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In der Zeit der Wikinger und Hökerer

Kirchdorf In der Zeit der Wikinger und Hökerer

Beim Mittelalterfest in Kirchdorf auf der Insel Poel konnten die zahlreichen Besucher Geschichte erleben

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Bäcker Sven Schulz knetet den Hefeteig, Anne van Raemdonck kümmert sich um den Verkauf.

Kirchdorf. Nach zwei Jahren Pause war es am Wochenende wieder soweit: Die Kirchdorfer und ihre Gäste konnten das Mittelalter hautnah erleben. Zum Anfassen und mitmachen. Drei Tage lang stand der Festplatz am Fuße der Inselkirche ganz im Zeichen des nunmehr siebten Mittelalterfestes. Ab Freitag gab es für die zahlreichen Besucher einen mittelalterlichen Markt, der von Hökerern (fahrende Händler) beherrscht wurde, die neben „Leckereyen und Spezereyen“, selbstgemachte Marmelade und Honig sowie Schmuck und kunstgewerbliche Gegenstände feilboten.

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Beim Mittelalterfest in Kirchdorf auf der Insel Poel konnten die zahlreichen Besucher Geschichte erleben

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Im Mittelalter wurde gern gegessen – und das nicht wenig. Wie viele Kalorien die faustgroßen Apfeltaschen, die von Bäcker Sven Schulz (49) aus Greifswald nach einem uralten Familienrezept gebacken wurden, genau hatten, blieb sein Geheimnis. Während er den Hefeteig für das süße Backwerk knetete, verriet er, dass es insgesamt 17 Zutaten seien, die dieses Backwerk zu seinem einzigartigen Geschmack verhelfen und „garantiert keine chemischen Zusätze im Teig sind“. Mit dieser „Grundlage“ konnten sich die Mittelalter-Fans auch den traditionellen Met schmecken lassen.

Während sich die Kinder auf den originalen Wikingerbooten amüsierten oder das Armbrustschießen übten, hatten die Eltern Zeit, sich an den Darbietungen und Bands auf der Bühne zu erfreuen. So ernteten die Musiker von „Cocolorus Diaboli“ – einer Gruppe aus Trollenhagen – für ihre Darbietung sehr viel Beifall. Musiker Matze Dudel (42) erklärte nach dem Auftritt augenzwinkernd: „Unseren Musikstil beschreiben wir selbst als nordisch brachialen Wikinger-Rock.“ Ob es damals wirklich so geklungen hat, wenn die Altnordischen gefeiert und gesungen haben, sei nicht überliefert. „Aber es könnte ja durchaus so gewesen sein“, meinte der Musiker.

Was hingegen genau überliefert ist, sind die Waffen und Riten, mit denen die Wikinger in der Zeit von 600 bis 1066 – dann endeten die Überlieferungen – in den Kampf zogen. „Rollo der Wickinger“ und zugleich Oberhaupt der mehrköpfigen Truppe, erklärte den staunenden Zuschauern die Waffen, Ausrüstung und Kampftechniken. „Unbedingt friedliebend waren sie jedenfalls nicht“, so Rollo scherzhaft. Bei den Gästen kommt die Show gut an: „Uns gefällt es sehr gut hier. Märkte dieser Art gibt es auch bei uns, aber dieser hier muss sich wirklich nicht verstecken“, so die Meinung von Familie Bertes aus Dörrebach im Hunsrück, die gegenwärtig in Hohen Wieschendorf Urlaub macht.

Daniel Koch

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