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Jagdbilanz 2015: Zu viele Wildschweine

Steinbeck Jagdbilanz 2015: Zu viele Wildschweine

Schwarzwild im Klützer Winkel nimmt weiter zu / Hegering bemängelt Rückgang des Rehwildbestandes

Steinbeck. Die 81 Jäger des Hegeringes Klützer Winkel schauen insgesamt auf eine erfolgreiche Jagdsaison 2015 zurück. Anders als in den meisten umliegenden Hegeringen verzeichneten sie keinen einzigen Wildschaden auf ihren 11044 Hektar zu bejagenden Flächen. Außerdem setzten sich auf sportlicher Ebene zwei Mitglieder bei den Kreismeisterschaften im Büchsen- und Flintenschießen gegen Jäger aus 23 weiteren Hegeringen durch. Das zeigte der Jahresbericht auf dem Hof Mann in Steinbeck.

Hegeringsleiter Heinz Eckert lobte in seinem Rückblick die ruhige und besonnene Art seiner Jäger, stimmte aber im Bezug auf das Rehwild nachdenklich. „Der Wandel der Kulturlandschaften zu Mais und Raps im Klützer Winkel hat dafür gesorgt, dass das Rehwild sehr wenig geworden ist“, erklärte der 72-Jährige. Probleme sehen die Mitglieder des Hegerings derzeit bei der Bejagung des Schwarzwildes.

213 Wildschweine seien geschossen worden. Das sei aber noch viel zu wenig. „Wir tun schon das Möglichste und sitzen Abend für Abend an, aber es reicht nicht“, sagte Heinz Eckert.

Neben den Wildschweinen seien in der abgelaufenen Jagdsaison auch 267 Stück Rehwild, fünf Stück Muffelwild, 111 Füchse, 25 Dachse und 56 Marderhunde geschossen worden.

Sehr zufrieden zeigte sich der Hegeringsleiter von der Teilnehmerzahl des jährlichen jagdlichen Schießens. „Dieses Mal haben 38 Jäger unserer 13 Pächtergemeinschften in Grevesmühlen teilgenommen.

Dass waren zehn mehr als sonst. Toll“, sagte Eckert anerkennend.

Äußerst treffsicher sind die Brüder Thomas und Mathias Dankert. Das bewiesen die beiden Jäger bisher nicht nur bei der Jagd, sondern auch bei den Kreismeisterschaften vor wenigen Wochen auf dem Schießstand Kiebitzmoor in Grevesmühlen. Während Thomas Dankert alle Teilnehmer des Flintenschießens hinter sich ließ, schaffte sein Bruder Mathias das beim Büchsenschießen. „Das war schon eine ziemliche Überraschung und freut uns natürlich“, erklärte Hegeringsleiter Heinz Eckert. Unzufrieden zeigte er sich dennoch über den mangelnden Nachwuchs. „Es stimmt, wir sind insgesamt schon ziemlich alt. Nachwuchs kommt selten, auch wenn wir in diesem Jahr von vier Neuaufnahmen auch einen 27-Jährigem dabei haben“, sagte der Hegeringsleiter.

Zum Abschluss der Hegeringsversammlung nahm Heinz Eckert Ehrungen vor und zeichnete einige Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft sowie für deren Verdienste aus. Unter anderem erhielt Günter Mehner (79) die Verdienstmedaille in Gold.

Die Jäger im Landkreis sind größtenteils in Pächtergemeinschaften organisiert. Sie zählen zu den 21 Hegeringen im Gebiet von Klütz bis Renzow und von Lüdersdorf bis Neukloster. Die Hegeringe haben laut Kreisjagdverband insgesamt 1060 Mitglieder.

Von Maik Freitag

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