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Im „Haus des Lernens“ sind auch Fehler erlaubt

Neuburg Im „Haus des Lernens“ sind auch Fehler erlaubt

Neuburger legen Wert auf Teamarbeit und Vermittlung von Kompetenzen

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Spaß beim Kneten und Brutzeln: Im Kurs Kochen in der Regionalen Schule Am Rietberg in Neuburg bereiten Leon Jankowiak (15), Nora Kirstein (12), Daniel Buck (15), Tony Thomassek (16) und Maximilian von Erffa (11, v. l.) Königsberger Klopse zu. FOTOS (6): NORBERT WIATEREK

Neuburg. Wer sich hier die Hände nicht schmutzig macht, ist fehl am Platze: Eifrig kneten und rollen Schüler das mit Eiern, Zwiebeln, zerriebenen Brötchen, Pfeffer und weiteren Zutaten vermengte Hackfleisch. Dann werden die Bällchen vorsichtig auf ein Blech gelegt. „Bald können wir die Königsberger Klopse genießen“, freut sich Tony Thomassek auf das Ergebnis.

OZ-Bild

Neuburger legen Wert auf Teamarbeit und Vermittlung von Kompetenzen

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Der 16-Jährige und seine Mitstreiter haben viel Spaß beim Kurs Hauswirtschaft, eines von vielen Angeboten an der Regionalen Schule mit Grundschule Am Rietberg in Neuburg. „Hier werden Schülerinnen und Schülern der sechsten bis neunten Klassen Grundkenntnisse vermittelt“, erklärt Lehrer Detlev Freiheit. „Es geht aber auch darum zu lernen, wie man miteinander auskommt.“

Teamarbeit hat an der Bildungseinrichtung einen großen Stellenwert. Ebenso wie das Vermitteln von Kompetenzen. „Wir entwickeln unsere Schule zu einem ,Haus des Lernens’“, verspricht Carola Hartstock.

Wie die Schulleiterin betont, ist es ein Hauptziel, allen Kindern ein solides und vor allem anwendungsbereites Grundwissen zu vermitteln und sie somit fit für spätere Anforderungen zu machen. „Auch nach der Schule muss weiter und viel gelernt werden. Wir bringen den Heranwachsenden bei, wie man sich Wissen selbstständig aneignet.“ Dabei werde den Schülerinnen und Schülern Zeit und Raum gegeben, ihren individuellen Anlagen entsprechend, mit allen Sinnen zu lernen.

Die Schule Am Rietberg versteht sich als Ort, an dem sich die jungen Leute und die Lehrkräfte als Persönlichkeiten begegnen, wo der Teamgedanke bewusst gelebt und großer Wert auf offene Kommunikation und Zusammenarbeit, auch mit den vielen engagierten Eltern, gelegt wird. „Wir sind eine Schule, die zu sozialer, ökonomischer und ökologischer Verantwortung erzieht, die die Schülerinnen und Schüler auf ihren Entwicklungswegen individuell begleitet und berät und die berufsorientiert arbeitet“, erklärt die stellvertretende Leiterin Gabriela Hennig, die Deutsch und Religion unterrichtet. Die Schule fördere sportliche, musische, kulturelle und gesundheitsbewusste Aktivitäten. „Hier sind alle Lernende. Umwege und Fehler sind erlaubt, Bewertungen geben hilfreiche Orientierungen. Bei uns wird intensiv gearbeitet, kann Freude am eigenen Lernen wachsen, das Lernen wirkt ansteckend. In unserer Schule findet jeder seinen Platz und wird in seiner Individualität angenommen. Hier werden gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt voreinander gepflegt“, heißt es von der Schulleitung.

Ein großer Vorteil ist laut Carola Hartstock, dass die Lehrerinnen und Lehrer sehr flexibel einsetzbar sind. „Wir achten schon bei der Personalauswahl darauf, dass die Kollegen sowohl im Grund- als auch im Realschulbereich arbeiten können. Das sorgt für eine kontinuierliche Unterrichtsversorgung auch bei Krankheitsfällen. Und es erleichtert den Übergang, weil die Kinder die Lehrer und das Gebäude schon kennen.“ Hilfreich seien Patenschaften zwischen Klassen mit jüngeren und Klassen mit älteren Schülern.

Das Motto in Neuburg lautet „Eine gesunde Schule“. Dazu gehört nicht nur, dass es schmackhafte Gerichte gibt, aus denen die Kinder und Jugendlichen wählen können – inklusive einer vegetarischen Alternative. Die Themen Ernährung und Gesundheit sind auch Bestandteil des Schulprogramms. Als Beispiele zählt Carola Hartstock die Beschäftigung der siebten Klassen mit den Themen Auge/Sehbeeinträchtigung und Ohr/Lärm – Kooperationspartner ist hier das Kompetenzzentrum für Hör- und Sehschädigung Schwerin – und das Verhütungsprojekt in den Klassen 5 bis 8 mit Expertinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf. Das DRK begleitet ebenfalls die „Babybedenkzeit“. Dabei versorgen Jugendliche der neunten Klassen sogenannte Babysimulatoren selbstständig und rund um die Uhr.

Ein Job, der stressig sein kann.

Einige Angebote existieren auch im Bereich Berufs(früh)orientierung. Neben Praxistagen und Betriebsbesichtigungen stehen für die höheren Klassen beispielsweise Praktika und Werkstatttage auf der Agenda. Schulsozialarbeiterin Doreen Martin unterstützt bei der Entscheidungsfindung. Garantiert bekommt die Neuburger Schule wieder das Berufswahlsiegel. Die Unterlagen für die Zertifizierung wurden Ende Januar abgeschickt.

Norbert Wiaterek

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