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Wismar Herrnburger will Kitesurfer ausbilden
Mecklenburg Wismar Herrnburger will Kitesurfer ausbilden
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03:53 14.03.2013
Frank Gade im Februar auf der Ostsee vor Boltenhagen. Sein Wissen übers Kiteboarden und -surfen will er jetzt weitergeben. Quelle: privat

Dunkel ist es draußen und die Minusgrade sind bei zehn angekommen. Doch das hindert die Gesprächspartner Dienstagabend im alten Dassower Rathaus nicht, sich mit Sommer, Sonne und Strand zu beschäftigen. Am Ende empfehlen die Mitglieder des Ausschusses für Tourismus, Wirtschaft und Verkehr den Dassower Stadtvertretern einmütig, Frank Gade aus Herrnburg eine Sondernutzungserlaubnis zum Betreiben einer mobilen Wassersportschule am Strand zu erteilen.

Außerdem regen sie eine Überarbeitung der Anlage zur aktuellen Strandsatzung an. Sie betrifft die Ausweisung von Hundestränden. Geht es nach den Ausschussmitgliedern dürfen die Vierbeiner sich in Begleitung ihrer Halter demnächst am zur Gemeinde Dassow gehörenden Strandbereich zwischen den Aufgängen zwei und drei, westlich des Aufganges sechs sowie zwischen den Strandzugängen 12 und 13 tummeln. Stadtvertreter und berufene Bürger sind sich einig in ihrer Forderung nach einer Kontrolle dieser Festsetzung. Besonders drängen die Gremiumsmitglieder um Ausschussvorsitzenden Gerd Matzke darauf, auch das Geschehen zwischen den Zugängen eins und zwei zu beobachten, denn dort scheinen die Hundehalter im Anschluss an den zur Stadt Lübeck gehörenden Priwall von einer Art Gewohnheitsrecht Gebrauch zu machen.

Ordnung muss sein. Und so verständigen sich die Ausschussmitglieder auch mit Frank Gade darauf, dass er mit seiner mobilen Wassersportschule, „vor den Strandzugängen neun und zwölf“ agiert. Der 35-Jährige will Kurse zum Erlernen des Kiteboardens und Kitesurfens abhalten und erklärt, dafür kaum Strandareal zu benötigen. Der eigentliche Unterricht finde im Wasser statt, lediglich drei bis vier Quadratmeter Strand wären für das Lagern mitgebrachter Dinge notwendig. Sämtliche Ausrüstung werde vom Treffpunkt am Parkplatz zum Schulungsort geschafft und nach Unterrichtsschluss wieder mitgenommen. In seinem Antrag verspricht Frank Gade: „Die Schulungen werden nach höchsten Standards des Verbandes Deutscher Wassersport Schulen durchgeführt.“ Das bedeute auch, einen Mindestabstand von 50 Metern zu allen erdenklichen Hindernissen einzuhalten. Der Unterricht soll in kleinen Gruppen von maximal sechs Personen stattfinden.

Frank Gade war lange Zeit als Automobilverkäufer tätig und startet seine berufliche Neuorientierung erst einmal aus der Elternzeit mit Töchterchen Helena heraus. Er sieht sich jetzt einen ersten Schritt machen und sucht Kontakte zu Unterstützern, Interessenten und Partnern aus Wirtschaft, Tourismus und den Kommunen. Ziel sei eine positive Entwicklung der Region und der Aufbau langfristig erfolgreicher Partnerschaften. „Natürlich ist mir auch der respektvolle Umgang mit der Umwelt wichtig“, betonte er. Gerade als Wassersportler sei er da hoch sensibel. „Ein langfristig symbiotisches Miteinander wäre in dieser Sportart ohne Weiteres möglich, da schließlich Kitesurfen eine der wenigen Sportarten ist, die komplett emissionsfrei betrieben werden.“

Cornelia Roxin

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