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„Heiderosen“ genießen Auszeit in Natur

Heidekaten „Heiderosen“ genießen Auszeit in Natur

Frauencamp mit Grenzerfahrungen: Plumpsklo, kaltes Duschen und das Schlafen in einer Jurte gehören dazu.

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Entspannende Kopfmassage zwischen Jurte und selbst kreiertem Natur-Altar. In Heidekaten genießen Caren, Anne, Andrea, Krystin, Martina, Gabi und Alenka eine gemeinsame Frauenzeit. „Heiderosen in der Natur“ heißt das geförderte Projekt. Fotos (5): Ina Schwarz

Heidekaten. Acht Frauen auf den Spuren ihrer weiblichen Urkraft. „Heiderosen“ heißt ein Projekt, das in dieser Form erstmals im Künstlerdorf Heidekaten bei Blowatz stattfindet. „Die Nachfrage von Frauen war sehr groß“, erklärt Filzerin und Netzwerkerin Martina Weiß. Sie lebt in Heidekaten, leitet dort regelmäßig Frauenkraftabende und ist eine der Initiatorinnen des Frauencamps.

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Oft können wir die Natur noch intensiver wertschätzen, wenn wir selbst tiefe Erfahrungen in ihr gemacht haben.“Alenka Baerens, Erlebnispädagogin

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Auf der Wiese auf ihrem Grundstück steht derzeit eine Jurte. Darin leben die Teilnehmerinnen der viertägigen Auszeit. Es sind Mütter, gestandene Frauen, berufstätig, erfolgreich, verheiratet.

„Ich bin hier, weil es für mich wichtig ist, unter Frauen zu sein und mich mehr und mehr geborgen im eigenen Geschlecht zu fühlen“, erzählt Andrea. Anne, die aus Potsdam angereist ist, ergänzt: „Für mich war ein wichtiger Antrieb, endlich wieder in der Natur zu sein.“ Krystin ist Ärztin. Auch sie sucht neue Anregungen, Inspiration und neue Wege bei der großen Heilerin Natur.

Die zeigt ihre Schönheit in Heidekaten gerade im Überfluss. Die Bäume im Garten hängen voller Äpfel, Schmetterlingen flattern durch die Spätsommerluft, die hohen Bäume rauschen, Schafe blöken. Aus deren Wolle werden Mandalas gefilzt. Ein spürbarer Kreislauf. Inmitten dieser Kulisse machen die Frauen Erfahrungen. Nicht jede ist zunächst angenehm. „Die größte Herausforderung ist die Natur“, erzählt Teamerin Gabriele Küther-Staudler. Die 54-Jährige bringt viele Erfahrungen im naturtherapeutischen Arbeiten mit Frauen mit. Plumpsklo, kaltes Duschen unter freiem Himmel und die kühlen Nächte in der einfachen Jurte sind einige der Grenzerfahrungen im Außen. „Ich habe zum Beispiel gelernt, dass man Kartoffeln auch einfach so ins Feuer werfen kann, ohne sie vorher in Alufolie zu wickeln“, erzählt Anne lachend.

Doch auch viele innere Prozesse finden statt. Angeregt durch gemeinsames freies Tanzen, Singen, Massieren und durch Gespräche am offenen Feuer, zeigen sich Lebensthemen. Andrea erzählt über ihre Solo-Zeit am Meer: „Ich habe dort gelernt, Alleinsein nicht mehr als Mangel zu empfinden, sondern als große Fülle. Das ist etwas ganz Großes für mich.“

„Oft fällt es uns noch leichter, die Natur zu schützen und zu wertschätzen, wenn wir selbst tiefe Erfahrungen in ihr gemacht haben“, erklärt Alenka Baerens. Die 41-jährige Erlebnispädagogin gehört zum „Heiderosen“-Begleitteam. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow mit Fördermitteln unterstützen. Träger des Projektes ist der Kulturverein Hof Medewege.“

„Ich habe hier eine neue Idee für Achtsamkeit bekommen“, bedankt sich Caren, eine der Teilnehmerinnen, für die Tage zwischen Erde und freiem Himmel. Tage, die sich so lebendig, emotional, vielseitig, spontan und kreativ gestalteten, wie Frauen nun einmal sind.

Weitere Angebote: Auf dem Wildrosenpfad
Auf dem Wildrosenpfad ist ein Wandertag nur für Frauen. Es geht darum, Kraft zu tanken, Grenzen zu spüren und mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Nächste Termine: 13. September und 1. November, jeweils 11 bis 18 Uhr. Der Tag wird begleitet von Gabriele Küther-Staudler, Alenka Baerens und Martina Weiß. Jede der Frauen bringt eigene Aspekte, Potenziale und Erfahrungen in der therapeutischen Frauenarbeit mit.

Der Weg: Gewandert wird in der Natur und an der Ostsee. Kreativ rituelles Gestalten und die Arbeit mit biografischen Themen tragen zum vielschichtigen Erleben bei.

Anmeldungen: bitte 14 Tage vor dem Termin bei Gabriele Küther-Staudler, ☎ 03 38 72/7 08 01; gabriele-parey@gmx.net; www.havelarche.de/frauenferien, oder bei Alenka Baerens unter ☎ 01 77/6 09 40 04; alenka.baerens@gmail.com.

 



Ina Schwarz

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