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Wismar Insel Poel: Sand und Seegras getrennt
Mecklenburg Wismar Insel Poel: Sand und Seegras getrennt
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00:06 19.03.2016
Was bei der Strandreinigung anfällt, wird in Kaltenhof im Silo zwischengelagert. Mittels einer Siebanlage wurde in den letzten Tagen das Treibsel vom Sand getrennt. Quelle: privat

In dem umgebauten Fahrsilo auf dem Gelände des Poeler Bauhofes in Kaltenhof befanden sich 1000 Tonnen des Treibsel-Sand-Gemisches, das von den Stränden im letzten Jahr aufgenommen worden war . „Da wir kurz vor Saisonbeginn stehen und unsere Gäste saubere, gepflegte Strände erwarten und wir uns als Ostseebad keine Defizite in der Strandqualität leisten können, musste das Silo beräumt werden, da die Aufnahmekapazität wieder gewährleistet werden muss“, so Poels Bürgermeisterin Gabriele Richter.

Mittels einer Siebanlage wurde das Treibsel vom Sand getrennt. Gabriele Richter: „Der ausgesiebte Sand muss auf chemische Bestandteile analysiert werden. Erst nach der Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde darf der Sand wieder an den Stränden verteilt werden.“

Das zweite Trennergebnis bestehe aus reinem Seegras und Steinabfällen sowie ein wenig Müll. Dies müsse entsorgt werden. Das Trennergebnis habe 90 Prozent Sandanteil und 10 Prozent Seegras ergeben. Da die Gemeinde Insel Poel eine Abfallbeseitigungsanlage betreibt, ist der nächste Verfahrensschritt die Beantragung einer Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, gibt die Bürgermeisterin einen Einblick in den mittlerweile bürokratischen Umgang.

„Der Landkreis Nordmestmecklenburg hat die Empfehlung vom Wirtschaftsministerium MV, ein kreisbezogenes Entsorgungskonzept für alle betreffenden Gemeinden zu erstellen, nicht angenommen. Sie sehen sich leider nur in der Position der Ordnungsbehörde“, so Gabriele Richter.

Schon der Bau des Zwischenlagers in Kaltenhof ist auf Poel richtig ins Geld gegangen. Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr ein Silo „seegrastauglich“ ausbauen lassen. Die Änderung des Flächennutzungsplans und der Umbau des alten Silos hat etwa 90000 Euro gekostet.

Von Heiko Hoffmann

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