Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -5 ° Schneeschauer

Navigation:
Ist das bitter: TSG-Damen steigen ab

Recklinghausen/Wismar Ist das bitter: TSG-Damen steigen ab

Wismarer Handballerinnen verlieren Relegation um 3. Liga in Recklinghausen / Zukunft ist ungewiss

Voriger Artikel
Greifswalder FC II untermauert Rang fünf
Nächster Artikel
Zeitweilige Doppelspitze im Museum

Trotz der eigenen Zuschauer im Rücken konnten Gastgeber PSV Recklinghausen die TSG Wismar nicht besiegen. Das Spiel endete 21:21. Im Wismarer Tor war Justine Steiner (l.) ein starker Rückhalt.

Recklinghausen/Wismar. Schluss und aus! Für die Handballerinnen der TSG Wismar ist nach vielen Jahrzehnten die Zeit im höherklassigen Handball vorerst vorbei. Sie scheiterten auch bei ihrer letzten Chance auf den Klassenerhalt in der Relegation kläglich. Nach einem 21:21-Unentschieden zum Auftakt gegen den PSV Recklinghausen verloren die Wismarerinnen das entscheidende Spiel gegen den TSV Birkenau deutlich mit 19:28 und müssen nun in der neuen Saison in der Ostsee-Spree-Oberliga antreten.

OZ-Bild

Wismarer Handballerinnen verlieren Relegation um 3. Liga in Recklinghausen / Zukunft ist ungewiss

Zur Bildergalerie

Sichtlich mitgenommen äußerte sich Manager Klaus-Dieter Soldat zum feststehenden Abstieg: „Das ist natürlich extrem enttäuschend. Wir haben uns ja lange an jede Chance geklammert, die sich aufgetan hat. So langsam realisieren jetzt aber alle, was wirklich passiert ist und dass wir in der kommenden Saison ein neues Kapitel im Wismarer Frauenhandball aufschlagen. Es gilt jetzt für alle Beteiligten, den Kopf oben zu behalten und den Fortbestand des Handballs in Wismar zu sichern.“

Ohne Drama können sie es wohl nicht: Nach dem Herzschlagfinale in der letzten Woche entwickelte sich auch die Relegation in Recklinghausen für die Drittliga-Handballerinnen der TSG zur Nervenschlacht. Bereits am Freitag waren die Wismarerinnen ins Ruhrgebiet gereist, um sich bestmöglich auf die beiden entscheidenden Spiele in der Abstiegsrelegation vorzubereiten. Die erste Partie hatten sie dabei gegen den gastgebenden PSV zu bestreiten.

Die Hansestädterinnen begannen die Partie hochkonzentriert und starteten mit einer schnellen 3:1-Führung (6.). Im weiteren Verlauf waren es aber zunächst die Frauen aus Recklinghausen, die besser ins Spiel fanden und sich zur Pause auf 12:9 absetzen konnten. Die zweite Hälfte entwickelte sich dann zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem es auf beiden Seiten über weite Strecken handballerisch einige Defizite zu beobachten gab. Kämpferisch allerdings konnte man den Teams keinen Vorwurf machen. Bis zum Ende blieb die Partie offen, das 21:21 war schlussendlich leistungsgerecht und verschaffte der TSG eine deutlich längere Pause bis zum nächsten Spiel. Im Falle einer Niederlage hätten sie nur knapp eine Stunde zur Regeneration gehabt, so waren es dreieinhalb Stunden.

In der Zwischenzeit trafen Recklinghausen und Birkenau im zweiten Spiel aufeinander und trennten sich ebenfalls Unentschieden – 23:23. Damit war auch die Ausgangslage für die Wismarerinnen klar. Eine Niederlage in der letzten Begegnung würde den Abstieg bedeuten, ein Sieg den Klassenerhalt.

Zwar erwischte die TSG auch im zweiten Spiel den besseren Start, doch schnell wurde klar, dass die erste Partie die dezimierte Wismarer Truppe viel Kraft gekostet hatte – zu viel für die dynamischer und frischer wirkenden Mädels vom TSV Birkenau. Schon zur Halbzeit zeichnete sich ab, dass es für die Wismarerinnen nicht reichen würde und der deutliche 19:28-Endstand rundete das enttäuschende Bild ab, dass die Hansestädterinnen schon die gesamte Saison abgaben.

Wie es nun mit dem Wismarer Frauenhandball weitergehen wird, steht indes in den Sternen. Schon während der Saison hatten mit Franziska Steffen, Jasmin Oldenburg, Aileen Lück und Juliane Wieck vier Spielerinnen die Mannschaft verlassen. Mit Mareen Tegler, Johanna Brinkies, Ann-Marie Berger und Laura Blum kamen nun vier weitere hinzu. Der personelle Aderlass ist beträchtlich und in Anbetracht des fehlenden eigenen Nachwuchses als bedenklich zu bezeichnen. Zudem scheint die Vereinsführung aktuell nicht wirklich handlungsfähig, zumindest öffentlich geäußert hat sie sich zur miserablen sportlichen Entwicklung bisher nicht. Entsprechend unklar ist, wie es nun im Wismarer Verein weitergehen soll.

Statistik

Wismar – Recklinghausen 21:21

Wismar: Steiner, Schultz – Krohn, Melanie Tegler 4, Kriegsmann, Mareen Tegler 3, Bibow, Martin, Jennerjahn, Schiewe, Dürl, Pinkohs 4/1, Powierski 1, Millrath 9.

Siebenmeter: Recklinghausen 5/2, Wismar 2/1.

Strafminuten: Recklinghausen 4, Wismar 8.

TSG Wismar – TSV Birkenau 19:28 Wismar: Steiner, Schultz – Krohn, Melanie Tegler, Kriegsmann 1, Mareen Tegler 7, Bibow 3, Martin 1, Jennerjahn, Schiewe, Dürl 1, Pinkohs 1, Powierski, Millrath 5.

Siebenmeter: Birkenau 9/6, Wismar 0.

Strafminuten: Birkenau 2, Wismar 10 plus Disqualifikation Millrath (56.).

Ergebnisse: TSG Wismar – PSV Recklinghausen 21:21 (9:12), PSV Recklinghausen – TSV Birkenau 23:23 (12:14), TSG Wismar - TSV Birkenau 19:28 (9:13).

Martin Nowack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Mehr aus Wismar
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist