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Wismar Im Seebad Wendorf kommt keine (Bade-)Freude auf
Mecklenburg Wismar Im Seebad Wendorf kommt keine (Bade-)Freude auf
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00:01 23.07.2016
Der Sandstrand im Seebad Wendorf sieht nicht einladend aus. Die Attraktivität soll gesteigert werden, heißt es aus der Bürgerschaft. Die CDU-Fraktion schlägt unter anderem eine Strandaufspülung vor. Quelle: Fotos: Vanessa Kopp (3), Oz (2)

Hoch „Burkhard“ bringt uns in den kommenden Tagen Badewetter, doch die Badelust am Strand im Seebad Wendorf hält sich in Grenzen. Kaputte Spielgeräte, große Steine im Wasser, Stolperfallen, Bauzäune, morsche Sitzbänke, ausgespülte Wege – am Strand und im Park ist einiges im Argen. „Hier wurde von der Stadt jahrelang nichts gemacht!“, kritisiert Sigfried Rakow (CDU), Leiter des Wirtschaftsausschusses. In einem Prüfauftrag hat seine Fraktion den Bürgermeister bereits dazu aufgefordert, mögliche Konzepte für die Steigerung der Attraktivität zu erarbeiten.

An dem Wismarer Strand ist einiges im Argen / Wirtschaftsausschuss fordert: Gefahrenquellen müssen dringend beseitigt werden

Doch die Ausschussmitglieder sind sich einig: Ideen entwickeln ist ein Sache, aber die Gefahrenquellen müssen schnellstmöglich beseitigt werden.

Lediglich ein kleiner Abschnitt des Strandes, 200 Meter links von der Seebrücke, wird derzeit von der Bevölkerung rege genutzt. Bis in die 1980er-Jahre war das Seebad ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel. Dann wurden die Wismarer mobil und haben andere Strände in der Region für sich entdeckt. „Ein Vorteil ist, dass sich die Wasserqualität in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.

Die Verschmutzung durch den Seehafen ist zurückgegangen“, erzählt Rakow. „Dennoch fehlen attraktive Angebote. Die Minigolfanlage alleine lockt nicht“, ist er sich sicher. „Auch das Holzschiff am Spielplatz ist komplett kaputt“, zählt Tilo Gundlack (SPD) weiter auf. „Das zu ersetzten kostet richtig Geld.“

Ein weiterer Punkt: „Der Weg, der hier am Strand entlang führt, ist der Ostseefernradweg. Eine ausgewiesene Strecke, die nicht einmal gepflastert ist“, merkt Rakow an. Kein ansprechender Rastplatz für die Fahrradtouristen, kein schönes Aushängeschild für die Hansestadt.

Erste Schritte zur Verbesserung der Situation wurden bereits gemacht. Die „Mecklenburger AnStiftung“ hat gemeinsam mit Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack zwei Subbotniks organisiert. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde der Müll am Strand und im Park aufgesammelt. Lobende Worte kommen dafür von den Ausschussmitgliedern. Doch wissen alle, dass dadurch das Grundproblem nicht gelöst ist.

„Natürlich brauchen wir eine Lösung, doch haben wir in unserem Haushalt im Moment kein Geld dafür“, merkt Frieder Weinhold (CDU) an. „Allein eine Parkbank kostet 2500 Euro“, erklärt Gundlack.

„Mit unserer Bürgerinitiative versuchen wir dafür Geld zu sammeln und Sponsoren zu finden.“ Marion Wienecke (Linke) betont: „Wir bezahlen alle Steuern! Und davon können nicht mal einige Bänke finanziert werden?“ Für sie ist klar: „Der Reparaturstau muss behoben werden. Besonders die Wege durch den Park sind eine Katastrophe.“

Tom Brüggert (CDU) schlägt vor: „Wir brauchen eine Vision, wie es hier in zehn Jahren aussehen soll. Bisher waren das doch alles nur Einzelmaßnahmen. Und warum können wir dazu nicht auch die Studenten der Hochschule miteinbinden?“

Ein weiterer Vorschlag der CDU-Fraktion lautet, dass der Sand, der bei der Baumaßnahme im Seehafens anfallen wird, in Wendorf aufgespült werden könnte.

Eine rege Diskussion, doch noch keine Lösung. Die erste Maßnahme des Wirtschaftsausschusses ist es nun, bei der Stadtverwaltung die kurzfristige Beseitigung der Gefahrenquellen einzufordern. Bei der nächsten Ausschusssitzung im September wird weiter diskutiert.

Von Seiten der Stadt gibt es keine Pläne für die Gestaltung des Strandes. Im Zuge des neuen Wohngebiets in Wendorf soll jedoch in dem Wäldchen rechts von der Seebrücke ein Fitness-Parcours errichtet werden. Dies hat die Stadt mit dem Investor LGE vertraglich festgelegt.

• Welche Ideen haben Sie für das Seebad Wendorf? Diskutieren Sie mit uns auf www.facebook.com/oz.wismar oder schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Vanessa Kopp

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