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Info-Stele neben Grab eines Lehrers

Wismar Info-Stele neben Grab eines Lehrers

Hinrich Siedenschnur erinnert an den Forscher Dr. Emil Detlef Detlefsen

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Neben dem Grab von Dr. Emil Detlef Detlefsen steht nun eine Info- Stele (l.).

Quelle: Norbert Wiaterek

Wismar. Auf dem Wismarer Friedhof gibt es eine neue Info-Stele. Der Metallfuß mit der Hinweistafel steht neben dem Grab von Professor Dr. Emil Detlef Detlefsen. Die letzte Ruhestätte des Lehrers und Forschers ist unweit der Martens-Kapelle Richtung Trauerhalle zu finden. Die Stele, es ist die 28. auf dem Friedhof der Hansestadt, spendierte wieder Hinrich Siedenschnur (72).

Emil Detlefsen, geboren am 6. September 1854 in Husum, gestorben am 20. August 1926 in Wismar, studierte in Kiel und Würzburg Chemie, Physik und Mathematik. 1877 wurde er Lehrer an der Großen Stadtschule in Wismar, wo er bis zu seiner Pensionierung 1923 wirkte. Neben seiner Lehrtätigkeit widmete sich Detlefsen der Forschung auf den Gebieten Botanik und Physik. „Seine Forschungsergebnisse publizierte er mit eigenen Illustrationen. Sie sind noch heute in europäischen und amerikanischen Universitätsbibliotheken greifbar“, ist auf der Tafel neben dem Grab zu lesen. „Eine Verbindung seiner künstlerischen und naturwissenschaftlichen Forschungen bildeten seine Arbeiten zur Farbenmessung, Farbenlehre und Farbenmischung, die er 1905 in der Malerkolonie in Worpswede vorstellte. Seine Töchter Henny und Magdalene wurden als Malerinnen in Wismar bekannt und geschätzt.“

Hinrich Siedenschnur finanzierte bisher einen Großteil der Info-Stelen auf dem Wismarer Ost- und Westfriedhof. Der Stadtführer bezahlte außerdem die Informationstafeln an den neun erhaltenen Grabkapellen sowie am alten Leichenwärterhaus.

Auf dem Wismarer Friedhof könnten weitere Info-Stelen Platz finden. Geschichtsinteressierte Besucher haben die Möglichkeit, auf den Tafeln Näheres über bedeutende Menschen zu lesen, deren Heimat Wismar war und die über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung fanden. „Derzeit wird geprüft, welche hier bestatteten Persönlichkeiten in Frage kommen“, so Hinrich Siedenschnur. „Wahrscheinlich brauchen wir noch fünf weitere Stelen.“

Norbert Wiaterek

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