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Hafenzufahrt Timmendorf vertieft

Timmendorf/Poel Hafenzufahrt Timmendorf vertieft

Ausbaggerung auf drei Meter Tiefe dauert etwa zwei Wochen

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Hafenzufahrt Timmendorf wird vertieft

Die Poeler Hafenzufahrt Timmendorf wird derzeit von einer dänischen Reederei ausgebaggert.

Quelle: Foto: Hans-Joachim Zeigert

Timmendorf/Poel. Der Wind hat deutlich zugelegt. Auf den Wellen bilden sich bereits Schaumkämme. Unbeeindruckt davon liegt das Baggerschiff „Aase Madsen“, gehalten durch zwei lange Rohrstützen, scheinbar unverrückbar auf Arbeitsposition vor der Timmendorfer Hafeneinfahrt. Dort ist die etwa zwei Wochen andauernde Unterhaltungsbaggerung in vollem Gange.

Ein Kranarm lässt den Greifer immer wieder in den Fahrrinnengrund gleiten. Bald ist der etwa 300 Kubikmeter fassende Laderaum des Spezialschiffes einer dänischen Reederei satt mit Baggergut gefüllt. Die „Stelzen“ werden eingefahren und die vierköpfige Besatzung nimmt Kurs Richtung Boltenhagener Strand. Dort wiederholt sich die Prozedur in umgekehrter Weise. Das in der Timmendorfer Hafenzufahrt abgetragene Sediment wird dort wieder verwendet, statt es, wie üblich, auf der Schüttstelle zu verbringen. „Damit erfüllt die durch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Lübeck beauftragte Maßnahme gleich zwei Funktionen“, erklärt Mario Fröhlich, Leiter des WSA-Außenbezirks Wismar. Geschüttet werde dort von Westen nach Osten, insbesondere im Strandbereich vor Redewisch und Alt Boltenhagen. Denn dort herrscht aufgrund ungünstiger Strömungsverhältnisse Sandmangel. Das dorthin verbrachte Baggergut soll dafür sorgen, den durch Strömungsverhältnisse bedingten Sandabtrag in Richtung See auszugleichen. Ziel bleibt jedoch die Vertiefung der Timmendorfer Hafenzufahrt auf die erforderlichen drei Meter, damit das Lotsenversetzboot ungehindert passieren kann.

Inzwischen kommt das Lotsenversetzboot der Timmendorfer Station zurück und prescht im knappen Bogen an dem Baggerschiff vorbei. „Besser lässt sich die Situation hier vor Ort nicht darstellen“, sagt Fröhlich. Naturgewalten mit Wind, Wellen und Meeresströmung sorgen in diesem Bereich vor der Insel Poel immer wieder für eine Versandung.

„Ein deutliches Zeichen war die mit einem Peilschiff in jüngster Zeit gemessene Minimaltiefe von nur 2,20 bis 2,30 Metern“, heißt es weiter. Die Hafenzufahrt muss auf einer Breite von 25 Metern und einer Länge von 100 Metern ausgebaggert werden. Dabei fallen bis zu 5000 Kubikmeter an Baggergut an. Problematisch sei die Versandung für das Lotsenboot mit einem relativ geringen Tiefgang zwar nicht. Doch bei Eiswinter erfolgt die Lotsenversetzung mit einem stärkeren und tiefer gehenden Schlepper, für den dann auch die Fahrrinne freigehalten werden muss. Der hätte dann echte Probleme und somit kämen das Lotsenboot oder auch andere Fahrzeuge, wie das Seenot-Rettungsboot, nicht zum Einsatz. Im Anschluss ist das Baggerschiff auch noch für die Gemeinde Poel im Einsatz. Denn auch im Hafen sollen noch etwa 1000 Kubikmeter an Seegrund zugunsten der Vertiefung von Liegeplätzen ausgehoben werden.

H.-J. Zeigert

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