischen 100 und 200 Euro, in Wismars Innenstadt zwischen 130 und 260 Euro und außerhalb der Innenstadt zwischen 45 und 140 Euro.

Ackerlandpreise scheinen sich, nachdem sie jahrelang gestiegen waren, auf hohem Niveau zu stabilisieren. 2017 sind für einen Quadratmeter Ackerland durchschnittlich 2,83 Euro gezahlt worden – 0,05 Cent mehr als im Vorjahr. Bei Grünland ist der Preis pro Quadratmeter Grundstücksfläche von 1,14 auf 1,03 Euro gesunken.

Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwertkarte

Der Grundstücksmarktbericht wird einmal jährlich auf Basis der getätigten Kaufverträge im Landkreis Nordwestmecklenburg

erstellt. Notare übermitteln dem Gutachterausschuss die entsprechenden Daten.

Gegen eine Gebühr von 60 Euro ist der

aktuelle Grundstücksmarktbericht in der

Geschäftsstelle des

Gutachterausschusses in der Malzfabrik erhältlich. Die Bodenrichtwertkarte kostet 80 Euro. Zusätzlich

werden die Bodenrichtwerte im Internet unter www.geoport-nwm.de zur Verfügung gestellt.

Jana Franke

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