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Wismar Intakte Fahrbahn statt Flickenteppich
Mecklenburg Wismar Intakte Fahrbahn statt Flickenteppich
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00:00 11.08.2016
Die Philipp-Müller-Straße in Höhe Einkaufsmarkt Sky. Die Fahrbahn, immer wieder repariert, ist ein reiner Flickenteppich. Trotzdem weist der Asphaltbelag schon wieder neue Risse auf. Ein Verkehrsschild stadteinwärts warnt Autofahrer vor Straßenschäden. Quelle: Fotos: Haike Werfel (2), Oz (1)

Die Hansestadt erhält erstmals Landesfördermittel, um eine Straße instand zu setzen. Verkehrsminister Christian Pegel übergab gestern einen Fördermittelbescheid in Höhe von 238900 Euro an Bürgermeister Thomas Beyer (beide SPD), damit die Philipp-Müller-Straße und die Dammhusener Chaussee eine neue Deckschicht erhalten können. Die Arbeiten auf dem 1,76 Kilometer langen Abschnitt sollen voraussichtlich Mitte Oktober beginnen.

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Wismar erhält Landeszuschuss für neue Asphaltschicht in Philipp-Müller-Straße und Dammhusener Chaussee

Erneuert wird dann der Asphaltbelag der Philipp-Müller-Straße ab Kreuzung Bürgermeister-HauptStraße, beginnend hinter dem Betonbereich, bis zum Ortsausgang beziehungsweise bis zur Anbindung an die Westtangente. In diesem Bereich weist die Trasse großflächige Verschleißerscheinungen auf, Schäden an der Deckschicht sind unübersehbar. Deshalb soll die Asphaltdeckschicht drei bis vier Zentimeter dick abgefräst werden. Anschließend wird Asphaltbeton in einer Stärke von vier Zentimetern neu aufgebracht.

Die Arbeiten werden laut Bürgermeister Beyer etwa vier Wochen dauern. Sie sollen in sieben Bauabschnitten und bei halbseitiger Straßensperrung erfolgen, informierte Bauamtsleiterin Nadine DomschatJahnke. „Wir wollen möglichst ohne Vollsperrung auskommen. Nur an den Knotenpunkten könnte sie notwendig werden. Dann wird es eine Umleitung geben.“

Mit der Erneuerung der Fahrbahndeckschicht auf der vorhandenen Befestigung werde die Bausubstanz langfristig erhalten, laut Bauamtsleiterin wohl für 20 Jahre. Die Baumaßnahme kostet insgesamt 340

000 Euro. Ohne den Landeszuschuss, der 75 Prozent der förderfähigen Kosten umfasst, wären die Arbeiten nicht möglich gewesen, erklärte der Bürgermeister. „Deshalb ist diese Straßenbaumaßnahme auch nicht im Haushalt eingeplant“, sagte Thomas Beyer. Dennoch werde die Stadt ihren Eigenanteil aufbringen.

Bürgermeister und Bauamtsleiterin zeigten sich erfreut, dass das Land nun auch die Instandsetzung von kommunalen Straßen fördert und nicht wie bisher ausschließlich den Neu- oder Ausbau. „Wir haben die Kommunalbauförderrichtlinie verändert und angepasst, um die vorhandene Infrastruktur zu erhalten“, erklärte Minister Pegel. Neu- und Ausbau von Straßen sei für die Kommunen teurer, auch in Bezug auf die Folgekosten, weil neue Straßen meist breiter und in der Unterhaltung teurer sind. Der Fördersatz bei Neu- und Ausbau beträgt zwischen 65 und 70 Prozent, der für Instandsetzung 75 Prozent.

„Damit wollen wir die Kommunen besonders animieren, Geld in die Unterhaltung zu stecken“, erläuterte Pegel. Wenn Fahrbahnen abgefräst und neu asphaltiert werden, verringere sich auch der Verkehrslärm für die Anwohner. Zudem blieben Schäden aus, wenn die Straße ordentlich versiegelt ist, führte der Minister aus. „Insofern unterstützen wir die Kommunen auch in der Werterhaltung.“

Wismar gehöre mit zu den ersten Kommunen, die Fördermittel für die Straßenerneuerung erhalten. Laut Minister Pegel sei es der bisher höchste Zuwendungsbescheid, den er ausgereicht habe. Das liege in der Bedeutung des Straßenzuges Philipp-Müller-Straße/Dammhusener Chaussee als eine zentrale, verkehrswichtige Achse.

Haike Werfel

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