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Wismar Gutachten deckt auf: Gägelow hängt Wismar ab
Mecklenburg Wismar Gutachten deckt auf: Gägelow hängt Wismar ab
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00:00 17.04.2013
G�gelow gilt schon lange als st�rkster Konkurrent f�r den Einzelhandel in der Wismarer Innenstadt. Quelle: Ulli Jahr
Wismar

Die Innenstadt, vor allem die Altstadt, ist und bleibt das Zentrum des Einzelhandels — nicht nur für Wismar selbst, sondern auch für die umliegenden Gemeinden. Aber daran muss intensiv gearbeitet werden.

Zu diesem Ergebnis kommt das regionale Einzelhandelskonzept für den Stadt-Umland-Raum Wismar (SUR), das der Regionale Planungsverband Westmecklenburg in Auftrag gegeben hat. Doch nicht nur die Hansestadt wird hier genau betrachtet, sondern vor allem die zum Umlandraum gehörenden Gemeinden Barnekow, Dorf Mecklenburg, Gägelow, Hornstorf, Krusenhagen, Lübow, Metelsdorf und Zierow. Diese neun Kommunen hatten sich schon 2011 in einer Vereinbarung dazu bekannt, zu kooperieren und sich abzustimmen, was die künftige Entwicklung in den verschiedensten Bereichen betrifft, damit der gesamte Raum an Attraktivität gewinnt. Die Einzelhandelsentwicklung steht dabei mit ganz oben auf der Liste.

Rund 123 000 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen im gesamten Raum zur Verfügung. Davon befinden sich etwa 86 000 Quadratmeter in Wismar, das sind ungefähr 70 Prozent, und 27 000

Quadratmeter in Gägelow (22 Prozent). Gägelow und Kritzow (6900 Quadratmeter) galten schon seit jeher als größte Einzelhandelskonkurrenten für Wismar, das Konzept spricht von einer „offensichtlichen Schieflage“.

Dorf Mecklenburg hat ungefähr 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu bieten, kaum nennenswert dagegen sind 200 Quadratmeter in Lübow und 100 in Zierow. Barnekow, Metelsdorf und Krusenhagen haben gar nichts. Barnekow profitiert aber stark vom Gewerbegebiet Gägelow, bis dahin sind es nur fünf Kilometer.

Insgesamt betrachtet gibt es laut Gutachten jedoch ein überdurchschnittliches Einzelhandelsangebot. Auf einen Einwohner kommen 2,24 Quadratmeter Verkaufsfläche. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,4; in Mecklenburg-Vorpommern sind es 1,65. Aber die Verteilung stimmt nicht.

Auch wenn die Wismarer Altstadt Hauptgeschäftsbereich ist, ist sie mit 23 500 Quadratmetern Verkaufsfläche nicht der quantitativ bedeutendste Einzelhandelsschwerpunkt im SUR. Gägelow läuft ihr mit 26 800 Quadratmetern den Rang ab. Ebenso was stellenweise die Angebotsschwerpunkte betrifft. Vor allem ist in der Altstadt das Angebot an Nahrungs- und Genussmitteln zu gering — im Prinzip gibt es nur den Edeka-Markt in der Altwismarstraße. Da sind die Standorte Hinter Wendorf, Kritzow und Gägelow weit üppiger ausgestattet. Diese drei Standorte sind aufgrund ihrer Angebotsstruktur und Größenordnung laut Gutachten als Konkurrenz zur Wismarer Altstadt zu betrachten. Auch dahingehend, dass sie problemlos mit dem Auto zu erreichen sind. Insgesamt gesehen jedoch ist die Ausstattung mit Lebensmittelverkaufsflächen im gesamten Stadt-Umland-Raum Wismar überdimensional. Auf einen Einwohner kommen 0,61 Quadratmeter. Der deutsche Durchschnittswert beträgt etwa 0,35 bis 0,40. Der Markt im SUR ist gesättigt. Das Konzept gibt Empfehlungen, wie diese Schieflagen einigermaßen wieder ins Lot gebracht und die Bedeutung der Wismarer Innenstadt, vor allem der Altstadt, als Kernbereich des Einzelhandels gestärkt werden können. So wird unter anderem davon abgeraten, die großen Konkurrenzstandorte Wendorf, Kritzow und Gägelow zum Beispiel in Hinblick auf die Nahversorgung auszubauen.

Sowieso sollte auf eine weitere Entwicklung von Einzelhandelsflächen auf der Grünen Wiese konsequent verzichtet und Augenmerk auf eine aktive Verbesserung des Einzelhandels in der Innenstadt gelegt werden. Außerdem gilt es, Möglichkeiten in den Gebieten zu finden, die über keine bzw. sehr geringe Grundversorgung verfügen wie in Dargetzow, Lübow oder Barnekow.

Christel Ros

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