Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Gute Chancen auf Job für Langzeitarbeitslose
Mecklenburg Wismar Gute Chancen auf Job für Langzeitarbeitslose
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:35 13.07.2018
Menschen, die lange ohne Job sind, haben wieder gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Quelle: Carsten Rehder / Dpa
Wismar

Der Arbeitsmarkt in Nordwestmecklenburg ist dynamisch, wie Jobcenter und Agentur für Arbeit gern sagen. Viele freie Stellen und zu wenig qualifizierte Mitarbeiter stehen dem gegenüber. „Erst die jüngst veröffentlichten Arbeitslosenzahlen haben deutlich gemacht, dass wir uns der Vollbeschäftigung nähern“, sagt Martin Greiner, Geschäftsführer des Jobcenters Nordwestmecklenburg. 

Mit der Regierungsbildung Mitte März stand für Greiner dann auch bald fest: Es gibt wieder Geld vom Bund für sogenannte Maßnahmen. „An der Spitze der Behörde hat bereits vor längerem ein Umdenken eingesetzt.“ Individuelle Förderung sei nun wieder in einem größeren Ausmaß möglich - gerade auch für Langzeitarbeitslose. 

Festanstellung lohnt sich

In Nordwestmecklenburg sind derzeit gut drei Viertel der Frauen und Männer, die vom Jobcenter Leistung beziehen, ein Jahr oder länger ohne einen Job. Ein Teil dieser Menschen arbeitet auf geringfügig beschäftigter Basis. „Wenn zum 1. Januar kommenden Jahres der Mindestlohn um 30 Cent pro Stunde steigt, wird diese Beschäftigungsform für Arbeitgeber weniger attraktiv“, glaubt Greiner. Das Jobcenter fördere deshalb die Einstellung eines geringfügig Beschäftigten in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit maximal 6000 Euro, wenn der Arbeitsvertrag über mindestens ein Jahr abgeschlossen wird. „60 Leute haben wir so schon in dauerhafte sozialversicherungspflichtige Arbeit gebracht“, sagt Greiner. 

Gerade auch für junge Menschen stehe nun wieder Geld für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Greiner verweist auf eine dreimonatige Probebeschäftigung - bei vollem Gehalt. „Da haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausreichend Zeit, einander und die Erwartungen aneinander kennenzulernen“, sagt er. Zudem seien drei Monate bei voller Bezahlung verbindlicher als etwa ein zweiwöchiges Praktikum. „Drei Monate muss man dann auch erst einmal durchhalten - zumal die Bereitschaft, umsonst zu arbeiten, verständlicherweise sinkt.“ Zudem könnten im Anschluss an die Probearbeit auch notwendige Qualifizierungsmaßnahmen gefördert werden. 

Jobcenter bietet Beratung an

Greiner verweist in diesem Zusammenhang auf anerkannte Flüchtlinge, die statt Asylbewerberleistungen Leistungen vom Jobcenter erhalten. „Gerade für diese jungen Menschen wäre das auch eine Chance - sie sind wegen der langwierigen Sprachkurse oft zu Langzeitarbeitslosen geworden.“ Und noch eine Idee sieht Greiner am liebsten schon umgesetzt: die der Bürgerarbeit. City-Ranger, Busbegleiter oder Tankwarte - im kommenden Jahr soll das Projekt beginnen. 

Und Greiner appelliert an seine Kunden: „Kommen Sie zu uns, wenn Sie Fragen haben, Rat brauchen.“ Wer beispielsweise einen Job beginne, könne Übergangsgeld beantragen für die Zeit, wo der Leistungsbezug aufhört, das erste Gehalt aber noch nicht gezahlt ist. Auch das Scherenset für den Friseurberuf oder Arbeitskleidung, zu deren Beschaffung der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist, könne beantragt werden. „Das alles ist bis zum Jahresende möglich.“ Danach würden die Karten neu gemischt.

Nicole Buchmann

Jugendliche der Großen Stadtschule arbeiten mit indischen Schülern am Projekt „Welternährung“

13.07.2018

Autofahrer in Wismars Altstadt werden bis voraussichtlich Freitag, 20. Juli, in entgegengesetzter Richtung um den Markt geleitet. Entlang der Umfahrung gilt Halteverbot.

13.07.2018

Zur 19,4 Quadratmeter großen Gemeinde Züsow gehören die Ortsteile Züsow, Bäbelin, Tollow, Teplitz und Wakendorf. Der Ort Züsow wurde erstmalig 1224 urkundlich erwähnt hat heute 305 Einwohner.

13.07.2018