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Hochschule stellt sich mit vielen Veranstaltungen vor

Wismar Hochschule stellt sich mit vielen Veranstaltungen vor

Eine Woche lang hat sich die Wismarer Fachhochschule vorgestellt. Kinder-Uni, Campus-Führungen und Musik-Veranstaltungen sollten Lust auf ein Studium in der Hansestadt machen. Mehrere hundert Gäste haben das Angebot genutzt, einige wollen später ein Studium aufnehmen.

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Hochschul-Absolvent Johannes Wichmann und Professor Jürgen Cleve (beide rechts) führen Neugierige über den Campus.

Quelle: Fotos: Kerstin Schröder

Wismar. Voller Campus gestern bei der Fachhochschule Wismar: Hunderte Neugierige schlendern durch die Hörsäle und Fakultäten. Es ist Schnuppertag! Auch die Wismarer Schülerinnen Lena Danowski, Vanessa Schuld und Tabea Kakuschky schnuppern Hochschul-Luft, obwohl sie noch ein paar Jahre Zeit haben bis zum Abitur. „Uns interessiert Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsinformatik“, erzählen die 16-Jährigen. Von einem Studenten haben sie sich gerade erzählen lassen, wie der Unterricht abläuft und was man genau lernt. „Das hat uns gefallen“, betonen die Mädchen, die gern auch später noch zusammen die Schulbank drücken würden.

OZ-Bild

Eine Woche lang hat sich die Wismarer Fachhochschule vorgestellt. Kinder-Uni, Campus-Führungen und Musik-Veranstaltungen sollten Lust auf ein Studium in der Hansestadt machen. Mehrere hundert Gäste haben das Angebot genutzt, einige wollen später ein Studium aufnehmen.

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Einer, der sein Studium schon hinter sich hat, ist Johannes Wichmann. Der 24-Jährige hat 2011 in Wismar angefangen, Betriebswirtschaft zu studieren. Vor zwei Wochen hat er seinen Abschluss erhalten und ist jetzt auf dem Weg zum Doktortitel. „Die Studienzeit war großartig, der Campus ist zu meinem Zuhause geworden“, sagt er. Gemeinsam mit Professor Jürgen Cleve von der Fakultät Wirtschaftswissenschaften hat er gestern zu einer „Deluxe“-Tour über das Hochschulgelände geladen. „Ich trage heute mal einen Anzug, das mache ich sonst nicht“, lacht Cleve, als er den etwa 50 neugierigen Teilnehmern erklärt, was denn die Führung so besonders macht. Doch mit vielen Fakten und Campus-Erlebnissen machen er und Wichmann die Tour zu einem unterhaltsamen Erlebnis. Und natürlich wissen sie auch, wo man am besten feiern kann: „Im Block 17, unserem Studenclub, und in der Innenstadt gibt es viele Kneipen“, berichtet Wichamnn. Auch das Wohnen sei relativ preiswert, wenn man sich mit anderen eine Unterkunft teile. Auf die Frage, ob die Hörsäle immer voll sind, scherzt Wichmann: „Das kommt auf den Wochentag und die Uhrzeit an.“ Um acht Uhr morgens seien die meisten Räume noch ziemlich leer.

Etwa 8000 junge Leute lernen zurzeit an der Fachhochschule, gut die Hälfte davon als Fernstudenten. Sie sind an drei Fakultäten eingeschrieben – für Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Gestaltung. „Meine Vorlesungen dauern 90 Minuten“, berichtet Professor Cleve. Besonders wichtig sei, dass die Studenten viele Fragen stellen und intensiv lernen.

Gelernt haben gestern auch viele kleinen Gäste – denn es ist mal wieder Kinder-Uni-Zeit gewesen. Die hat gut 200 Mädchen und Jungen angelockt. Thema diesmal: japanisches Bogenschießen. Der Dozent, Professor Michael Haller, ist seit mehr als 20 Jahren Kyudolehrer. Anfang 2001 hat er das erste Dojo (Übungstudio) für japanisches Bogenschießen in den neuen Bundesländern gegründet und trainiert dort die Kampfkunst, die sich aus den Waffentechniken der Samurai entwickelt hat. Der Wismarer Student Mathias Wolf praktiziert Kyudo seit etwas mehr als zwei Jahren. Als der 24-Jährige den Bogen im Hörsaal spannt, ist es mucksmäuchenstill. Und als der Pfeil nur wenige Meter entfernt einschlägt, geht ein beeindruckendes „Oh“-Raunen durch den Raum.

Die Kinder-Uni ist Teil der Erlebniswoche Campus gewesen mit vielen Veranstaltungen. Die haben mehrere hundert Gäste besucht, freuen die Organisatoren.

Georg Kunert gewinnt Science Slam

In der vergangenen Woche fand zum vierten Mal ein ganz besonderer Wettbewerb statt, einer der Wissenschaft und Humor vereint, der Science Slam der Hochschule Wismar. In diesem Jahr ging Georg Kunert, Student im Masterstudiengang Mechatronik, als Sieger aus dem siebenköpfigen Teilnehmerfeld hervor. Platz 2 belegte Wirtschaftsinformatik-Masterstudent Max Schubert. Prof. Dr. Kai Neumann schaffte es als erster Professor unter die Top 3. Die sieben jeweils maximal zehnminütigen Beiträge präsentierten nicht nur die inhaltliche Bandbreite der Hochschule Wismar mit durchweg qualitativ hochwertigen Vorträgen, sondern sorgten ebenso für große Begeisterung beim Publikum.

Georg Kunert gelang es in seiner Präsentation „Robotik – von Robotern und Rollatoren“, das Fach Mechatronik so vorzustellen, dass ihn das Publikum zum Science-Slam-König kürte. Dabei beleuchtete er die Regelungstechnik, welche man beherrschen muss, um sich mit einem selbstgebauten Rollator-Roboter über eine Bühne chauffieren lassen zu können.

Der Zweitplatzierte, Master Wirtschaftsinformatik-Student Max Schubert, hatte in seinem Vortrag mit dem Titel „Maschinelles Sehen – oder so ähnlich“ demonstriert, wie unterschiedlich Menschen und Computer sehen. So können zwei Bilder, die für den Menschen gleich aussehen, von einem Computer als unterschiedlich interpretiert werden, da er nur Bits zählt.

Und: Nach dem Slam ist vor dem Slam, denn das Organisationsteam plant bereits jetzt für Mai 2018 den 5. Wismarer Science Slam.

Kerstin Schröder

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Die BWl-Studenten (v.l.) Ron Rüdiger, Daniel Langenstein und Carl Pump sind weitestgehend zufrieden mit dem Studium und dem Studienort, aber sie haben auch Verbesserungsvorschläge: „Die Kommunikation zwischen den Fachschaften muss noch verbessert werden“, findet etwa Ron.

In einem neuen Ranking schneidet dagegen das Jurastudium schlecht ab

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