Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Im Sinkflug: Zahl der Störche rapide gesunken
Mecklenburg Wismar Im Sinkflug: Zahl der Störche rapide gesunken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:14 14.02.2017
Weißstörche sind im Landkreis Nordwestmecklenburg stark gefährdet. Quelle: Patrick Pleul
Anzeige
Wismar

Immer weniger Weißstörche brüten im Landkreis Nordwestmecklenburg. Gerade einmal 27 Paare wurden im vergangenen Jahr von den aktiven Weißstorchschützern des Naturschutzbundes (Nabu) gezählt.1996 waren es noch 95 Paare.

Die Schuld an dem Rückgang geben die Naturschützer der veränderten Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Hecken und blütenreiche Ackerrandstreifen suche man mittlerweile vergebens. Feuchtwiesen werden entwässert und als artenarme, intensiv genutzte Grünländer genutzt. Felder werden durch starke Düngung zu Produktionsstätten gewünschter Feldfrüchte und der jahrhundertealte Lebensraum Feldflur wird somit zur artenarmen Agrarsteppe in der keine Wildkräuter, keine Insekten und immer weniger Vögel leben.

Dieses Phänomen sei in ganz MV zu beobachten, mahnen die Tierschützer. Jahrzehntelang galt der Bestand als stabil, bei etwa 1200 Brutpaaren. 2005 brach der Storchenbestand plötzlich auf 834 Paare ein. In der Folgezeit erholte er sich nicht mehr. Der Weißstorch wurde in der Roten Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns (2014) von der Kategorie „gefährdet“ in „stark gefährdet“ hochgestuft. 2016 sank der Wert weiter auf 721 Paare.

Im Landkreis Nordwestmecklenburg verläuft der Sturzflug Adebars noch dramatischer. Landesweit gibt es hier die geringste Storchendichte (2016 nur 1,3 Paare auf 100 Quadratkilometer). Während 1996 noch 95 Weißstorchpaare im Nordwesten brüteten, blieben 2016 noch 27 Brutpaare übrig. Das ist ein Bestandseinbruch von 72 Prozent in nur zwei Jahrzehnten.

Carolin Riemer

Wismar Dorf Mecklenburg - Hier ging es um die Wurst

Wie zu Großmutters Zeiten: Beim zehnten Schlachtfest im Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg sahen hunderte Besucher zu, wie ein Schwein zerlegt wurde.

14.02.2017

Mit fast 40 erfährt Simone Timm, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Nun wendet sie sich an die Leser der OSTSEE-ZEITUNG.

11.02.2017

Eine neue Schule muss her. Erste Gespräche mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg und dem Bildungsministerium laufen bereits.

11.02.2017
Anzeige