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Wismar Hochbrücke: Anwohner wollen Tunnel
Mecklenburg Wismar Hochbrücke: Anwohner wollen Tunnel
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14:44 19.02.2018

Der Bauausschuss der Bürgerschaft hat sich am Montag einstimmig bei einer Enthaltung der Grünen für die Vorzugsvariante der Stadt beim Neubau der Hochbrücke ausgesprochen. Diese verläuft südlich der jetzigen Brücke. Damit wurde gleichzeitig die Vorzugsvariante des Landes abgelehnt, die durch die Rostocker Straße und vorbei am Mühlenteich verläuft und dann über die Bahnschienen führt. Die dritte Variante – der jetzige Verlauf – scheidet wegen der höchsten Kosten und der Sperrzeit von drei Jahren – wohl aus.

Für die Sitzung der Bürgerschaft am Donnerstag liegt eine Beschlussvorlage der Verwaltung vor. Das Votum der Politik soll anschließend zum Bauministerium geschickt werden. Denn das Land ist für den Neubau zuständig.

Im Bauausschuss wurden die drei Vorzugsvarianten vorgestellt (die OZ berichtete in der Montagausgabe). Hans-Jürgen Leja (Für Wismar) sprach bei der Landes-Variante von „Harakiri“. Bei den drei möglichen Varianten sei die Sache selten so eindeutig. Auch Petra Seidenberg (Grüne) findet die bevorzugte Stadt-Variante besser. Sie möchte aber vorher eine Informationsveranstaltung mit dem Land.

Unterdessen haben sich Anwohner vom Mühlenteich mit einem Brief an den Präsidenten der Bürgerschaft gewandt. Darin machen sie deutlich, dass keine Variante ideal ist. „Insofern kommen wir zu dem Schluss, dass eine Tunnelführung aller Wahrscheinlichkeit nach wohl die umweltverträglichste Variante mit der geringsten Beeinträchtigung der Lebensqualität der Anwohner wäre und gleichzeitig die Entwicklungsmöglichkeiten des Mühlenteich-Umfeldes für die Zukunft nicht beeinträchtigt. Wahrscheinlich aber auch die Teuerste! Dies dürfte aber nicht das letztlich ausschlaggebende Argument sein, denn der Ersatz für die Hochbrücke wird ja wieder für mindestens zwei bis drei Generationen das Lebensumfeld der Anwohner bestimmen. Und was für die Anwohner der Poeler Straße gut und angemessen ist, sollte auch für den Bereich des Mühlenteich und der Rostocker Straße gelten“, so die Familien Gutzmann und Heße.

In der bisherigen Diskussion sehen die Anwohner die verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Argumente in den Mittelpunkt gerückt. „Aus unserer Sicht als Anwohner des Mühlenteichs müssen aber auch mit mindestens dem gleichen Gewicht weitere Themenbereiche wie zum Beispiel die des Naturschutzes, der Stadtentwicklung, der Naherholung und des Lärmschutzes in die Diskussion mit eingebracht werden.“

Bei der bevorzugten Variante der Stadt würden die Belange des Naturschutzes „massiv betroffen“ sein. Die Tier- und Vogelwelt werde negativ beeinflusst. Auch würden Möglichkeiten für neues und attraktives Wohnen beim Neubau der Hochbrücke über den Mühlenteich stark nachteilig beeinträchtigt werden.

Außerdem fragen die Anwohner, ob in allen Varianten besondere Maßnahmen des Lärmschutzes vorgesehen und einkalkuliert sind, wie zum Beispiel Lärmschutzwände oder auch Überdachung der gesamten Hochbrücke. „Dies wäre in allen Varianten dringend erforderlich!“

Heiko Hoffmann

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