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Harte Zeiten für Hund, Katz und Strauß

Wismar Harte Zeiten für Hund, Katz und Strauß

Hunde an die Leine, Katze bitte nicht aus dem Haus - mit der Geflügelpest in Nordwestmecklenburg brechen auch für Haustiere andere Zeiten an.

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Noch dürfen sie im Freigehege umherlaufen - die Strauße im Tierpark Wismar. Sollte sich die Geflügelpest weiter ausbreiten, müssen sich die Laufvögel mit einem kleinen Vorgehege begnügen.

Quelle: Nicole Buchmann

Wismar. Vergangenen Freitag sind weitere Teile Nordwestmecklenburgs, darunter auch das gesamte Stadtgebiet von Wismar, zum Sperrgebiet erklärt worden. Grund ist die Geflügelpest. In den kommenden drei Wochen dürfen dort deshalb Vögel nur noch in Ställen gehalten werden.

Marina Welsch vom Tierpark in Wismar erinnert sich an die letzte große Geflügelpest vor mehr als zehn Jahren. Damals mussten sie ihre Strauße betäuben, fuhren sie auf Lkw in einen alten Garagenkomplex am Bürgerpark und stallten sie dort ein. „Sie haben sich gegenseitig die Federn vom Rücken gezogen – die Tierpfleger haben geweint, als sie die Strauße da wieder rausholten“, erzählt Welsch, die die Öffentlichkeitsarbeit für den Tierpark macht.

Den Garagenkomplex gibt es nicht mehr; erst vor Kurzem wurde er abgerissen. Ein fünf mal fünf Meter großes Vorgehege wäre im Ernstfall alles, was dem Hahn und den drei Hennen an Freigang zur Verfügung stünde. „Das sind Laufvögel, die gehen kaputt“, fürchtet Welsch.

Auch Hundebesitzer sowohl im Sperr- als auch im Beobachtungsgebiet müssen ihre Vierbeiner für die kommenden drei Wochen anleinen. Allein in Wismar sind 1717 Hunde gemeldet. Der Landkreis werde stichprobenartig Kontrollen durchführen, teilte Sprecherin Petra Rappen auf OZ-Nachfrage mit. Das System „der sozialen Kontrolle“ aber funktioniere auch sehr gut. Zuwiderhandlungen können laut Tiergesundheitsgesetz mit einer Geldbuße von bis zu 30 000 Euro geahndet werden.

Der Landkreis wies darauf hin, dass die Anordnung vor allem dem Schutz von Katzen und Hunden diene. Im Jahr 2006 sei zum ersten Mal bei einer Hauskatze ein Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. Zudem könnten Hunde und Katzen den Erreger verschleppen, wenn sie infizierte Tiere von einem Ort zum anderen trügen.

Nicole Buchmann

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