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Haha und Hihi: Künstler lehrt Kindern das Lachen

Wismar Haha und Hihi: Künstler lehrt Kindern das Lachen

Kabarettist Michael Ruschke zu Gast in der Kinderuni

Wismar. Kinderuni in Wismar: Im Hörsaal 101 der Hochschule Wismar wurde gestern lautstark gelacht – und das beim Lernen. Unter dem Titel „Die Geheimnisse des Lachen“

 

OZ-Bild

Dozent Michael Ruschke erklärte den Kindern, wie ein Witz funktioniert.

Quelle: Foto: V. Kopp

erklärte Dozent Michal Ruscke, Künstlerischer Leiter des Kabaretts Rohrstock, den Kindern wann und warum wir zum Beispiel über Witze lachen. Die ersten Kicherer hatte er bereits auf seiner Seite, als er die rund 200 Nachwuchsstudenten mit einer roten Clownsnase und piepsiger Stimme begrüßte. Nachdem die Kinder dann den Schwur gesprochen hatten, die Geheimnisse des Lachens nie für Böses einzusetzen, konnte der theoretische Teil der Vorlesung beginnen. Doch um Witze analysieren zu können, mussten vorab welche erzählt werden – sehr zum Spaß der Kids.

Michael Ruschke, Spaßmacher von Beruf, erklärte als erstes, wie mit und über Sprache gelacht werden kann. „Über Missverständnisse können wir zum Beispiel lachen. In der deutschen Sprache gibt es genügend Wörter, die mehrere Bedeutungen haben.“ So heißt Geld beispielsweise auch Knete, Kröten, Moneten oder Schotter. „Stellt euch einen Banküberfall vor“, lautete sein Beispiel. „Sagt der Dieb:

,Geben Sie mir Ihren Schotter’. Antwortet der Bankangestellte: „Wenn Sie zum Baumarkt wollen, müssen Sie an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen.“ Die Kinder finden es witzig. „Zwei, die diese Art perfektioniert haben, sind das Komikerduo Herricht und Preil“, sagte Ruschke. Für die Kinder gab es eine Kostprobe – lachen garantiert.

„Gelacht werden kann aber auch über das Aussehen oder die Art, wie jemand etwas macht“, fuhr der 52-Jährige fort. Ein Meister der Komik durch Mimik und Gestik sei Rowan Atkinson in seiner Rolle als Mr. Bean. Begeistertes Lachen bei den Kindern, noch bevor der Film startete.

„Merkt Euch also, jeder kann lachen, er muss sich nur trauen“, sagte Ruschke zum Abschluss der heiteren Dreiviertelstunde. Und eins sei sowieso klar: „Lachen ist die beste Medizin!“

Vanessa Kopp

Die weiteren Vorlesungen

31. März: Mit den Händen reden – Wie funktioniert Gebärdensprache? Dozentin: Laura M. Schwengber, selbständige Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache 28. April: Wozu brauchen wir ein Gehirn? Dozentin: Dr. Sabine Mehnert, Chefärztin der Klinik für Neurologie am Hanseklinikum Wismar 19. Mai: Was ist Kyudo? – Die Kunst des japanischen Bogenschießens. Dozent: Michael Haller, Kyudolehrer 30. Juni: Warum schlafen und träumen wir? Dozent: Dr. Wolfram Burkhardt, Schlafexperte

Info: www.hs-wismar.de

OZ

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