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Hochschule ist weltoffen und neugierig

Wismar Hochschule ist weltoffen und neugierig

Landtagspräsidentin Bretschneider lobt beim Jahresempfang das Engagement von Studenten und Professoren

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Gruppenbild mit Dame: Die Altrektoren Prof. Dr. Norbert Grünwald (2002 bis 2014), Prof. Dr. Walter Schäfer (1988 bis 1990) und Prof. Dr. Burckhard Simmen (1994 bis 2002, v. l.) posieren mit Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider im Theaterfoyer. Fotos (6): Norbert Wiaterek

Wismar. Worte, die nachdenklich stimmten, aber auch anregende Gespräche in lockerer Runde, beschwingte Musik und gut gelaunte Gäste: Beim Jahresempfang der Wismarer Hochschule begrüßte Rektor Prof. Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister gestern Dozenten, Studenten sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Unter den mehr als 100 Feiernden im Wismarer Theater waren drei Altrektoren, außerdem Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) und Prof. Dr. Peter Trenkner. Der 75-Jährige, einst im Fachbereich Seefahrt in Warnemünde tätig, ist der Hochschule seit mehr als 50 Jahren verbunden. Eine herzliche Begrüßung gab es für Dr. Hermann Schmidt aus Hamburg. Der Enkel von Robert Schmidt, Gründer der Ingenieurakademie in Wismar, feiert in wenigen Tagen seinen 87. Geburtstag. Bei Sekt, geräucherten Schweinemedaillons und Dorade auf Gemüsereisbrett war Zeit für Diskussionen. Für die musikalische Unterhaltung war das Blechbläserquartett der Musikschule Wismar mit Ole und Malte Sprick, Joseph Tänzer und Thorben Hasse zuständig.

OZ-Bild

Landtagspräsidentin Bretschneider lobt beim Jahresempfang das Engagement von Studenten und Professoren

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Doch zuvor sorgte Sylvia Bretschneider (SPD) für nachdenkliche Momente. „Unsere Gesellschaft steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen“, sagte die Landtagspräsidentin mit Blick auf die vielen Flüchtlinge. Es müsse Ziel sein, die Neuankömmlinge möglichst schnell und erfolgreich zu integrieren. Eine Aufgabe, der sich die gesamte Gesellschaft stellen müsse. „Ohne Akzeptanz, Toleranz und zivilgesellschaftliches Engagement wird es uns nicht gelingen, die Menschen, die rechtmäßig bei uns leben, auch wirklich zu integrieren“, meinte die Gastrednerin. Die Politikerin mahnte in diesem Zusammenhang, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen. „Und wir müssen auf die Chancen hinweisen, die eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge bringen kann.“

Lob gab es von Bretschneider für die Hochschule in Wismar, wo ausländische Studenten etwa zehn Prozent der Gesamtstudentenzahl (derzeit 8750, darunter etwa 4750 im Fern- und Onlinestudium) ausmachen.

Diese Bildungseinrichtung stehe für Willkommenskultur, Neugierde, Weltoffenheit und Vielfalt. „Hochschulen sind aus meiner Sicht Orte, die besonders offen und tolerant sein müssen“, bekräftigte der Rektor. „Ihre Aufgabe ist die Mehrung wissenschaftlicher Erkenntnis, die am besten in einem freien Diskurs gelingen kann. Da spielen Hautfarbe und Herkunft keine Rolle.“ Prof. Wiegand-Hoffmeister stellte fest: „Nun geht es darum, den dauerhaft hier Lebenden eine Perspektive zu bieten und ihre Integration zu fördern. Dazu haben wir viele gute Ideen, die es nun umzusetzen gilt.“

Zum ab Sommer 2016 geltenden „Maßnahmekatalog Flüchtlingsintegration“ gehört eine intensive Betreuung studierfähiger Flüchtlinge, die Einblicke in die Studienorganisation erhalten, erste Deutschkenntnisse vermittelt bekommen und an Schnupperkursen teilnehmen. Bei Gartenbauprojekten können Flüchtlinge soziale Kontakte knüpfen und kulturelle Kompetenzen stärken. Zur kulturellen und sprachlichen Integration sollen auch vom Allgemeinen Studierendenausschuss angebotene Freizeitaktivitäten, etwa die Party „one world“, beitragen. Bretschneider sagte für die Integration von Flüchtlingen, die studieren möchten, Landesmittel zu — für 2016 und 2017 jährlich mindestens 100000 Euro.

Von Norbert Wiaterek

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