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Wismar „Jeden Tag bewusst leben und nicht viel planen“
Mecklenburg Wismar „Jeden Tag bewusst leben und nicht viel planen“
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03:51 09.09.2013
Anneliese Stange (r.) aus Wismar hat gestern ihren 100. Geburtstag gefeiert. Tochter Heike Marten (72) umarmt sie liebevoll. Quelle: Sylvia Kartheuser

Lesen, Kreuzworträtsel lösen und vor allem im Chor singen, damit hält sich Anneliese Stange fit. Gestern hatte sie Geburtstag, einen runden, einen richtig runden: den 100.

Der wurde mit Familienmitgliedern und Freunden im Malteserstift St. Elisabeth in Wismar gefeiert. Heute gibt es dann einen Empfang, bei dem auch der stellvertretende Bürgermeister Michael Berkhahn erwartet wird.

Anneliese Stange ist für ihr hohes Alter erstaunlich fit. „Mit dem Gehen wird es schwieriger und ich bin ein bisschen schwerhörig“, erzählt sie. Aber geistig ist sie noch voll auf der Höhe. Munter erzählt sie, wie sie mit ihren Eltern als Vierjährige von ihrer Geburtsstadt Glückstadt nach Wismar umgezogen ist, wie sie Textilverkäuferin wurde und später in die Lebensmittelbranche wechselte. Und sie erzählt, wie sie ihren Mann kennengelernt hat. „Meine Eltern und er waren im gleichen Sparklub. Bei der Hochzeit meiner Schwester war er mein Tischnachbar.“ Es habe aber nicht gleich gefunkt.

„Als ich in der Urlaubszeit in Boltenhagen ausgeholfen habe, schrieb er mir, ob wir Freunde werden könnten, wenn ich zurück bin.“

Anneliese Stange lächelt. 50 Ehejahre seien daraus geworden. Die Jubilarin zwinkert verschmitzt: „Aber nur eine Tochter, mehr haben wir nicht geschafft — aber Heike ist eine ganz liebe.“ Zur engsten Familie gehören noch zwei Enkel und ihre Frauen sowie drei Urenkel. Seit elf Jahren lebt sie im Malteserstift, war im Heim- und im Küchenbeirat. Diese Aufgaben hat sie abgegeben, doch im Chor singt sie immer noch.

Was hat sie so fit gehalten? „Ich sage immer, man muss jeden Tag bewusst leben und nicht viele Pläne machen“, sagt Anneliese Stange. Ihr Leben sei mal steinig, mal sandig gewesen, „eben von allem etwas“. Manches hat die 100-Jährige sicher mit einer gehörigen Portion Humor gemeistert. Der Schalk sitzt ihr noch immer im Nacken. Als ein Bekannter sie fotografieren will, streckt sie ihm kokett die Zungenspitze entgegen.

Sylvia Kartheuser

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